Sodala, do bin i wieda.
Da ich ganz vergessen habe, die Schwingenstange zu montieren, mache ich es jetzt. Dazu habe ich mit einem kleinen Spachtel Gleitfett in das Silentgummi gegeben und die Schwingenstange auch gut damit eingeschmiert. So lässt sich die Stange gut durch den Gummi schieben. Interessanter wird es, wenn man zugleich durch beide Gummis muss. Hier habe ich mir ein 14er Rundstahl vorher in den Gummi geschoben, damit dieser schon mal die Größe der Stange hat. Dann habe ich die Stange mit einer Schraubzwinge durchgedrückt. Funktioniert mit viel Fett für Wasserrohre ganz gut. Geht auch Vaseline oder so.
Nun komme ich zum Thema Schaltgestänge. Hier versuche ich möglichst viel herauszufinden, da man dazu sehr wenig Infos aus dem Netz bekommt. Dazu schreibe ich mal ein paar Suchbegriffe wie Gestängeschaltung, Schaltstange, Bacchtta, V1-V15, für Leute, die das im Google oder GSF eingeben.
Bei meiner Vespa ist es so, dass das letzte Stück vom Gestänge, das zur Schaltraste geht abgeht. Der Draht ist auch im Rohr unter dem Tunnel festgerostet. Das Stück mit dem Kugelkopf am Lenker ist auch hin.
Ich entnehme das Gelenk am Holm, indem ich auf der gegenüberliegenden Seite den Splint entferne und die Hülse mit dem Loch für den Splint entnehme.
Auf der anderen Seite entferne ich wieder einen Splint, damit ich den Bolzen herausziehen kann.
Nun kann man das Gelenk herausziehen. Anschließend habe ich mit einer Zange an dem Teil zwischen Gelenk und wo es in den Rahmen geht angehalten und mit dem kleinen Hammer von unten geklopft. So kann man dieses Teil auch abnehmen. Ist nur gesteckt. So sieht man auch schon den Schaltdraht.
Im selben Verfahren entnehme ich das erste Teil nach dem Rahmenrohr mit der Feder. So sehen wir das andere Ende des Schaltdrahtes.
Da ja dieser bei mir im Tunnelrohr festgerostet ist, habe ich es erst mal mit WD-40 Spülung versucht zu lockern. Nix. Dann habe ich den Draht einmal hinten und einmal vorne mit der Zange gehalten und mit dem kleinen Hammer versucht zu klopfen. Nix. So habe ich dann einen Stahldraht genommen und versucht irgendwie durchzustechen. Nix. Ich habe dann den Stahldraht in den Akkuschrauber gespannt und bin dann auch zum Glück durch das Rohr neben dem Schaltdraht gekommen. Jetzt ist er locker geworden. Mir war ja nur wichtig, dass der Schaltdraht nicht reißt. So, nun habe ich den Schaltdraht herausgezogen und hab mit dem Stahldraht, den ich am Ende etwas aufgebogen habe, das Rohr gereinigt. Diese Verfahren steht auch schon ganz am Anfang des Topics.
Als ich bei der Reinigung mit dem Pfeifenreiniger in ein Rohr gefahren bin, zog ich auf einmal eine Ferder heraus. Nur zur Info.
Jetzt habe ich mal die ausgebauten Teile mal so ausgelegt, wie sie verbaut sind.
Nur zur Info: Der Schaltdraht wird unterhalb des Gabelteils mit einem Bolzen, der ein Loch dafür hat, von außen mit einer Mutter befestigt.
Das andere Ende wird am letzten Teil vom Gestänge, das zur Schaltraste geht auch mit einer Schraube von außen befestigt. Dieses Teil muss ich mir noch bauen und kann daher im Moment kein Foto liefern. Kommt dann noch.
Da ja bei mir das Teil am Lenker mit dem Kugelkopf hin ist, muss ich mir das noch nachbauen. Dafür habe ich dieses Material, das ich mir aus der Restekiste eines Metallbauers zupfe. Gratis wohlgemerkt.
So habe ich mir aus dem 14er Rundstahl eine Hülse mit einer 8er Bohrung gedreht. Aus der Stahlscheibe hab ich den Hebel mit der 7er Bohrung hergestellt. Aus dem 8er Stahl habe ich dann noch den 7er Kugelkopf gedreht. Die Teile müssen dann noch mit dem WIG-Schweißer geschweißt und das kleine Loch für den Fixierstift gebohrt werden. Dann sollte es funktionieren, hoffe ich. So, das wars erstmal mit dem Gestänge.
Als nächstes werde ich mich um den Rahmen kümmern. Dieser hat ja noch den Dreck der letzten 67 Jahren dranhängen.
Der war schon so festgegammelt, dass ich das grobe erst mal mit Spachtel, Hammer, Meissel und Schraubenzieher entfernen musste
Dann habe ich den Ständer abgebaut und lange, lange mit kleinen Werkzeug aus dem OP-Bereich die beschissenen Stellen und Ecken vom Dreck befreit.
Jetzt habe ich die betroffenen Bereiche mehrmals mit Kaltreiniger eingestrichen, in der Hoffnung, dass sich der Schmutz mal lösen werde. Das warten wurde mit dann zu blöd und habe mir von einem schwarzen Pad aus dem Parkettbereich Stücke geschnitten, mit denen ich den Dreck ähnlich wie mit Schleiffließ locker reiben konnte.
So, die Kiste verpackt und zur Waschanlage. Nachdem ich den Rahmen (und auch mich) mit dem Hochdruckreiniger intensiv gewaschen habe, sieht er nun schon mal ganz vernünftig aus.
Nun kümmere ich mich mal um die Scheißarbeiten. Hier hatte der Rahmen einen kleinen Riss mit Delle auf er linken Seite und der Teil unter dem Sitz wurde mal unschön geschweißt. Ich habe dann mit diesem Werkzeug die Delle so gut wie ich es kann ausgebeult. Hier gibt es nicht viel zu erklären, da es hier um Arbeiten mit Gefühl und eigener Erfahrung geht.
Habe dann die zu schweißenden Bereiche mit der Druckluftbürste blank geschruppt und geschweißt. Gebe zu, Schweißen ist nicht so meine Stärke. Auch wenn es so aussieht, den Riss habe ich von innen geschweißt.
Wer nicht gut schweißt, muss halt mehr schleifen. Dies habe ich dann auch gemacht und es sieht dann so aus.
Da ich nicht der Freund von Spachtelmasse bin, habe ich in den Bereichen mit Flüssigmetall gearbeitet. Dieses Zeug haftet wie Sau, kann ich dann verschleifen und lackieren. Reißt auch nicht wie Spachtelmasse. Hätte auch Zinnen können, da hätte ich aber auch wie beim Spachtel einen größeren Bereich gebraucht, den ich dann auch wieder einlackieren müsste. Ich möchte die zu reparierenden Flächen klein halten.
So, das wird dann noch verschliffen und lackiert.
Des mach ma aba a andas moi. Na dann servus bis zum nächstn moi.