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  1. Ich bin der Sohn vom Rainer. Meine Mutter und ich haben alle Posts in diesem Thread gelesen. Uns standen die Tränen in den Augen. Ich möchte mich auch in ihrem Namen für so viel Anteilnahme bedanken! Es ist schön zu sehen wie vielen Menschen Rainer in positiver Erinnerung bleiben wird und dass man ihm nicht nur als einem technisch sehr kompetenten und versierten Menschen, sondern auch als einer humorvollen, äußerst hilfsbereiten und angenehmen Persönlichkeit gedenkt. Auf den geposteten Bildern wirkt er so glücklich und entspannt - ganz bei sich und seiner Leidenschaft, welcher er in Eurem Kreise frönen durfte wie noch nie zuvor in seinem Leben. Im Rückblick würde er die letzten Jahre sicher als seine schönsten bezeichnen. Somit hat er am Ende seines viel zu kurzen Lebens mit Sicherheit seinen Frieden gefunden. Die Beisetzung wird im engsten Rahmen erfolgen - nicht nur aufgrund der aktuellen Umstände, sondern auch weil er es so wollte. Ich habe heute mit "Fernando" (viele werden ihn kennen) telefoniert. Wir werden bei Gelegenheit bzw. im neuen Jahr Wege finden Rainers "Roller-Materialien" zu verteilen bzw. zu verkaufen - vorzugsweise im Rahmen Eurer Community. Das hätte er sich mit Sicherheit so gewünscht. Meine Mutter würde sich freuen, wenn bestehende Kontakte (mit denen die sie bereits kennt) in irgendeiner Form fortgeführt werden können - sei es ein Anruf oder auch mal ein Besuch auf einen Cappuccino... Darüber hinaus wäre es mir persönlich ein Anliegen wenn sie z.B. bei notwendigen handwerklichen Tätigkeiten in der Wohnung (oder aber wenn mal was Größeres zu transportieren ist) ein wenig Hilfestellung bekommen könnte. Damit wäre uns für die Zukunft am meisten gedient. Ich kann meinen Vater (nicht nur) in dieser Hinsicht nicht ansatzweise ersetzen. Er wird uns allen sehr fehlen! Nochmals vielen Dank für alles! Dennis
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  2. Edith sagt am 11.2.2021: Aufkleber sind da und werden in den kommenden Tagen versendet ------ Hi zusammen, nachdem wir im Dezember 2020 die 20 Jahre voll machen werden, möchte ich euch einen kleinen Rückblick in die Entstehungsgeschichte des GSF geben (siehe unten). Weiterhin wird es wieder Jubiläumsaufkleber geben. Nach der meines Erachtens mangelnden Qualität der letzten Auflage ziehe ich diesmal alle Register und nehme das Ganze selbst in die Hand. Die Aufkleber werden diesmal auf immerwährender Hochleistungsfolie mit Siebdruck und volle Pulle UV Schutzbeschichtung hergestellt. Das kostet natürlich was und ich hoffe ihr lasst mich hier nicht im Stich und bestellt die Teile fleißig. Bestellt werden können die Aufkleber hier im neu gegründeten GSF Shop Ich sammle bis 31.12.2020 die Bestellungen für die Aufkleber, diese werden dann im Januar in die Produktion gegeben und dann im Anschluss ausgeliefert. Kleine Entstehungsgeschichte des GSF Wer hat das GSF ins Leben gerufen? Der Vater des GSF bin ich, Michael Betz. Damals war ich noch aktives Mitglied des „Low Rider Scooter Club“, später begeisterter ESC und Langstecken Rennfahrer/Teamchef mit mehreren Meistertiteln. Aus dem ESC Renngeschehen habe ich mich seit Geburt meiner Kinder zunehmend zurückgezogen. Bei der Langstrecke bin ich noch voll dabei, wegen eines Unfalls ab 2021 aber nur noch als Teamchef. Wir sind beim VTR24h Rennen in Zuera/Spanien mit großem Abstand das erfolgreichste Team. Kein Team hat dort bisher zwei Mal gewonnen, keines drei Mal, aber wir haben schon vier Mal gewonnen…plus einige Podiumsplätze und meist gleichzeitig mit der schnellsten Rennrunde. Da sind wir absolute Spitze und das bei 60 gegnerischen Teams, aber das ist eine andere Geschichte. Wie ist das GSF genau entstanden? Die Keimzelle für das GSF entstand im Dezember 2000, ich absolvierte damals ein Praktikum in Berlin und hatte viel Zeit nebenher. Damals setzte ich die Low Rider SC Homepage neu auf und wollte kein Gästebuch wie damals gängig verwenden. Mich störte es, dass sich die eh schon wenigen Rollerfahrer im Netz auf viele Gästebücher verteilten und die Einträge immer nach unten verschwanden und keine sauber strukturierte und kontinuierliche Diskussion möglich war. Ich wollte eine zentrale Plattform und Wissensdatenbank schaffen. Daher habe ich damals auf ein Forum gesetzt, welches jeder Club in seine eigene Clubhomepage einbinden konnte. Damals konnte man noch nicht auf das Forum direkt zugreifen, sondern musste erst über eine der Clubhomepages gehen. Die eigene Domain „germanscooterforum.de“ kam erst Jahre später. Die erste Zeit war ziemlich zäh, die Leute noch nicht so viel im Netz und es gab damals schon feste Größen wie „Das Rollerfahrer Gästebuch“, gegen die wir uns erst durchsetzen mussten. Wir feiern somit im Dezember 2020 20 Jahre GSF! Wer hilft Dir bei der Flut von Fragen und Beiträgen? Während ich mich selbst hauptsächlich um die technische Seite des Forums kümmere, gibt es einige selbstlose Mitstreiter, die es schaffen, die inhaltliche Seite des Forums am Laufen zu halten. Ohne diese Jungs wäre das Ganze nicht zu stemmen. Sie investieren viele Stunden, Nerven und Herzblut in die Sache, was höchsten Respekt verdient. Somit vielen Dank an meine Moderatoren @thisnotes4u, @gertax, @t4., @subway, @pfupfu, @reusendrescher, @sähkö, @Florian, @Vic und alle Ehemaligen. Ohne euch könnte das GSF einpacken! Wieviele Mitglieder hat das Forum derzeit und welche Statistiken gibt es? Stand Ende 2020 hat das Forum gut 66.000 Mitglieder und ist somit unangefochten die weltweit älteste und größte Plattforum für klassische Schaltroller im Netz. Allein die kaum vorstellbare Anzahl von weit über 5 Millionen Beiträgen spricht Bände. Ist Facebook & Co. eine Gefahr für das GSF? Wir haben natürlich bemerkt, dass sich auf den Social Media Plattformen auch einiges zum Thema klassische Schaltroller tut. Aber es gilt nach wie vor, dass eine wiederkehrende, tiefe Diskussion von technischen Themen und ein Nachschlagen von Wissen nur im GSF möglich ist. Ähnlich wie bei den o.g. Gästebüchern aus dem Jahr 2000 verschwinden auch heute wieder bei fb die Beiträge nach kurzer Zeit im Nirwana. Weiterhin bin ich der festen Überzeugung, dass sich der harte Kern der Rollerfahrer weiterhin überwiegend im GSF bewegt, während eher kommerziell orientierte Personen oder nur sporadisch Interessierte sich eher auf den anderen Plattformen aufhalten. Von daher sehe ich der Zukunft gelassen entgegen, die richtigen Leute sind immer noch an der richtigen Stelle. Wie kann man das Forum unterstützen? An dieser Stelle möchte ich mich bei allen Unterstützern des Forums bedanken. Ohne euch gäbe es das GSF heute nicht mehr. Wenn ihr wissen wollt, wie auch ihr das GSF unterstützen könnt: Unterstützt den Fortbestand des GSF Interessenten für Werbung auf dem GSF könnten sich gerne unter info@germanscooterforum.de melden. ...und natürlich Aufkleber bestellen, siehe oben ...und natürlich bei der demnächst startenden GSF Charity Auktion mitmachen, stay tuned.
    99 points
  3. nachdem ich zeitlebens bis jetzt ende 40 mit Vespas nix am Hut hatte únd auch null komma null Ahnung davon, hab ich mir auf einmal eingebildet, ne ältere vespa muss her! Also ganz kurz bei den eBay Kleinanzeigen nach paar pxen geschaut und bei einer vnb6t hängengeblieben, die schon auf den wenigen aber schlechten Bildern nicht mehr ganz knusper aussah... wie dem auch sei, nach ein paar (wie ich jetzt inzwischen weis) naiven whatts apps mit dem Verkäufer wie zb: "was muss an der Vespa gemacht werden, dass der Motor läuft und die Bremse bremst?" kam als Antwort nur: "Motor und Bremsen..." Egal, einfach mal 100km hingefahren, das Wrack angeschaut. Obwohl mir schnell klar wurde, dass die Fotos und Wirklichkeit in diesem Fall nicht sehr viel Ähnlichkeit aufwiesen, habe ich mich sofort verliebt!! Dass ich trotzt komplett durchgerostetem Beinschild, grösseren Löchern am, im und um den Rahmentunnel und Motoraufhängung etc. incl. , komplett festem Motor, ohne groß zu verhandeln das Ding für ziemlich viel Geld mitgenommen hab, hat nicht nur den Verkäufer, meine Familie und meinen Freundeskreis stark befremdet, sondern kurz nach dem Abladen bei mir in der Werkstatt mich selber auch.... Das ist auch der Grund dafür, warum ich vom Urzustand keine Bilder habe... Aus Scham Egal, das Ding erstmal komplett zerlegt, Motor mit der Flex rausgeschnitten und mal schaun, warum der fest ist (naja, am Pleuel hing kein Kolben mehr dran, hab dann doch nicht mehr weitergeschaut...) Naja, nach knapp einem Jahr GSF auf- und ablesens und unzähligen Stunden Arbeit, ist das gute Stück ja doch fast fertig geworden... zur Technik Motor: px 200 lusso, Bennelli Getriebe kurz, Moto Diavolo °1 Schaltraste, Quattrini 244, 60mm Kingwelle, mrp cnc Ansaugt, v-force4, Mikuni 35tm, dumbo Rahmenansaug, Hp4 Lüfterrad, kytronic, racing resi... (Danke an Matze aka zerstörer ü30 für die geile Hilfe beim Motorbau), Fahrwerk: hinten 3.00x11 zoll sip schlauchlos Breitreifenfelge mit 130/70-11, vorne 2,5x10 zoll mit 100/80-10, sip dämpfer 60psi vorne, sip dämpfer hinten, verstärkte Feder vorne, vnb Gabel komplett umgeändert... Bremse: hinten serie, sip bremspumpe, stahlflex durch Lenker verlegt, vorne af parts touring aufnahme für pk, grimeca nabe abgedreht, wave Bremsscheibe schwimmend, adelin Bremssattel, Schwinge komplett Eigenanfertigung...
    91 points
  4. Nach der Fertigstellung der Lambretta kommt mir heute in einem Dorf irgendwo am Ring das Pendant entgegen. Also Sachen gibt´s...- Auf dem Handschuhfach unterschrieben hat Johnny Cecotto's Teamkollege Marc Hessel, der damals in der DTM die Startnummer 1 fuhr - und mir den Roller aktuell direkt abkaufen möchte. Das letzte Bild stammt von https://tourenwagen-classics.com/ und zeigt den DTM M3 von Marc Hessel, gefahren Mitte/Ende der 80er Jahre. by Britalian Collection
    89 points
  5. Was ergeben 3 zersägte PX Rahmen + 1 Bajaj Rahmen + ein paar Motorradteile + ein WR 360 Motor von Husqvarna? Einen Haufen Arbeit und viel Spaß! Voller Stolz präsentiere ich hier Ten Inch Terror! Nach 5 Jahren Bauzeit mit einigen Unterbrechungen ist sie jetzt soweit, dass ich ihr die Kinderkrankheiten austreiben kann. Vor 1 1/2 Jahren war noch nicht mal klar, dass dieses Projekt überhaupt umsetzbar ist. Motor Husqvarna WR 360 55 PS, 45 Nm Drehmoment Das Handschuhfach ist als Tank ausgelegt und fasst 14 Liter Die Scheibenbremse vorn auf Sprintgabel ist eine Weiterentwicklung meiner Bremse auf der Stray Bullet. Anstatt eines Spreichenrades habe ich hier ein Alu-Scheibenrad gebaut, welches der Centerline Felge nachempfunden ist. Flipheck aus Blech, mit 8 Schrauben befestigt. Liegender Stoßdämpfer, über Umlenkung angesteuert. Der Lenker ist leicht gedropped, Elektrik und Instrumentierung kommen von Motogadget. Geschaltet wird über einen elektrischen Powershifter ohne Kupplung. Damit das Bordnetz mit der zusätzlichen Belastung umgehen kann, wurde ein Vollwellenregler installiert, die Lima umgelötet und die Elektrik auf komplett DC umgestellt. Statt einer H4 Birne wird jetzt ein LED Chip von Adjure verwendet, der nur knapp 2/3 des Stroms einer H4 Leuchte verbraucht. Die Sitzbank ist im Eigenbau entstanden und von meinem Lieblingssattler Alex Rothe bezogen worden. http://www.weitgehendgar.de/ , der Auspuff ist von Pipedesign. Die Fahrleistungen sind abartig! Mir zittern immer noch die Finger wenn ich so tue, als ob ich jetzt mal so richtig Vollgas gebe. denn so richtig Vollgas habe ich mich immer noch nicht getraut... Edit: In der Zwischenzeit habe ich mal so richtig am Kabel gezogen. Mit zittrigen Finger behaupte ich weiterhin, dass die Fahrleistungen abartig sind. Wenn man will, fährt sie aber genauso handzahm wie eine PX 200. matthias dahl photographie In der Zwischenzeit gibt es erstes Update: Die ürsprünglich angedachte Positionierung des Federbeins ergab eine ungünstige Geometrie mit einer daraus resultierenden Knickbelastung auf das Federbein, welches in der Folge dann gebrochen ist. Die provisorische Lösung ein modifiziertes BGM Federbein einzubauen, erwies sich als so gute Wahl, dass es jetzt dauerhaft drin bleibt. Die Custombike hat die Karre gefeatured. Das dürfte wohl der erste Roller sein, der es in dieses Magazin geschafft hat. Ein Feature in der Itlienischen Chop and Roll Ein Feature in der Französischen Kustom Es gibt ein weiteres Update. Ziel ist es dem Motor ein wenig mehr Overrev zu geben. In der originalen Auslegung lässt sich ein Wohnwagen damit die Kasseler Berge hochziehen - vor Reso. Allerdings mit dem Nachteil, dass der Motor in direkt gegen die Wand dreht. Dazu wird der Zylinder angehoben und die recht moderaten Steuerzeiten verschärft. Ich habe einen neuen Ansaugstutzen gebaut und den 35er PWK, gegen einen 38er PWM und die originale Membran gegen eine V Force getauscht. Best Custom Scooter Scooterst meltdown 2016 Bei aller Liebe 360ccm und nur max 44 Ps am Rad sind zu wenig. Canonized hat mir einen schönen Auspuff und Overrev eine Brennraumkalotte entworfen. Dazu eine frei programmierbare Zündung von Ignitech und das Elend begann. Der Auspuff ist gut 250 mm länger als der Alte und hat einen deutlich größeren Belly, Das neue Heck welches ohnehin gerade im Bau war, musste also mit abnehmbaren Hauben ausgestattet werden. Da ein Teil der Steifigkeit über die angeschweißten Hauben erreicht werden , war das keine gute Nachricht. Die Batteriezündung erforderte einen höheren Kraftaufwand beim Ankicken sodass sich die Kickerwelle verdrehte, jeder Alukicker sofort die Verzahnung verlor und das Starten eine anstrengende Geschichte wurde. Weil man nicht hungern soll, ohne zu frieren. passt der Auspuff trotz 2 cm Verbreiterung der Hauben nicht unter selbige. Die Haube muss also weiter umgearbeitet werden. Mittlerweile ist die Karre wieder auf der Straße, der 38er Keihin ist gegen einen 40er Smart Carb getauscht worden und die Karre schiebt bösartig nach vorn. Go—to—jail—scooter! Es sind jetzt 53 PS am Rad mit 45 Nm herausgekommen, man mag enttäuscht feststellen, dass dies ja gerade mal BFA Niveau ist, dabei sind aber die Standfestigkeit und die 6 Gänge zu berücksichtigen. Das neue Heck ist deutlich steifer, hat endlich ein kleines Fach für Ölflasche und Werkzeug und die Hauben sind jetzt abnehmbar. Die Alukante an der Hutze muss allerdings nochmal überarbeitet werden.
    83 points
  6. 1971er schweizer DL mit aktuell 175er, Jockey-Drop, LTH+ anti dive Scheibenbremse, PM Auspuff mit altem nos Carbon/Kevlar Dämpfer. Sitzbank und Ersatzradcover dem Thema angepasst. Gravur by Adi Clark, Gold von QualityChrome. Rund um 20 Motorsportgrößen haben auf der Kiste unterschrieben - zuletzt über den Winter 2018/19 Jody Scheckter und Toni Mang und 2019/20 noch Troy Corser, sowie Klaus Ludwig. Zum Glück sind Sir Jack Brabham, Sir Stirling Moss und Niki Lauda bis dato die Einzigen, die signiert und mittlerweile den Weg in den Himmel der Legenden angetreten haben. by Britalian Collection
    62 points
  7. Zur Historie: Vor einem halben Jahrhundert übergab die gescheiterte Geschäftsleitung der Innocenti Werke in Mailand aufgrund der notwendig gewordenen Werksschließung im Jahre 1971 jeweils zwei Motorroller an die sieben großen lokalen Flughäfen Italiens. Die immer wieder neu zusammengestückelten Roller waren bis dahin im weitläufigen Firmengelände am Lambrate unterwegs zwischen Pforte, Disposition und Kantine. Zum Tag der Schließung waren die vierzehn 'Mädchen für alles' dann überflüssig geworden. Die ´motor scooter´ basierten auf der damals längst nicht mehr aktuellen Li125/150-Baureihe und wurden für den geplanten Einsatzweck als Lotsenfahrzeuge noch mit den durchzugstarken Motoren der zuletzt produzierten DL200 electronic ausgestattet. Die Flughäfen von Genua, Milano, Rom, Venedig, Neapel samt Palermo bekamen die Lambrettaroller weiß lackiert ausgeliefert, bestückt mit schwarzgelb lackierten Seitendeckeln, wie schon zuvor die Zweitserie in schwarzweiß beworben worden war. Frühe Hoffnungen, dass es sich um ehem. gelbe Deckel der TV175 handeln könnte, bestätigten sich aufgrund ihrer Ausführung nicht. Ergänzend zeigten die insgesamt nur 14 vergebenen Exemplare dann * die Tachos bis 100 km/h * die Seitendeckel der Special/SX (Details s.o.) * Handschuhfächer aus grauem oder schwarzem Plastik der letzten DL200-Baureihe u. größere Benzintanks. * sog. Securitgriffe mit Abrutschsicherung an den Enden – gerade gut für die schnellen Regenfahrten auf dem Flugfeld * eine rutschhemmende Fußmatte, * größere sog. Pegasus-Sitzbank für die bis zu drei Personen (Variante "CREW") bzw. alternativ * Einzelsitz, große Träger und Boxen (Variante "Flight Recorder & FIRST AID") * Trittbrettverbreiterungen * Gabel- u. Scheinwerferschoner, * kontrastreichere Sicherheitskantenschutze aus zweifarbigem Gummi * großformatigere Sicherheitsrückleuchte * grobe Dauerläuferreifen der Cargo-Gitterwagen (für Gepäck und sperrige Güter zum Flieger) * und Teillackierungen, sowie Ersatzradabdeckungen/Koffer mit den Farben bzw. Emblemen der verschiedenen Airlines, die vornehmlich auf den jeweiligen Flugplätzen ihre südeuropäischen Hauptanlaufstellen hatten. Die Fotos zeigen eine der zwei weißen SEGUIMI-Lambrettas (engl. FOLLOW ME) vom Aeroporto Milano / Pan American Airlines in der zuvor beschriebenen Variante "Flugschreiber & Erste Hilfe", ausgestattet mit Transportmöglichkeiten für den Flightrecorder und Erstehilfe-Kästen der Jets. Der Roller konnte Mitte der 80er Jahre zusammen mit einem weiteren heruntergekommenen Exemplar (Aeroporto di Napoli) für ein Nasenwasser aus den mittlerweile beinahe leeren Hallen von G. Borletti herausgelöst werden - galt dennoch seither als unverkäuflich. Das beschriebene Fahrzeug ist seit heute (1. April 2021) nun im Besitz des Luftfahrtmuseums des Flughafens Reutlingen in Süddeutschland und wird fortan für publikumswirksame Sonderfahrten genutzt. Techn. Notiz: Die ehem. originale Bremse wurde beim hier gezeigten Exemplar unlängst gegen eine neuere Scheibenbremse mit Stoßdämpfern ausgetauscht. Motorisch hatte ich den Motor noch leicht überarbeitet mit · 60/116er SIP Performance Primatist-Welle vom Onkel im · T5Rainer-ported Stage IV 200ccm Zylinder mit · 30er Mugello Kolben, · LTH Mumu, · 28er Mikuni und · V3 bgm Box. So sollten wenigstens standhafte 15 PS anliegen. Alles andere am Roller entspricht zu 100% dem Lieferzustand aus 1971.
    59 points
  8. Prüfstandslauf: Der Erste Lauf war ganz schön ernüchternd. 20 PS.... ohhhh shit... Da hab ich mir schon gedacht... ob das noch was wird?! Irgendwie wollte die Kiste überhaupt nicht drehen und kam mal so gar nicht auf Touren. Dank AFR Wert Sonde war aber schnell klar das der Motor Ultra Fett gelaufen ist. Den 38er Mikuni Vergaser hatte ich vom BFA306 übernommen, da hätte ich eigentlich gedacht das es von der Bedüsung her einigermaßen passen sollte. Ich musste aber ein sehr großen schritt magerer Bedüsen. Und dann lief die Kiste endlich vernünftig und drehte auch ordentlich aus. (AFR dann zum schluß bei 12,3) Die Läufe die ich zum Schluss gemacht habe gingen bis über 10‘500 U/min. Das ist für diesen riesigen Kolben schon ordentlich. Für Dauerbetrieb wäre das schon ein bisschen zu viel des guten. Der Motor läuft aber sehr ruhig, auch in den oberen Drehzahlen. Also alle meine Andren Motoren Vibrieren da deutlich mehr. Liegt wahrscheinlich auch zum einen an dem BFA Motor selbst. Aber der Vibriert echt sehr wenig Ich hatte jetzt einen Wuchtfacktor von 40% Nur im Stand schüttelt der Roller ganz schön. Leider ist mir vom Zylinder dann auch der Wasseranschluß weggeplatzt. Irgendwass musste ja kommen.... aber solange es nicht schlimmer war... das ging ja noch... Bei den Drehzahlen und der großen Fläche ist die Reibungsenergie dann schon recht ordentlich. Das hat sich ganz schön aufgeheitzt. Wegen dem kleinen Defekt konnte ich dann leider nicht mehr allzuviel Läufe machen. Viel wäre da aber eh nicht mehr drin gewesen denk ich. Soweit war ich ja aber auch ganz zufrieden mit dem Ergebnis. Klar.... hätte mehr sein können und wir sind soweiso schon so Leistungsverwöhnt. 60 PS ist mitlerweile ja schon schon nix besonderes mehr und die 53 PS von hier von mir sind da ja mal total Langweilig... .....und das für den Aufriss... und blablabla.... Da wird es jetzt viele geben die das madig machen wollen. Ist mir aber egal. Mir ging es auch eher um das Gebastel und einfach darum das es möglich ist und soweit auch gehalten hat. Und zumindest hat er mehr Leistung und mehr Drehmoment wie der BFA 306ccm An den angestrebten 60PS / 50Nm bin ich aber nicht ganz hin gekommen. Nun gut, mit einem andren Auspuff wäre das sich mal überhaupt kein Problem. Und der Kolben und Zylinder ist, wie ja schon gesagt, alles andre als neuwertig. hier dann nochmal im Vergelich mit dem BFA306ccm mit dem selben Setup: Leistung nur 5 PS mehr: Drehmoment nur 1 Nm mehr: Jetzt wird es wahrscheinlich viele geben die sagen: „Was…. Nur 53 PS, das schaff ich ja mit einem 250ccm auch….“ Aber man muss sich mal das Drehmoment anschauen über das ganze Band…. Und das find ich persönlich schon beeindruckend. 35Nm bei 4000 U/min und dann haltet er die 35 Nm bis 9500 U/min. Das sind 8Nm mehr wie der BFA bei 4000 U/min. Also jeder der Vespa fährt und adiert sich jetzt mal bei 4000 U/min 8 Nm dazu.... das schiebt schon ordenlich mehr. Jetzt könnte man mal einen Resoauspuff drauf machen der mal richtig Druck macht…. (Angst) Naja, evtl. Test ich da mal was…. Aber für’s erste bin ich mal durch hier. Jetzt brauch ich einen Rahmen wo ich die Wasserspielerein vernünftig unterbekomme. Projekt für nächsten Winter….. oder doch früher… ?!?! Video vom Prüftandlauf ist noch in arbeit.
    59 points
  9. Nachdem ich vorgestern schon mein Entsetzen hier kurz kundgetan habe noch ein paar persönliche Worte. In diesem Jahr musste ich bereits 4 liebgewonnene Arbeitskollegen zu Grabe tragen. Das ist schon schlimm genug. Das GSF ist neben der Schrauberei meine zweite Heimat. Alleine durch meinen Beruf halte ich mich emotional eigentlich für ziemlich abgebrüht und nicht leicht ins Wanken zu bringen. Das ist seit zwei Tagen jetzt anders. Du warst lieber Rainer irgendwie mein Vorbild und in meinen Augen das unerschütterliche Fundament im Forum. Ich hatte das Gefühl, du warst an 365 Tagen im Jahr 24 Stunden in 7 Tagen rundum online nur um uns allen zu helfen. Nachdem barni als Elektroguru hier nicht mehr zur Verfügung stand warst du der Einzige der mir das für mich unerklärliche Rätsel der Rollerelektrik bilderbuchmäßig begreiflich machen konnte. Dank deiner Geduld und deiner immer in Großbuchstaben geschriebenen KLICK konnte ich immer eine Lösung meiner Probleme finden. Du warst auch immer sehr um Schadensbegrenzung des Forums bemüht. Im Sommer hattest du mir noch um 2 Uhr Nachts eine PN geschrieben weil ich ein eventuell urheberrechtlich geschütztes Bild gepostet habe. Ich sollte das Bild lieber löschen und stattdessen einen Link setzen da das Forum dadurch Schaden nehmen könnte. Das hast du wie immer in in einem sehr höflichen Ton gesagt. Besonders stolz bin ich gewesen, dass ich dir noch vor wenigen Tagen mit Teilen helfen konnte wofür du dich mehrfach bedankt hast. Deine Anrede mit Holla Jogi in den PN der letzten 12 Jahre fand ich immer sehr lustig. Umso unbegreiflicher ist es das du einfach von einen Tag auf dem anderen nie mehr hier live sein wirst. Für die Nachwelt hast du alleine durch deine tausende Beiträge hier jedoch ein riesen Erbe hinterlassen wovon viele noch jahrelang profitieren können. Was soll ich sagen...die letzten 2 Tage habe ich viel geweint um dich. Das ist nicht nur geschrieben, auch jetzt laufen mir die Tränen, ich heule Rotz und Wasser wofür ich mich keinesfalls schäme. Ich vermisse dich unendlich und wünsche dir alles Liebe und Gute auf deiner letzten Reise. Wenn die Zeit gekommen ist fahren wir beide oben zusammen eine schöne Runde...du auf deiner Lambretta...ich mit meiner Vespa. Machs gut Rainer! Holla Jogi
    59 points
  10. Mahlzeit, habe nun auch mal wieder was vorzustellen (mein letztes Projekt ist schon 10 Jahre her), aber vorab für die die es lesen möchten die Historie des Fahrzeuges: PX 80 E Lusso elestart: Baujahr 1986 Ist in meinen Besitz gekommen (ca. 12tkm) 1989/1990 vom Händler aus 1 Hand für 2050DM (Von den Eltern gesponsert, weil noch 16Jahre jung) War damals mit Boxen im Handschuhfach, Krügersitzbank, Bügeln etc. ausgestattet Bin dann erst mal 3Jahre die 80’er gefahren. Mit 40‘000km hatte ich dann vom lokalen Rollerdealer (kennt noch jemanden Scooter Ville in Moers ?) ein Angebot bekommen den Motor gegen einen 200’er Block (km unbekannt vermutlich 10‘000km) 10PS aber mit 12PS Zylinder gegen 550DM Aufpreis zu tauschen). Getan und eintragen lassen und seit 1993 nun als 200’er Fahrer unterwegs: Die nächsten 5 Jahre hat das Gefährt weitere 40-50‘000km bekommen „Problemlos“ Dann erster Job und Umzug vom Niederrhein nach München: Nach 70‘000km mit diesem Motor erster Klemmer und dann mit 75‘000km nenn Ersatzzylinder eingebaut (original 12PS). Einmal die Lenkstange getauscht, weil mich jemand übersehen hatte aber der Rahmen hatte zum Glück nichts abbekommen. (Von der Versicherung des Verursachers aber die Kohle für die Wiederbeschaffung bekommen) Seit 2002 wieder in der Region und deutlich weniger gefahren. Ziel waren es die 100‘000 Tacho zu knacken ohne den Motor zu öffnen. Vor 3.5 Jahre war dann Schluss. Lief kaum noch, Siri Kulu defekt: Bis Dato hat das Chassis ca. 125-135tkm gesehen (kann ich aber nur noch grob nachvollziehen weil diverse Tachos verschlissen). 40‘000km mit dem 80’er Motor. Der 200’er Motor müsste so 100‘000km gelaufen sein. 16 Jahre stand das Ding nur draußen wurde aber regelmäßig bewegt. Frage was tun: Verkaufen und wenn’s gut läuft 1500€ einstreichen und ein paar mal schön essen gehen? Habe dann mal mit dem Auseinanderbauen angefangen und mich dann entschieden, den bau ich mal als Winterroller wieder auf. Das aber so gut wie alles ausgelutscht war kann man sich ja vorstellen, aber hinterher ist man ja immer klüger. Ideen wie ne Scheibenbremse und MY Tacho etc. einzubauen habe ich dann verworfen. Sollte nun doch ner 86’er recht nahe kommen, aber in erster Linie mir gefallen. Also folgenden Stilbruch habe ich jedoch begangen: Farbe: Original Vespa Giallo Texas 935 gab es nie für die PX sondern für die Rally 200 (Beste Entscheidung ever, hat so nen leichten Senf stich und ich bin Begeistert) Alle Löcher für Typenschilder; Nase verschweisst: Würde Schilder, falls diese montiert werden sollten, nun mit Karosserieschaumgummiband kleben) Rücklicht: Ist von der MY aber nur weil das Original am Gummi immer den Lack aufreibt Sitzbankbezug war Original nicht mehr zu bekommen aber gute Alternative gefunden Spiegel: Reproteil: Ansonsten alles Original Piaggio oder bei Lagern, etc. hochwertige Ware aus dem Maschinenbau. So hier ein paar Bilder und Details Habe im Mai 2016 mit dem Auseinanderbauen angefangen Anschließend den Rahmen zum Strahlen geschickt, sah anfänglich eigentlich gar nicht so schlimm aus Also doch mehr Löcher als erwartet. Der Betrieb wollte erst gar nicht weiter machen, habe aber das i.O. fürs Schweißen gegeben Verzinnen habe ich dann wieder selber gemacht In der Zwischenzeit erst mal den Motor gemacht. Habe ihn erst mal von außen Glasperlengestrahlt Das Gleiche auch mit allen weiteren Gussteilen die zum Teil schon gut angefressen waren. Anschließend mit einer chromfreien Vorbehandlung für die Ewigkeit versiegelt Motor dann aufgemacht und da war alles ziemlich ausgelutscht, also große Revision Alles zusammen gebaut. Lüftradabdeckung and Vergaserwannendeckel habe ich vor 20 Jahren selber verchromt Da Dann alle kleineren Eisenteile gestrahlt und anschließend autophoretisch beschichtet. Da waren auch Dinger bei die eher was für die Tonne waren (Sitzbank) Irgendwann mal einen Lackierer gefunden, der den Auftrag für einen guten Kurs übernommen hat Kleiner Nachtrag zur Konservierung: Hohlräume mit Hohlraumfluid großzügigst geflutet. Unterboden mit Steinschlagschutz "Weiß" beschichtet. Material härtet aus, reißt nicht und kann überlackiert werden. Habe ich aber so gelassen, weil passt ganz gut mit dem Gelb. Soweit nicht tragend, alle Anbauteile mit VA Schrauben befestigt, diese aber wegen möglicher Kontakkorrosion mit Nylonscheiben vom Chassis galvanisch getrennt. Zusammenbauen macht ja wieder Spass Die Liebe zum Detail darf auch nicht fehlen Irgendwann war alles da wo es hingehört und die erste Ausfahrt am 05.10.2019 konnte beginnen So schließt sich dann der Kreis Die Kosten Teile für den Motor: 450€ Strahlen Schweißen : 440€ Lack: 700€ Viele Neuteile: 720€ Arbeitsstunden: Unbezahlbar Summe: 2310€
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  11. Hallo Hier auf dem kurzen Weg ein paar Fotos von der guten alten Rollershop einige von euch werden sie wohl noch gut an dieses scharfe Fotomodel der Firma Rollershop erinnern . Sie wurde um 1986 von Angelo Zirri gebaut und ging dann 1989 in den Besitz der Firma Rollershop über wo sie dort zwecks Fotoshooting diese Farbe bekam. Sie wurde von uns unter vorhanden sein damaligen Bildmaterials im vergangenen Jahr restauriert.
    58 points
  12. Um mal etwas anderes zu fahren, was nicht zuviel Geld kostet habe ich mich mal an den Umbau eines Hexagon gewagt. Die Dinger sind zur Zeit echt billig zu schnappen und mit kleinem Aufwand sind die Motoren recht flott zu kriegen. Außerdem haben sie vieles, was einen Roller ausmacht: Zehn Zoll Fahrwerk, Zweitaktmotor, einseitige Radaufhängung v/h. Weiteres Plus sind ein brauchbares Fahrwerk mit Scheibenbremse vorn, 130/70 Reifen hinten und eine Zündanlage mit kräftiger Lichtmaschine.Vieles, was ich für eine PX teuer dazu kaufen muss ist also schon mit dabei. Nach Entfernung der Karosserie, Aufräumen der Elektrik,Verschraubung eines Rahmenoberrohres mit Mopedtank und Entfernung anderer überflüssiger Teile sieht das dann schon ganz gut aus (mit Strassenzulassung natürlich) . Mit einer Tieferlegung von 55/80 mm v/h (mittels Federbein SKR verkürzt vorne und gekürzter Gabel sowie Federbein SKR hinten) liegt der Apparat eine gewisse Portion näher am Asphalt. Bei Fragen helfe ich gerne....
    54 points
  13. 26ps bei 8300 24nm bei 7800 (Motor bei Betriebstemperatur von 100-110°) Kein mogeln mit Lüfter abmachen oder sonstigen Hokus Pokus, das wird so bei jedem +/- 1ps & 1nm mit Superbanane Sport herauskommen, es wurde kein Fräßer am originalen v50 Gehäuse und Egig170 Zylinder verwendet. einfach reinstecken... Setup vom Motor: Piaggio v50 Gehäuse, Junfräulich Egig170 65mm , 126°-185° , Qk 1,30 Egig170 Welle 51x115 (ca40%) Original 4 Gang 27-69 Egig one finger clutch Egig Kupplungskorb Egig Schaltklaue Vmc Zündung 24° Alu - Guss- Lüfter phbh30: HD150 (Polini) , ND50, X2 , AS266 8 Klappen Membrane (kein VForce) Hier der Grund, warum nur 99% p&p , die Finne/Lippe des Polrades muss auf 2-3mm höhe abgesägt oder abgeschliffen werden, Bei Sip Evo Block sind wir bei 100% p&p Der Membrankasten mit (Wfoece) der 8 Klappen Membrane , ist im den Membrankasten eingelassen, es können aber auch andere verwendet werden, auch wenn die Leistung sinken wird. Eine Tassi vforce3 cr80 hatte satte 1-1,5Ps weniger auf das fast kompette DZ Band Lochstich 52x56 Maße des Membrankasten innen 52x54mm Geplante Preiße, ohne Gewehr: Zylinderkit 279€ Ansaugstutzen direkt mit Wforce Membrane 139€ Kurbelwelle, gewuchtet 379€
    53 points
  14. Ich möchte Euch am Aufbau meiner PX 80 aus 79, die ich am 22.12.2008 meinem Sohn zur Geburt geschenkt habe, teilhaben lassen. Bei Fragen gerne melden Roller für ungefähr 135,- Euro in Hamburg gekauft. Ursprungszustand. 135er D.R. war verbaut. Zog einem nur die Arme lang, wenn einem einer hinten drauf gefahren ist Sandgestrahlt - keine Rostnester Schweissarbeiten (selbst gemacht) Passt´s zusammen...? Karosseriearbeiten, Lackiervorbereitung habe ich einem Profi überlassen. Mit Füllern, Spachteln und Grundieren stehe ich auf Kriegsfuß - es wird sowieso nichts, wenn man es nicht gelernt hat. Es wurden alle werksseitigen Löcher verschlossen und nach Bedarf neu gebohrt. Teile fertig für den Lackierer Saubere Arbeit (bedingt eine saubere Vorarbeit..) Das Ergebnis - so sah der Deichgraf zwischen 2009 und 2015 aus. Technische Daten unten. Noch vom Ursprungszustand übrig waren: Karosse, Lenkstange, Lenker, Hauptständer, Tank, Rest neu oder modifiziert Keine Blinkerkontrolleuchte nötig Eingetragen (mit Adapterplatte) Vespa PX 80, BJ 79, EZ 80, 2. Hand. Kilometerstand unbekannt. Lack Nimbusgrau Perleffekt (Audi), LZ7X Karosserie: PX mit eingeschweisster Sprint Blechkaskade, VBB Kotflügel, Hauben ohne Blinker, Sicke glatt (nur Blech und Zinn), Edelstahl Trittleisten. Sitzbank: Corsa mit selbstgenähtem Echtlederbezug Details zum Motor gibt es hier: http://www.germanscooterforum.de/topic/300219-aufbau-malossi-sport-drehmomentmotor-2014/ Bremse: hinten Serie, vorne Scheibe vollhydraulisch (Gabel 5cm gekürzt mit 2cm gekürztem PK-Sebac-Dämpfer) Elektrik: Eigenbau-Kabelbaum mit Lusso-Technik, keine Batterie Sonstiges: Zündschloss neben Benzinhahn, SIP Tacho inkl. Drehzahlmesser, beledertes Staufach im Reserverad Lenkerendenblinker auf Innenrohren, drehen nicht mit (Spiegel natürlich auch nicht) .-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-. In 2015 und Anfang 2016 hat die graue Vespa einen umfangreichen Refresher erhalten. Wie im parallelen Motoraufbautopic nachzulesen ist hat der "Raketenantrieb" mittlerweile fast 30 PS, was nunmehr massive Eingriffe in Fahrwerk und Rahmen erforderte. Einmal, damit das Ganze besser und sicherer fährt - und damit es leiser wird. Weiterhin gefielen mir einige Details schon länge nicht mehr, die Blinker, das Rücklicht, die Sitzbank. Über die Jahre wurde sowieso schon viel am Rahmen verändert. Zum Beispiel die "Delle" für große Vergaser. Oder der Verlust der Batteriehalterung - zu Gunsten eines Edelstahl "Curly"-Auspuffes. Und natürlich die verschiedenen Testphasen der Rahmenansaugung. Für eine grade Ansaugführung wird, nach Versuchen mit einem flexiblen Rohr... ... ein starres eingeschweisst. Der Tank und der Bereich unter dem Tank werden komplett gedämmt. In dem Zuge bedarf es neuer Ansaugeinlässe - denn es soll ja Luft rein und kein Schall raus... Zwei große Bohrungen hinter dem Tank und ein Einlass mit einem eingeschweißten Rohr neben dem Benzinhahnhebel sorgen für Frischluft. Natürlich werden alle nicht mehr (oder nicht mehr an der Stelle) benötigten Löcher verschlossen und das Ganze vor dem Neulack schön gemacht. Die Elektrik wandert komplett in den Rahmen, inklusive Zündbox. Übrigens- wer vorher einmal mehr anpasst wird hinterher nicht verzweifeln. Hier ist beispielweise die Vergaserstellung noch nicht passend. Da ich eigentlich von jeh her alles Chromgedöns an der dunkelgrauen Kiste gehasst habe wird jetzt alles gepulvert, was nicht niet- und nagelfest ist. Zum Beispiel die sauteuren Pascoli-Fussleisten. Einiges wurde nicht gepulvert sondern in mühevoller Kleinarbeit lackiert. Es kommt auch beim Rücklicht das Schweissgerät zum Einsatz. Damit das LED-Rücklicht einen passenden "Rahmen" hat. Die schönen aber eben auch monströsen Lenkerendenblinker von Hella werden durch die kleinsten für vorne und hinten zugelassenen LED-Motorradblinker der Welt ersetzt Was den Rahmen angeht wird zu guter Letzt eine - im wahrsten Sinne - massive Änderung kommen. Eine Strebe. Man möge mir den Frevel verzeihen, aber der kleine Deichgraf ist sowieso schon längst ein Retro-Racer. Dann natürlich die Frage nach der Farbe. Grau? Heller? Speedblocks? Schriftzüge? Pin Stripes? Nein, die Farbe bleibt, und extrovertiert genug ist die Kiste mittlerweile auch. Es werden dezente "Deichgraf"-Schriftzüge von einer schwarzen Line vom Lenker bis hinter die Seitenhauben lackiert. Die geplotteten Buchstaben dienen dabei als Schablone - denn Aufkleber kommen nicht auf die Kiste... Dafür wird der Teil, der später schwarz sein soll lackiert, die Buchstaben und das Konturband aufgebracht und dies beides nach der Dusche wieder entfernt. Zunächst wurden die "schwierigen" Stellen, wie Lufteinlässe, gebrusht. Dann kam der Basislack Und dann das Konturband und die geplotteten Buchstaben ab Arbeitsschritte am Beinschild Nun folgt der Klarlack - das macht aber ein Profi. Als Erstes gleich mal die Details kontrollieren... Alles gut. Dann gehts mit den Details los, Zapfen der Sitzbank ist versetzt worden Vernieten der Fussleisten Elektrik kommt komplett in den Rahmen. Inklusive Zündbox. Spannungsregler ist gummigelagert montiert, zwischen Rahmen und Regler verbleibt ein Spalt zur Kühlung Hier der Stromlaufplan. Licht vorne über Wechselstrom, Blinkerrelais, Rücklicht, Bremslicht über Gleichstrom mittels KOSO Spannungswandler. Hupe über originalen Gleichrichter (mit Kondensatoren). Blinker montiert - drehen sich nicht mit Sitzbank - Bezug in Eigenregie Inspiration... ... und hydraulisch angeboben. Vorteil: Begrenzung des Öffnungswinkel wegen der Strebe. Weiter ginge sie dann eh nicht auf. Und wenn man schon am Nähen ist und den Durchstieg eh nicht mehr zum Durchsteigen nutzen kann.. Werkzeugtaschen. Und Öl Hier die Details der Rahmenansaugung. Alle originalen Löcher wurden verschlossen und neu gesetzt. Das gebogene Rohr wurde eingeschweißt, jetzt fließt die Ansaugluft kerzengrade in den Vegaser, sie ist kälter als die durch den Motor erhitzte Luft unter der Seitenhaube und sie ist beruhigt. In der "Airbox" wird der Schall ermordet, die Dämmmatten stammen aus dem Automobilbereich. Luft kommt durch das originale Ansaugloch links, die beiden Öffnungen hinter dem Tank... ...und das eingeschweißte Rohr neben dem Benzinhahnhebel. Übrigens ist durch die Verlegung der Zündbox in den Rahmen eine Bedienbarkeit der Kytronik von außen ohne Abnehmen der Seitenhaube gegeben. Sitzbank hoch, Klick-klick, andere Kurve. Sie ist dadurch also nicht nur spritzwassergeschützt verbaut sondern gibt einem die Möglichkeit, vor oder während jeder Fahrt die Zündeinstellung zu verändern. Scheibenbremse hinten - Bau der Adapterplatte für den Hydraulikzylinder Durch den Auspuffhalter ist kein Platz für den Halter der Drehmomentabtützung. Also muss eine andere Lösung her. Anschweißen einer Halterung an die Halterung.. Stahlflexleitung kann mit dem Motor federn. Auspuff mit Lambdasondenanschluss - für einfache Vergaserabstimmung mit Breitbandlambdasonde Der Deichgraf ist fertig. Eintragungen: Motor, Zylinder inkl. Langhub, Auspuff, Vergaser, Scheibenbremse vorne inkl. Handbremszylinder, Scheibenbremse hinten inkl. Fussbremszylinder, Rahmenstrebe, Fahrwerk, Lenkerendenblinker ______________________________ Bilder in mittlerer Auflösung _________________________________________________________________________________________________ Im Winter 19/20 hat der Deichgraf einen passend(er)en Lenker bekommen: einen gedropten VNB Lenker mit Aufnahme für den Handbremszylinder. Der Umbau ist dann doch wieder deutlich aufwändiger gewesen als vorher gedacht, vom Hupenknopf bis zur Blackbox des SIP-Tachos (die jetzt nicht mehr in den Kopf passt). Es musste ein völlig neuer Kabelbaum gebaut werden. Die Lichtschaltereinheit habe ich umgebaut, der eigentliche Schalter für Stadt-, Abblend- und Fernlicht entfiel und der Hupenknopf wurde zum Schließer. Der eigenliche Licht-Ein-Aus-Knopf schaltet jetzt Abblend- oder Fernlicht. Es laufen also nach wie vor Rück- und Bremslicht sowie Blinkerrelais über Gleichstrom, Licht vorne über Wechselstrom und Hupe über den Lusso Gleichrichter. Der ganze Kram sitzt auf der Tunnelabdeckung.
    53 points
  15. Hier meine deutsche V5A1T mit M200- BFA288-Programm: M200  Setup: 07/2021: Motor-Update: -BFA 288 Zylinderkit -BFA 288 Motorgehäuse -BFA 288 Kurbelwelle (60/120) -BFA 288 Auspuff (Update auf doppelwandige FalkR BFA288-Anlage in den nächsten Tagen) -BFA 4-Gang-Getriebe mit 2.23er BFA-Primär -BFA 5-Scheibenkupplung mit Viereck-Poligon -Smartcarb SC2 40 (A-Q03 - 105 Clicks) -Vape Race mit Egig Performance High flow-Lüfter -3.50er Pelle hinten auf SIP-Schlauchlosfelge -Kurven folgen wenn Auspuffanlagen getestet werden Mit ein paar kleineren Tricks wird auch der Seitendeckel wieder passen. Das wird aber Winterarbeit. -M200 Kit (bearbeitet von Zerstörer Ü30) -Powerracer-Kopf mit O-Ring -60/116er Kingwelle -38er Smartcarb -FalkR M200 Touring doppelwandig VA -Benelli RedBull -King 5S-Kupplung -Vape -BGM SC/16 Fahrwerk v+h -PK-Gabel gekürzt und verdreht -Stahlfix-Scheibenbremse für geschlossene 4-Loch-Felge mit AF-Parts-Bremssattelaufnahme, Stage6-Bremsscheibe und Stage6 Radial-Bremssattel -90/90-10er Heidenau-Pellen -SS-Replika-Sitzbank -M&R Ersatzradhalter -MRP Öldosenhalter -Alles Relevante eingetragen
    52 points
  16. #24 DuPont Racer Lambretta trifft auf Kawasaki. Style auf Zuverlässigkeit und die 2T Welt kollidiert mit 4 Takten. Ausgangsbasis ist ein Lambretta LI3 Rahmen, der mit dem Rahmen einer Kawasaki GPZ500S veredelt wurde. Um alles unter die Verkleidungen zu bekommen musste das Rahmenheck der Lambretta um 4 cm verbreitert und um 13 cm verlängert werden. Die originale GPZ Schwinge wurde entsprechend gekürzt. Die Hauben werden nun mit Aerocatch Verschlüssen aus dem Automobil Rennsport gehalten. Ein Vespa Handschuhfach wurde angepasst, als Tank umgebaut und mit einem Newton Tankdeckel versehen. Von Motogadget kam alles rein, was sie so im Programm haben und irgendwie Sinn ergibt. Die Bremse vorn ist von Casa Performance, hinten ist eine Nabe der Honda CB400 verbaut. Die Benzinversorgung wird mit einer Hardi Pumpe, welche vorn unter dem Kotflügel montiert ist, sichergestellt. Der Kühler liegt noch deutlich zu tief und wird wegen mangelnder Bodenfreiheit nochmals überarbeitet. Die Kühlwasserverschlauchung wurde mit Stahlflexschlauchen und AN Verschraubungen realisiert. Die Schaltung erfolgt über ein Powershifter von Translogic, dabei wird die Kupplung nur zum Anfahren benötigt. Als Vorlage für die Lackierung diente die #24 aus der Nascar /Winston Cup Rennserie. Update Ein Feature in der ScooterNova #9
    51 points
  17. Nachdem sich über die Jahre einiges an Zeugs und Projekten angesammelt hat das eigentlich recht interessant ist, aber in den meisten Fällen den Weg ins Forum nicht gefunden hat, sei es aus rennsporttechnischen Gründen (damals voll geheim und so) oder weil es sich einfach nicht ergeben hat, dachte ich mir, ich stelle jeden Tag ein Foto ein und schreibe ein paar Zeilen dazu. Ich versuche einigermaßen chronologisch vorzugehen und die dicksten und aktuellsten Brocken gibts zum Schluß. Leider ist alles vor 2005 aktuell verschollen, ich versuche aber noch mindestens ein Foto vom SF Motor mit 201ccm aufzutreiben (~2001/2002?). Und weil heute schon der 4. ist gibts gleich 4 Fotos auf einmal. Viel Spaß!
    50 points
  18. Ich muss leider sagen: @KingOfBurnout und @zerstörer ü30 ihr beiden seid die Hauptgründe, warum mir das Gsf zu blöd wird. Ihr motzt völlig unqualifizierten Blödsinn zusammen und diskreditiert die Arbeit Anderer. Und das nicht nur im speziellen hier, sondern immer und überall. Ihr seid wie ein schwules Ehepaar, dass sich gegenseitig die Pimmel am Zeug des Anderen reibt und euch gegenseitig geil macht. Ich denke, JEDER der hier noch aktiv ist hat verstanden, dass eure Bodenseewellen voll gut sind und alles andere Müll ist. Außer Falc. Das ist auch ok. Und jetzt nehmt ihr behinderten Holzköppe euch etwas zurück. Ihr geht mir einfach NUR auf den Sack. Wenns hierfür Urlaub gibt nehme ich das gerne in Kauf. Ich werde jedenfalls keine Kingwelle mehr kaufen. Da fahr ich lieber Mazzu.
    49 points
  19. Rally 200 Originallack Sonnengelb 908 deutsche Ausführung 1977 Aufbereitet und technisch optimiert.
    48 points
  20. 24. 3/3 GTM 72x60 3/3 80+ Ein paar Detailoptimierungen später wurden Anfang März 2019 die 80 PS zum ersten Mal überschritten. Im Vergleich zum auch nicht gerade langsamen DEA ist das Teil eine ganz andere Liga, aber damit am Kabel zu ziehen macht einen Heidenspaß! Hier die Kurve im Vergleich zu den 75 PS vom Anfang Ich bedanke mich für das Interesse, hoffe, euch hat's gefallen und ihr baut euch jetzt alle einen kleinen gertax, und wünsche euch und euren Lieben ein frohes Fest! .... und für morgen habe ich noch als kleinen Bonus ein aller aller letztes sehr oldschooliges Goodie
    48 points
  21. Hallo Ich möchte euch zwei der original Rollershop Vespen vorstellen... Die Schwarze stammt vom 87er und die Rote vom 89/90er Katalog.... Beide stehe nun seit über fast 30 Jahren wieder nebeneinander.
    47 points
  22. 47 points
  23. Weil das CT keine weiteren Metastasen aufgedeckt hat...
    46 points
  24. Da Ihr ja eh alle brav wart, ist es Zeit für eine vorgezogene Bescherung. VMC ist mit dem Crono ein ganz großer Wurf gelungen. @egigBitte klopf dem Konstrukteur bei Gelegenheit mal auf die Schulter. Eine Viertelstunde klopfen sollte wohl reichen. Ich wünsche euch allen und euren Familien ein schönes Weihnachstfest. Bleibt gesund! Moritz
    46 points
  25. fertig! (naja fast fertig.... fehlen noch die dämpfer vorne)
    46 points
  26. Der Sommer kommt bald. Zeit sich langsam aber sicher schon mal für die kommende Grillsaison vorzubereiten. Ich hatte dieses Jahr keine Lust einfach nur den billigen Baumarkt-Dreibeingrill wieder aus dem Schuppen zu holen und habe mich entschieden meinen alten PX-Backen ein neues Leben zu schenken. Hier mal ne Anregung was man aus seinen alten PX Backen, nem bissel Edelstahl und einiger Freizeit schickes bauen kann. Habt ihr auch nen Vespagrill oder andere gute Ideen um dem Lieblingsroller ein zweites Leben zu schenken?
    46 points
  27. the little red rocket ;) aprilia rs 125 zylinder 57x54,auf pk motor mit adapterplatten konstruktion 38er pwk programierbare auslassteuerung, s&s proto auspuff cosa gabel, radialbremse die kühler sind spezialanfertigungen für einen Messestand die nochmal umgebaut wurden ich hab mir den Roller über die letzten jahre aufgebaut , jedes jahr ein bisschen aufgerüstet so hab ich mich langsam vom beinschild cut mit 20 ps polini , über einen 60ér wforce und dem cosagabel umbau, langsam an die aktuelle form heran getastet Die DBM Streetracer Klasse hat die Karre dieses Jahr übrigens auch gewonnen ;)
    45 points
  28. Bis auf paar Kleinigkeiten endlich fertig!
    45 points
  29. 44 points
  30. Ich würde sagen DER finale Step für Schaltroller - Einzylindermotoren Die ersten Zylinder sind schon bei den, nennen wir es mal, etwas Verrückteren unter uns angekommen und die Testphase beginnt in kürze. Tech Daten: - Passend für BFA306 Motorblock und dessen Kurbelwelle mit Pleuel oder das Killercase für Lambretta von MMW - 90mm Bohrung - 64 mm Hub - 30° Vorauslass (sinkt bei mehr Hub) - Steuerzeiten 122° bis 130°, diese können anhand der mitgelieferten Spacern belibig eingestellt werden. - Zylinderkopf, 10 fach verschraubt nach wahl 10,5:1 / 11,5:1 / 12,5:1 bei einer QK von 1,3 - Auslassbreite am HA 70% - Auslassbreite gesamt 100% - Krümmer d. 52mm - Überströmer breite am Zylinferfuß 132mm - Zylinderhemd d 105mm , 25mm lang - 90mm Wössner Kolben speziell zum Zylinder für 18mm Kobo mit stolzen 500g - Laufspiel 13/100 - Dekompressionsbohrung 4mm - Beschichtung by Monardy- Italy - dein Penis wird sofort 5cm länger Der selbe Zylinder ist aktuell mit Direkteinlass für SF Motoren in arbeit, desshalb steht im Topictitel , Blockgesaugt
    44 points
  31. Seit der Premiere des BFA 306 hatte ich den sehnlichen Wunsch diesen Motor zu besitzen. Als mir dann noch eine Bajaj mit Sprintheck und passenden Papieren über den Weg lief sind die ohnehin schon unterspülten Dämme gebrochen. Der Motor musste her! Ich wollte auf jeden Fall das Handschuhfach als Tank auslegen, das hält das Vorderrad gut auf dem Boden und den Rahmenholm von innen verstärken. Dazu habei das Beinschild / Bodenblech entfernt um die Verstärkungen einzusetzen. Dabei habe ich gleich Edelstahlhydraulikleitung als Benzinleitung eingesetzt und ein 25mm Alurohr für die Züge verschellt. Früher als sonst habe ich mir über die Farbe Gedanken gemacht und wie immer war es eine schwere Geburt. Den Ausschlag gab ein Bekannter, der mir ein Bild eines Englischen Gran Turismo Rennwagen zeigte. Nun finde mal den Farbton raus… Glücklicherweise behalten die in UK zugelassenen Fahrzeuge ihr Leben lang ihr Kennzeichen und so lernte ich das 2VEV der legendäre Aston Martin DB4 Zagato von Jim Clark war. Mit etwas mehr Recherche gelang es mir den Farbton herauszufinden und somit war der Name und das Thema klar. Weil zu einem klassischem GT eben auch Alu gehört, bin ich komplett größenwahnsinnig geworden und habe Handschuhfachtank, Zusatztank, Sitzbank und Trittleisten aus Alu gebaut. Vorn wollte ich unbedingt die Polini Evolution Felge fahren. Weil sie durch die Pfeilung der Speichen laufrichtungsgebunden ist und ich wirklich keine ET2 Gabel wollte, habe ich ein Sprintgabel gespiegelt und mit meiner Eigenbaubremse, die an der Terror und der Stray Bullet super funzt kombiniert. Der Bajajlenker ist gedropped und auf einen Kurzgasgriff konnte ich trotz festgeklemmter Bremspumpe verzichten. Wegen des Motors musste ich die Hauben um 2 cm verbreitern und so schied ein 130er Reifen aus. Hinten ist jetzt ein 110er auf einer Sip 11 Zoll Felge montiert. Der Tank ist jetzt Handschuhfach und darunter befinden sich Spritpumpe, Elektrik und der Controller der Zündung Der Motor ist nur zusammengesteckt und hat als einzige Abweichung eine Italkit Membran und eine frei programmierbare Overrev-Ignitech Zündung. Das reicht für 57PS mit 47Nm Drehmoment. Die Kickerwelle hat sich schon gleich zu Beginn verdreht, als die Zündung noch mit 20 Grad vor OT beim Starten funkte. das konnte die Welle nicht ab und mein Sprunggelenk hat sich auch bedankt. Die Welle fliegt bei der nächsten Motorrevision raus. Dann ist auch gleich der PX Klarglasscheinwerfer dran. Der passt da auch nicht ins Bild. Am Ende war der Name 2VEV dann doch irgendwie zu sperrig und so ist es Gaydon geworden – der Stammsitz von Aston Martin.
    43 points
  32. Liebe Vespa Gemeinde , ich möchte euch mit diesem Beitrag den Umbau meiner Vespa VBA 150 Bj. 1959 vorstellen . Die Vespa habe im Jahr 2013 als "Bastlerobjekt" gekauft und gleich den Ü-Lack entfernt und einen PX Motor mit 139er Malossi auf Membran eingebaut . Mit den soliden 13 PS bin ich ganze 2,5 Jahre gefahren. Irgendwann war mir der Zustand des Karossiere zu kritisch , der Motor zu schwach auf der Brust und das Fahrwerk zu gefährlich . Aus diesen Gründen und dem Traum mit meiner Vespa durch Italien zu fahren ,entschied ich mich meine Vespa komplett zu zerlegen und neu aufzubauen. Gesagt , getan : Schließlich habe ich den Rahmen sandstrahlen lassen und die defekten Bleche ausgeschnitten : Nach der Entfernung des Beinschildes und Trittblechs habe ich den Tunnel nochmals sandstrahlen lassen und ein paar Blecharbeiten vorgenommen . Anschließen habe ich ein neues verzinktes Beinschild und eine neue Kaskade mit einem Punktschweißgerät fachmännisch anschweißen lassen . Danach konnte der Rahmen und alles dazugehörigen Teile wie der Lenker und die neuen Seitenhauben zum Lackierer nach Montabaur ins Spot Repair Center . Er ist meiner Meinung nach DIE Adresse um seinen Blechroller fachmännisch und elegant lackieren zu lassen . Der Chef ist selbst ein langjähriger Vespa Fahrer , weiß um die kritischen Stellen geht mit Spachtel sehr sparsam um und ist ein sehr guter Freund von mir . Mit ihm habe ich geplant am 19 Juli 2016 für 10 Tage nach Italien zu fahren . Das Datum der nachfolgenden Bilder war der 15.April 2016 ...... es blieb also nicht viel Zeit :D Währenddessen habe ich mich dem Motor gewidmet : Ich habe mich im Hinblick auf die bevorstehende Italien Tour für einen Drehmoment orientierten Motoraufbau entschieden : Neu gekauft habe ich daher : -PX 200 Pinasco Master Motorgehäuse -60 mm Langhub Drehschieber Rennkurbelwelle mit verschweißtem Hubzapfen -Malossi 210 Sport Zylinder -PX 200 Lusso Getriebe mit kurzem 4. Gang -Mikuni TMX 30 mm Vergaser ( Powerjet inanktiv) -BGM Superstrong Kupplung mit 23 Zähnen -Elestart Lüfterrad abgedreht -SIP Road Auspuff / Selfmade Auspuff by Truls - Ansaugstutzen selfmade by Truls Die Überströmer habe ich angepasst , die Kurbelwellen Steuerzeiten angehoben , die Zylinder Steuerzeiten habe ich beibehalten . Als alles angepasst war , ging das Gehäuse , die gekürzte PK Gabel und die kleinen Anbauteile ebenfalls zum Lackierer . Dann habe ich mich an den Kotflügel rangemacht . Ich wollte die Aussparung für den Stoßdämpfer nicht schweißen , sonder dengeln . Es war verdammt viel Arbeit , aber es hat sich wie immer gelohnt : Danach ging auch dieser nach Montabaur . Die Teile waren fertig lackiert und es waren nurnoch wenige Tage bis zum Start der Italien Reise . Die Devise lautete : NACHTSCHICHT ! Zum Glück habe ich Freunde , die mir am Tage , nach dem Feierabend bis tief in die Nacht halfen , meine Vespa zu montieren . Hiermit nochmal ein dickes Dankeschön an euch ! Am Morgen der Abreise um 6:30 wurde ich fertig . Der Italien Urlaub konnte kommen .... Das sind die ersten Bilder von meiner Vespa im neuen Zustand : Ich bin noch nicht 100 Prozent fertig ( neue Sitzbank etc ) aber auf jeden Fall sehr zufrieden und stolz auf mein Projekt . Ohne meine Freunde wäre ich wahrscheinlich immernoch am Schrauben und verzweifeln .... Ich danke euch ! Gefällt sie euch ?
    43 points
  33. Nach ihrer ersten Saison und zwei Kolben möchte ich meine Dreckfräse hier festhalten. Den Namen hat sie sich verdient beim Scooter Dive 2012, wo ich trotz mehrfacher Erinnerung ohne Crossreifen aufgetaucht bin und mangelnde Traktion einfach durch Irrsinn wettmachen mußte. Wir haben zwei Chrashs hinter uns, einen harten Einschlag nach Highsider wegen Reifenplatzer auf der A44 Höhe Brand und einen Abschuß durch Kleinwagen mit Fahrerflucht auf der niederländischen Bahn von Rotterdamm nach Hause... glaube hinter Eindhoven. Haben uns waidwund nach Hause geschleppt und ziemlich viel Autschn gehabt. Das verbindet. Okay, genug Gefühlsdusselei, die harten Fakten: 60mm Radstandsverlängerung durch Motorversatz, Vegabeinschild 30mm verlängert und verschweißt, Steuerrohr 35mm gekürzt und 45mm im Rahmen noch oben versetzt, Gabel SKR mit 22mm tieferem Lagersitz sowie 35mm Kürzung unten, Schwinge verdreht für Spurtreue bei 3.50er hinten und 3.00er vorne, Eigenbau Lenker aus Restmüll SKR/XL2, Kack- äh Kotflügel Restmüll Energy. Sitzbank Eigenbau aus V50 Koti und Multiplex. Fußbremse nach hinten versetzt, Spoiler Restmüll PK Rahmen (oberes Rahmenstück abgetrennt), Einzug/Zweizugconversion Wippe im Spoiler, für schnellen Motortypwechsel. Gab am Anfang zwei Neuteile an dem Stuhl: AJP Bremsgeber und GS Kolben. Ich habe es nicht so mit O Lack. Bitte brechen sie jetzt.
    43 points
  34. Ahoi, bin nach gut 6 Wochen und 9000 KM wieder in Hamburg angekommen! Ein kleiner Reisebericht meiner letzten Tour. Es sollte Anfangs eine reine Küstentour werden, die Strecke wurde aber abhängig vom Wetter noch spontan geändert. Wo soll ich anfangen, habe extrem viel erlebt und bin nur netten und hilfsbereiten Menschen begegnet. Hier erstmal die Stationen / grobe Route: Hamburg Gent Le Havre Concarneau (Bretagne) La Rochelle Mimizan-Plage Biarritz San Sebastian Burgos Porto Aveiro (Motorschaden..) Lissabon Cabo da Roca…..westlichster Punkt Europas… Faro Jerez de la Frontera Cadiz Tarifa…..südlichster Punkt Europas… Almeria Denia Barcelona Narbonne Montpellier – Rückreise: Montelimar, Freiburg, Kassel – Hamburg Was so alles passierte…. Erster Tag bis Gent, amtliche Strecke um 600 km, wollte schnell weg vom schlechten Wetter… Zweiter Tag, da in Nordfrankreich die Raffinerien bestreikt wurden musste noch ein zweiter Reservekanister her, hatte nur zwei Liter dabei. Gebraucht habe ich Ihn zum Glück nicht, obwohl tatsächlich einige Tankstellen kein Sprit hatten. Normandie: Am dritten Tag bereits in Concarneau/Bretagne angekommen, hier erstmal 9 Tage Urlaub mit kleinen Tagestouren. Port Manec´h - Bretagne: Quimper - Bretagne: Guérande - Bretagne: Weiter gings nach La Rochelle, anschließend Richtung Biarritz. Auf der Fähre in Royan noch ein jungen Holländer kennengelernt, er war auf dem Weg zum Wheels & Wave Treffen in Biarritz. Sind bis Mimizan die Strecke zusammen gefahren. La Rochelle: Magnetic Scooter Shop - La Rochelle: Arcachon - Dune du Pilat: Biarritz: Den Holländer traf ich dann in San Sebastian beim Wheels & Wave – Flat Track Rennen wieder, sowie unverhofft ein Kumpel aus Hamburg. Waren ganz schicke CafeRacer dabei. Wheels & Wave - San Sebastian Hippodrome: Die spanische Nordküste habe ich aufgrund schlechter Wettervorhersagen leider weggelassen, also von San Sebastian über Burgos direkt nach Porto. Dort angekommen meinte der coole Typ vom Guesthouse, der Roller wäre draußen nicht sicher – es war denn seine Idee die Vespa einige (ziemlich hohe) Stufen ins Haus zu tragen…… zwei Familien aus Litauen welche grad ankamen staunten nicht schlecht und packten direkt mit an. Die Karre dann übers edle Parkett quer durch den Frühstücksraum in den Hof geschoben…. Porto: Endlich geht was kaputt….. Obwohl am Motor vor der Abfahrt alle Lager, Sirris, Kolbenringe usw. erneuert wurden, hat sich kurz hinter Porto das Kuwe Nadellager verabschiedet nach 4000km, dadurch natürlich auch die komplette ZGP zerstört. Der Abschlepper brachte mich dann zur nächsten Piaggio Werkstatt nach Aveiro. Den Vorschlag, ich bräuchte nur Teile und ob ich nicht bei Ihnen selber schrauben könne wurde natürlich abgelehnt. Da Samstag abend war ließ ich den Roller erstmal dort stehen, ADAC zahlte ja das Hotel…. Meine Hoffnung war evtl. Vespafahrer im Ort zu treffen, das passierte auch, halbe Stunde später saß ich mit André, Tony und Rikardo im Cafe. Am Montag dann mit Tony die Vespa beim Händler abgeholt, mit einem Transporter von einem Typen den er selbst kaum kannte, einfach mal umsonst verliehen. Dann bei Ihm in der Garage den Motor raus, noch zweimal gut 80km in den nächsten Ort gefahren und Teile besorgt. Eine neue Ersatz ZGP sowie alles an Werkzeug hatte ich dabei, aber Kugellager leider nicht…. Unglaublich was dieser nette Kerl alles für mich getan hat, einfach mal komplette drei Tage investiert, überall hingefahren, abgeholt worden, Essen gehn usw. Beim zusammenbauen noch festgestellt das im Auspuff alle Bleche lose waren, schepperte ganz gut. Aveiro: Tony´s Garage.... Probefahrt...sie fährt wieder! Dann gings endlich weiter nach Lissabon, kaum angekommen - eine SMS von Maximo - ein Kumpel von meinem Retter Tony aus Aveiro. Ich wurde bereits angekündigt und mir wurden gut drei Übernachtungsmöglichkeiten bei Vespafahrern aus Lissabon angeboten, unglaublich was hier ablief! Konnte dann bei Mauro und seiner Freundin übernachten, was für liebe und herzliche Menschen, eigenes Zimmer + Bad!! Am Abend noch mit einem Dutzend Portugiesen feiern gewesen. Hatte gut vier schöne Tage in dieser tollen Stadt, dann sollte es weiter gehen. Lissabon: Sintra (nähe Lissabon) Cabo da Roca: Über Faro, Jerez de la Frontera, Cadiz und Conil ging es dann endlich nach Tarifa. Südlichster Punkt Europas mit der Vespa war das Hauptziel, und tatsächlich erreicht! Cadiz: Cape Trafalgar: Tarifa.... Wie bereits erwähnt war im Auspuff einiges lose, da die Freundin einer Freundin in der Nähe von Tarifa wohnte, ließ ich mir dorthin einige Teile schicken. Konnte auch direkt vor Ort schrauben... Leider machte der Gaser seit einiger Zeit stress, vermutlich Schwimmerstand zu hoch, ließ sich irgendwie nicht beheben, lief untenrum zu fett, stottert, viertakten usw. – egal, ab 85 km/h lief sie super…. Da ja lang nix passiert war, hab ich mich noch im Kreisverkehr hingelegt….die sind hier spiegelglatt, wie polierter Beton?? Zum Glück außer kleiner Schürfwunden nix passiert, Roller war nicht beladen. Von Tarifa aus weiter Richtung Barcelona, leider hat sich kurz hinter Gibralter die Verzahnung vom Kickstarter verabschiedet, die nächsten drei Tage war anschieben angesagt. Die Strecke war leider nicht so schön, überwiegend Touribunker, und hässliche Gewächshäuser. Nächster Übernachtungsort war Denia, hier habe ich noch ein Schlosser und ein deutschen Rollerschrauber (lebt hier schon ewig) kennengelernt. Denia: Endlich, Barcelona - was für eine tolle Stadt und den Kickstarter gabs dort auch noch! Sagrada Família - Barcelona Casa Batllo - Barcelona Park Güell - Barcelona Platja de Garbet, Costa Brava: Dann weiter in die Nähe von Narbonne, dort ein Kumpel besucht. Nach einem halben Tag gebastel am Vergaser hatte ich irgendwie genug vom rollerfahren, zumal die Karre mit Membran alles andere als leise ist. Also entschied ich mich ab Montpellier nach Hause zu fahren, eigentlich wollte ich noch weiter entlang der Cote a´Azur (kannte ich eh schon von der Alpentour 2014) und dann Genua, Venedig – von dort aus über Meran, Österreich (Großglockner), Salzburg zurück. … oder sogar noch weiter über Triest nach Dubrovnik……also die Anfangs erwähnte Küstentour… Aber da ich wirklich mehr als genug gesehen und erlebt habe, war die Entscheidung richtig Rückreise, Schwarzwaldhochstraße, wollte ich vor 2 Jahren schon fahren... . Wetter: Von 9000 KM nur ca. 20 KM im Regen gefahren (Hinfahrt in Belgien, Rückfahrt in D, kurz in Nordfrankreich) Ansonsten bis auf 5 bewölkte (trockene..) Tage, hatte ich jeden Tag nur Sonne!! Unglaublich. Roller: Motovespa, Malossi Sport 221, Pinasco Langhub, Tassinari Membran, 28er PWK, Pipedesign S-Box II ab Tarifa dann BGM BigBox……. Dies ist leider nur ein Teil meiner Erlebnisse, ich glaube es wäre zu viel Text hier gut 46 Tage detailliert zu beschreiben, sorry. Fazit: Unglaubliche Tour, war eher ein Abenteuer als Urlaub….kommt mir grad alles noch wie ein Traum vor….. Aber es gab natürlich auch Tage wo ich mich gefragt habe - was mache ich hier eigentlich? Aufgrund diverser Pannen kam schonmal der Gedanke abzubrechen, aber das gehört wohl dazu. Das mit dem Wetter war einfach unfassbar, zumal meine beide letzten Touren auch nur sonnig waren! Bei der nächsten Tour also noch Kickstarter, Ersatz-Vergaser und alle Lager mitnehmen…. Schön Sonntag noch…. Kreisverkehr ist für alle da.....
    42 points
  35. Hallo zusammen, ich möchte euch hier meinen persönlichen Rollertraum vorstellen. Eine Vespa GL, das meiste im O-Lack. 200er Motor mit 244er Quattrini, 30er TMX auf Drehschieber und Sip Performance 1. Vorne bremst eine PK Gabel mit Sip Sattel und Polini Road Scheibe. Ich fahre damit seit letztem Jahr sehr glücklich durch die Gegend und auch längere Touren damit. Motor, Fahrwerk und die gesamte Erscheinung - nach echt viel Arbeit ist nun alles so wie ich mir das vorgestellt habe. Feine Technik, dezente Optik, viel Liebe im Detail. Das alles im alten Rahmen mit Leistung und Tourentauglichkeit, war das Ziel. Viele Grüße
    41 points
  36. Hi hab mal wieder ein Winterprojekt für 2017/2018 fertiggestellt. Basis war eine 150 Sprint Veloce in der seltenen Farbe Verde Ascot .nach jahrelanger Suche endlich in bella Italia gefunden. Sehr guter Olack,direkt aus Italien aus 1.Hd gekauft. Roller wurde kplt zerlegt und mit Owatrol und Elaskonwachs versiegelt und von Grund auf revidiert. Garniert wurde die hübsche mit einer Scheibenbremsengabel,Sip Bremssattel,Wave Scheibe und BGM Dämpfer,LML Klassik Trommel........ Zur Verstärkung wurde an der HA ein YSS Dämpfer,verstellbar Serie 302 verbaut. Damit die Dame auch auf der Tour Spass macht wurde auf einem NEUEN Original Piaggio PX200 Gehäuse ein Tourenmotor wie folgt aufgebaut 221 Alu Polini,GS Kolben, Tameni 60mm LH Welle mit speziell geänderten Steuerzeiten,Polini BOX,SI26,24/63 BGM XL-Lang,BGM Kupplung,Orig Elestart Lüra auf 1700gr abgedreht.etc Der Motor wurde ausschliesslich mit Neuteilen aufgebaut,kplt.Neu bereift mit DYNAMISCH ausgewuchteten Räder zur Verbesserung der Laufruhemit Heidenau K80......Ready für die nächste Italientour 2018 Alle umbauten wurden so verbaut,dass eine Rückrüstung in den O-Zustand jederzeit möglich ist.......
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  37. Vespa Safari : 30.05.2012 – 18.08.2012 * 3491 km* Die Planung für diese Tour stand schon bei den 2011er Vespa World Days erstmalig im Raum, bzw. stand fest, daß wir zu den Vespa World Days 2012 nach London wollten. Das hatte man erst mal lange im Hinterkopf, und so nach und nach fanden sich andere Mitstreiter, die ebenfalls den Weg nach London auf sich nehmen wollten. Es gab quasi 2 Gruppen, einmal eine Gruppe, die sich offiziell um den VC Münster bildete, und letztendlich Karin, Bene, Michael und meiner einer (Gatti). Währenddessen die VC MS Gruppe im Winter bereits Campinghütten nördlich der London Fields (Hackney) klar machte (dort sollte das Event stattfinden), beschlossen wir anderen vier die Variante, uns in der Queen Mary University für die besagten Tage vom 14-17.06 einzumieten. Die Studis hatten Semesterferien, und so waren die Studentenwohnheime leer. Zum Veranstaltungsgelände wären es nur ca. 2 km gewesen. Also im November die Räume gebucht und bezahlt. Da Michael und mir die direkte Strecke nach London aber zu kurz war, überlegten wir, wie wir die VWDs mit einer Tour durch England verbinden könnten. Also Landkarte raus und mal schauen, wie man so um den Pudding herum sich an London rantastet. Zeitgleich stellte sich heraus, daß Bene wohl doch nicht mitkönne, da er ab dem 01.06 einen neuen Job haben werde, und zwecks Urlaubssperre/Probezeit das nicht machbar sei. Das Zimmer behielten Bene + Karin aber erst mal, da auch ein Kurztrip mit Flieger nicht ganz ausgeschlossen war. Michael und ich saßen also weiterhin vor der Landkarte und die erste Idee war es, über Belgien (Brügge) nach Frankreich zu fahren. Dort Zwischenstops in Paris, Le Mans und weitere Orte in Richtung Fährhafen Roscoff. Von dort sollte es mit einer Fähre nach Südirland gehen, um dann eben durch Irland nach England oder Schottland rüberzusetzen. Mal kurz die Fähre Frankreich-Irland abgecheckt und schnell bemerkt- die fährt nur einmal die Woche - passt von den Tagen gar nicht..., also alles anders planen. So kamen wir auf die Idee, das Ganze andersrum aufzuziehen. Also erst Schottland, dann Irland, dann England zu den VWDs und über Belgien zurück nach Münster. Sah von den Fähren schon mal um einiges entspannter aus, so daß die Planung genauer wurde. Die groben Abschnitte und Orte, zu den wir wollten hatten wir erst mal festgelegt...ob die zeitlich zu bewerkstelligen sind konnte man nicht sagen. Aber wir hatten ja keine Vorgaben und konnten jederzeit die Tour auch vor Ort noch umlegen. Also wurde letztendlich auch nur die Hinfähre, und die Rückfähre gebucht, so daß wir nicht aufgrund etlicher anderer Rollerfahrer eine ausgebuchte Fähre vor uns haben würden. Als Starttermin wurde Mittwoch der 30.05 gewählt, als Heimkehrtag der 18.06, da Michael tags drauf Hochzeitstag hatte und dementsprechend wieder daheim sein wollte. Passte ja auch soweit, da die VWD eben nur bis zum 17.06 gingen. Bevor es aber zur Reise aufging, begannen wir bereits etliche Wochen vorher schon mit den Arbeiten an den Rollern. Als Tourengefährte wurden 2 PX Modelle gewählt. Michael mit seiner Traveller, die er auch schon 2011 in Gjövik (Norwegen) dabei hatte, und ich ebenfalls mit einer Traveller, die ich erst im Frühjahr 1 km entfernt von meiner Haustür günstig erstand. Bevor ich die kaufte, hatte ich ansich eine normale 200er PX alt im Hinterkopf gehabt. Das mir die Traveller über den Weg lief war reiner Zufall. Macht es aber für E-Teile umso einfacher, wenn man 2 Lussos nimmt, und nicht einmal PX alt und einmal Lusso. Kurz etwas zu der Vespa Traveller. Es handelt sich dabei um eine normale PX Lusso, welche 85/86 als Sondermodell für den deutschen Markt hergestellt wurde. Angeblich auch nur ein halbes Jahr gebaut. Die Traveller zeichnet sich durch einen Rundumschutz an Sturzbügeln und Gepäckträgern aus. Also Kotflügelbügel, Beinschildbügel, die mit dem vorderen Gepäckträger verschraubt sind, Backenbügel und eben einem breiten hinteren Gepäckträger. Die Teile waren ockerbraun, ebenso wie die Lenkkopfabdeckung und Reserveradabdeckung und Spritzschutz. Die Grundfarbe der Karosserieteile war gelb. Die Farbkombi nannte Piaggio damals Safari, so daß neben dem Begriff Traveller sich auch der Name Safari für dieses Sondermodell durchsetzte. Meine Safari wurde 86 erstmalig zugelassen, währenddessen Michaels 2 Jahre beim Händler erst rumstand, um dann 88 erstmalig offiziell die Strasse zu sehen. Die eigenartige Optik, die man heut vielfalls nett und amüsant findet, war damals eben kein Hauptgewinn. Wie also erwähnt erwarb ich auch so eine Safari und schnell stand fest, daß diese dann ebenfalls mein Mobil für die Reise werden würde. 2 Traveller in freier Wildbahn sind schon eine absolute Seltenheit. Der Ausgangszustand meiner PX war nicht schlecht, aber auch nicht perfekt. Sie hatte keinen nennenswerten Rost, was soweit schon ganz gut war. Der Lack war matt, der Motor lief unrund, und der Vorbesitzer geizte nicht mit Hammerschlaggold, sobald ein Steinschlag entstand. So wurde meine Kiste komplett zerlegt. Neben der optischen Aufarbeitung und Freilegung des Originallacks, wurde natürlich auch die Mechanik zerlegt und soweit defekt oder verschlissen erneuert. Bei Michael wurde es ebenso gemacht. Der Motor lief zwar, wurde aber vorab , seitdem er ihn hatte nicht zerlegt. Um also auch dort sicher zu gehen, wurde auch diese Mechanik soweit überholt und ebenso wie bei mir auch optisch das Poliertuch geschwungen. Da wir beide bei der Tour mit Navi fahren und dieses auf dem Gepäckfach montieren wollten, ...andererseits aber nicht das originale Gepäckfach mit Bohrlöchern verhunzen wollten, wurden 2 Opferfächer passend lackiert. Ebenso wurde es mit dem hinteren Gepäckträger gemacht, den wir verstärkten und wie den originalen ockerfarben lackierten. Beide Safaris hatten noch die originale, zweifarbige Sitzbank in ocker und gelb..., diese wollten wir aber ebenfalls nicht nehmen, da sie einfach nicht bequem ist auf langen Reisen. Des Sitzkomforts und der Optik wegen entschieden wir uns für 2 hellbraune Ancilottinachbauten. Preis-Leistung scheinte zu stimmen. Während meine Bank extrem hart vom Schaumstoff war, war Michaels dagegen recht weich. Da ich andererseits auch mehr wiege, paßte das soweit auch erst mal. Beide Roller waren irgendwann dann auch mal soweit technisch fertig, so daß wir relativ kurz vor der Tour die ersten wirklichen Probefahrten unternehmen konnten. Als Gepäckstück entschieden wir uns für eine praktische Alu-Zarges Box. Die ist stabil, abschließbar, groß und eben aus Alu...relativ leicht also. Um die Boxen diebstahlsicher zu montieren und auch mal schnell abzunehmen, kauften wir von Hepco & Becker ein Schloßsystem, welches allerdings auch erst noch von uns angepaßt werden mußte. So hatten wir also kurz vor Abreise die Boxen auf den Rollern und unternahmen, mit Wasserflaschen vollgepackt die ersten Probefahrten durch das heimatliche Münsterland. Man sah keine Schwachstellen und so wurden die Roller letztendlich fertig für die Reise gepackt. Start der Tour: Mittwoch der 30. Mai: Treffpunkt bei Michael zur entspannten Uhrzeit von 9 Uhr morgens. Wir hatten die Fähre Ijmuiden - Newcastle gebucht, also Niederlande-England. Abfahrtszeit der Fähre war gegen 17 Uhr, gegen 16 Uhr wollten wir da sein. Alles recht entspannt also. Als Verabschiedungskommitte kamen dann auch noch Bene und Karin vorbei. Als Galionsfigur brachte Bene noch Uter mit, welcher fortan dann vorne am Bug meiner Safari den wohl besten Ausblick der Tour haben würde. Bei Michael war es Kermit, der diese Aufgabe übernahm und freundlich winkend jedem entgegen sah. Der Km-Stand meiner Traveller zeigte 5272 km beim Start (hatte mehr runter-aber der Tacho wurde mal erneuert). Da Bene erst 2 Tage später seinen neuen Job anfangen würde, fuhr er ein sehr langes Stück zusammen mit uns. Ein sehr netter Support. Erst weit in den Niederlanden verabschiedete es sich und Michael und ich fuhren bei strahlendem Sonnenschein nun alleine weiter Richtung niederländischer Küste. Absolut zeitig und mit einem Kilometerstand von 5556 km erreichten wir die Fähre. Vor Ort dann großes Erstaunen, wie viele Motorradfahrer damit fahren wollten....es waren schätzungsweise an die 70. Von der alten Harley und Indian aus den 20s ebenso, wie häßliche Eierschalen aus Fernost. Auf der Fähre dann die Kabine mit Meerblick bezogen , da die Fahrt die ganze Nacht dauern würde, und wir erst Donnerstag morgens in Newcastle anlegen würden. Also hieß es erstmals den Dampfer zu erkunden. Vom üblichen Dutyfree-shop über die verschiedenen Cafes zu den hier und da verteilten Außenplattformen. Die Preise sind natürlich gesalzen..., viel Konkurrenz gibt es ja nicht. Aber wenn man schaut, kann man dennoch sparen. Oben auf dem Sonnendeck kostete mal ne Cola eben 4 Euro, währenddessen unten, quasi schon fast unterm Schiff, wo es ein kleines Kino gab die Cola eisgekühlt aus dem Automaten für 1,50 Taler zu haben war... . Kino haben wir uns dann auch gegönnt....viel stand nicht zur Auswahl, so daß es Warhorse wurde...., für Pferdeliebhaber, die Wendy lesen ggf ganz nett, wir schliefen aber quasi schon ein. Also danach dann ab in die Koje, um morgens dann wieder frisch geduscht für England gewappnet zu sein. Donnerstag der 31. Mai: Start bei km 5556 . Dusche ist hier das passende Stichwort, nämlich so sah der Himmel ebenfalls aus. Also schnell die Regenklamotten rausgekramt und die Roller losgegurtet- wir mußten die Kisten nämlich selbst verzurren... Vorher noch von Bord die mitschwimmenden Delfine betrachtet...schon cool. Halbwegs dem Wetter gewappnet verließen wir linksfahrend das Boot um erst mal nach Newcastle reinzufahren. Dort Frühtsück in einem netten kleinen Laden und erste Lagebesprechung, welchen Weg man nehmen wollte. Wir hatten uns vorab schon einige ADAC Karten besorgt, und entschieden uns die keinsten dort eingezeichneten Wege zu nehmen. Da nördlich von Newcastle der Northumberland National Park liegt war eine Strecke durch eben diesen geplant. Die grobe Richtung Edinburgh, welche wir an diesem Tag erreichen wollten gab den Weg quasi vor. Navis also mit allerlei kleinen Orten gefüttert, Autobahnen verbieten programmiert und ab die Maus.... . Das Wetter war noch naß, wurde aber weniger, um dann nach einiger Zeit wenigstens von oben trocken zu bleiben. Die Strassen durch den Nationalpark, aber auch die anderen waren schon super. Rauf-runter, rechts,links...Blind Summits...,also nicht einsehbare Erhöhungen sorgten immer wieder für Achterbahnfeeling pur. Je nördlicher wir kamen, und um so einsamer die Ortschaften wurde, um so interessanter wurde es . Die ersten Straßenblockaden in Form von weißen Wollknäulen..also Schafen tauchten auf. Damit verbunden die Cattlegrids...Gitterroste in den Strassen, so daß die Schafe einer Herde nicht rüber zum anderen Schafbesitzer gehen konnten. Die Schafe mögen übrigends nicht den Sound eines Sip Road..., das Knattern beim Gaswegnehmen hatte gewisse Ähnlichkeit mit Gewehrsalven, so das die Viecher recht schnell reisaus nahmen. Dort mußte man aber auch Aufpassen. Oft war Mutterschaf Gwendolyn auf der einen Seite, und Kinderschaf Jeremy Pacal auf der anderen Straßenseite...., hier sprang dann schon mal das eine Schaf doch noch mal über die Strasse. Aber man paßte einfach auf, und so ging es dann auch recht problemlos. Die Strassen wurden immer lieblicher und kleiner..., mal umgab uns Wald, mal wieder die kargen Wiesen mit den typischen Steinmauern. In einem kleinen Wäldchen dann ein Hinweis zu einem Teahouse..., das Wetter war zwar trocken, aber nach der Fähre und den ersten Stunden Fahrt eine nette Abwechslung. Dem Hinweisschild folgend fanden wir uns dann in einer urigen Ansammlung von einigen Häusern wieder. Das Wort Ort , so wie wir es kennen kann man in Schottland nicht wirklich so wahr nehmen...., oft sind es eben nur ne Handvoll Häuser, die in die Landschaft geworfen wurden. Wir also ganz britisch schön Tee und Gepäck, in klassischer Atmosphäre mit weichem Teppich und Yorkshire Terrier, der mich direkt als Spielgefährten annahm, genossen. Gestärkt durch so viel britische Gastfreundlichkeit ging es weiter. Irgendwann dann das erwartete Schild, daß wir England verlassen und nun schottische Strassen unter den 10 Zoll Reifen haben werden. Wir markierten unser Revier...., und fuhren voller Tatendrang weiter gen Norden. Völlig fasziniert von der schon hier vorhanden wunderschönen Landschaft merkten wir schnell, daß Edinburgh an diesem Tag nicht zu machen sei. War ja auch nicht schlimm, da wir ja selbst bestimmen konnten wo wir blieben. Hatten nix vorgebucht und da auch Zelten nicht geplant war, suchten wir nach einem heftigen Schauer schnell nach einem Bed & Breakfast. In dem verschlafenen Ort Traquair , so 40 Meilen von Edinburgh entfernt, wurden wir dann bei einer netten älteren Lady fündig. Schon hier sei zu erwähnen, daß wir uns fast immer wie Riesen vorkamen..., dieser 1,40 Zwerg war nicht der Letzte. Das Zimmer war ein Doppelzimmer mit Einzelbetten....britisch dekoriert mit kitschigen Rosenmotiven hier und da. Noch schnell die nassen Sachen aufgehangen...., und nach dem Schauer nochmals in das nächste Kaff gefahren um im örtlichen Pub Lasagne + Pommes + Erbsen zu bestellen. Eigenartige Zusammenstellung, kam später aber öfter vor. Auch sei hier schon zu erwähnen, daß man außer bei Mäcces kaum gute Fritten bekommt. Quasi roh und heiß die Dinger...aber egal...der Hunger treibst rein. Der km-Stand am Abend: 5790. Freitag 01.Juni: Das erste richtige Frühstück. Die nette Lady fragte denn was wir so haben möchten. Full scottisch, oder continental . Natüüürlich nahmen wir full scottisch, was quasi full british, full welsh, oder auch full irish heissen könnte…jede Landstrich nannte es anders…. . Also schön black Pudding, Bacon, Beans, Scramble Eggs, Toast + Jam/Marmelade . Die ebenfalls am Tisch sitzenden Wanderer aus England hatten ihren Spass, als der Tellerinhalt weniger, und unsere Bäuche größer wurden... –Merken...nächstes mal Continental.... . Von Traquair dann also bei strahlendem Sonnenschein auf die Mopeten und wieder über die kleinsten Strassen gen Edinburgh. Schon auf dem Weg merkte ich ein leichtes Schwankes des Hecks..., so daß ich von einem schleichenden Plattfuß ausging. E-Schlauch hatte ich zwar, aber hab mir dann noch mal in E-burgh bei Hein Gericke ( sieht man auch in Irland) noch mal Flickzeug geholt.... . Vorher in einem Vorort an der Tanke die ersten Rollerfahrer . 2 Scooterboys aus Schottland, die auf dem Weg zu einem Run waren. Erstes Hallo von unserer Seite....,kleiner Smalltalk..., aber wir merkten, daß die keinen Bock auf uns hatten. Überlegten auch erst mit auf den Run zu fahren..., aber wir wollten weiter...und ließen die beiden alleine ziehen. In Edinburgh dann mit den Rollern die Royal Mile hoch, bis kurz vor das Schloß, wo schon die Aufbauarbeiten für das Edinburgh Tatoo stattfanden (Militärparade im August). Dort dann mal hier und da entlang geschländert...und noch am Parkplatz ein Pläuschchen mit einem LKW Fahrer gehalten, der einfach mehr von uns wissen wollte...., fand die Tour schon recht cool wie er sagte. Als wir ihm dann sagten, daß wir noch nach Inverness an diesem Tag wollten, gab er den Tip, daß es einen Unfall gab...und die Strasse gesperrt sei. Naja dachten wir...Edinburgh und Inverness sind mal knappe 300 km..., bis wir da sind...sollte uns nichts mehr stören. Ich denke mal er dachte wir fahren 150 km/h und nur die Hauptstrasse. Wir also von der schönen Altstadt unterwegs über die Brücke die den Firth of Forth überspannt gen Norden. Erst mal raus aus dem Verkehr mit LKWs und heizenden Autos, bis dann wieder die kleinen Strassen unser Weg nach Norden sein sollte. Zwischendurch den Ersatzreifen genommen, und ein besseres Fahrverhalten stellte sich direkt ein. Es wurde immer schöner, einsamer und uriger..., quasi so, wie man sich Schottland vorstellt. Die Schafe säumten wie so oft den Weg und so kehrten wir nach einiger Zeit in einem kleinen Cafe ein. Wieder von den Einheimischen bestaunt kam ein Maler auf uns zu..., wieder um zu erfahren wo wir denn hin wollen usw. Er schnappte sich unsere ADAC Karte, welche er erst mal als schlecht klassifizierte...sei doch eine bestimmte Strecke gar nicht verzeichnet. Er nannte uns die Wegbeschreibung und auch den Hinweis, daß man von dort den schönsten Überblick über Schottland habe. Mit dem Pint Bier in seiner Hand verabschiedeten wir uns, um uns auf den Weg zu machen, der er nannte. Grob hatten wir ähnliches geplant. Wie erwähnt wollten wir Autobahnen vermeiden..., was aber auf den Weg nach Inverness(Loch Ness) nicht leicht ist. Ok..., dann erst mal so weit wie möglich normal fahren, dann auf die Schnellstrasse war unsere Überlegung. Irgendwann hatten wir dann wohl die genannte Strasse des Maler gefunden...über Serpentinen und an einem Wildbach entlang ging es in die Highlands. Die Landschaft wurd karger und nach und nach erblickten wir die weite Ferne. Der Tip war gold wert....einmalig schön. Es war ein Singleway..., also eine Strasse mit nur einer Wagenbreite...dafür aber mit Ausweichbuchten hier und da. Typisch für Schottland. Kannte das schon von vorherigen Urlauben mit Auto in Schottland. Irgendwann mußten wir dann eben auf den Highway...,aber nix los...., der Tank wurd leerer...kein Auto, kein Mensch, keine Tanke....nach etlichen Minuten fiel uns dann der Hinweis des LKW Fahrers in Edinburgh ein...“Unfall...gesperrt..usw“. Na ja...waren ja schon mal drauf und so hatten wir die Bahn für uns. Nach etlichen km dann in der Ferne ne Straßensperre...langsam drauf zu..., aber kein Unfall weit und breit. Nur eben die Sperre , welche für die Gegenrichtung galt. Er jetzt bemerkten wir, daß der Tip des Malers zudem auch unser Glück war, die Unfallstelle im Süden zu umfahren. Es hatten sich zwei LKWs frontal getroffen mit Todesopfern usw. Dementsprechend wurde im Norden dann schon die Strecke gesperrt. Man winkte uns freudig durch, waren wir wohl seit Stunden die ersten „Besucher“ . Kermit und Uter halfen dabei wieder wie so oft, ein Lächeln auf die Betrachter zu zaubern... . Hinter der Absperrung dann der Megastau....auf unserer Seite lagen die Leute auf der Strasse...Schuhe aus usw...., die mußten wohl schon seit Stunden warten...und wir waren die ersten die dort an denen wie Außerirdische vorbeifuhren. Aber die Leute hatten Spaß an uns, applaudierten und waren froh mal was fahrendes zu sehen. Der Tank war inzwischen quasi leer und die Spritanzeige leuchtete schon seit Ewigkeiten. Durch den Stau, an dem wir vorbeifuhren..., der schätzungsweise 25 km lang war kamen wir auch zu keiner Tanke, so daß die Ersatzkanister erstmalig zum Einsatz kamen. Hier fuhren wir einen Weg, der man kaum beschreiben kann. Wir sprachen während der Fahrt nicht miteinander...erst ne Stunde später...am Ende des Weges ...so geplättet waren wir von dieser Strecke. Man kann es kaum beschreiben, leider auch nicht fotografieren. Ein Märchenweg, im Gegensatz zum Rest von Schottland traumhaft asphaltiert, vereinzelt wunderschöne Häuser an den Wegesrand drapiert, moosiger Wald zur rechten, weitläufiges Tal zur linken, gesäumt von alten Mauern am Straßenrand und Burgruinen in Wurfweite. Abendsonne und eine Strasse (Singleway) die nur noch auf und ab und von rechts nach links ging. Kein weiterer Verkehr. Eine Mischung aus Harry Potter, Herr der Ringe und Braveheart..., das alles auf LSD. Wäre die Zeichentrickversion von Bambi neben dem Roller hergelaufen...ich hätte es geglaubt. Es wurde später und auch deutlich kälter, aber noch kein B&B zu sehen, ebenso keine Tanke...und die Tankanzeige wanderte wieder gegen Null. Dann irgendwann dann noch Rettung...Tanke im Nirgendwo...sauber. Proviant gefaßt und weiter suchend fanden wir dann 5 vor 10 abends noch zwei Einzelzimmer in Tomatin, südlich von Inverness. Urige Unterkunft und der Besitzer war vollends begeistert und zur Tür rausstürmend, als er hörte, daß wir mit 2 Rollern aus Deutschland da sein. Ein absoluter Wahnsinnstag. Der Tacho zeigte am Ende 6126 km. Sa. 02.06. Start in Tomatin bei erneut traumhaften Wetter. Am Strassenrand das erste Reh...(Kopf war platt gefahren...der Rest war noch plastisch....). Ok..., man sollte also auf Tierwechsel achten... . Bis Inverness war es nicht mehr weit...und so fuhren wir über Inverness, Loch Ness vom Norden kommend gen Süden am Südufer entlang Richtung Fort Augustus. Vor Ort Proviant in Form von Keksen und Sprit fassend dann quer rüber nach Westen...Richtung der Isle of Skye. Immer wieder Zwischenstops am parallel verlaufendem See...., bis wir dann endlich Eilean Donan Castle erreichten. Vielen ggf besser bekannt als das Highlander-Schloss aus gleichnamigem Film. Auch dort wieder staunende Gesichter und Gespräche mit Italienern und Deutschen, die unsere Gefährte wieder lachend, aber auch anerkennend begutachteten. Kurze Schloßbesichtigung, nen Snack in Form der überall erhältlichen Sandwiches und weiter über Kyle auf die Insel. Wir nahmen die Brücke, welche inzwischen kostenlos ist...ich mußte vor Jahren dort noch zahlen...optimal also. Wir fuhren bis Portree, ein schönes kleines Fischerdörfchen mit allem was man braucht. Hier fanden wir nur mich ach & krach etwas außerhalb nach langem Suchen noch ein Zimmer, da die Wochenenden bei dem Wetter wohl auch von Einheimischen gerne gebucht werden. Glück gehabt... Der Tacho blieb abends dann bei 6392 km in der Ortschaft Borve stehen. Die Vermieterin hatte uns sogar ihre Garage zur Verfügung gestellt...optimal...so konnten die meisten Sachen auf dem Roller bleiben. So.03.06 Wieder erneut traumhaftes Wetter. Die ersten neidvollen Berichterstattungen von Land unter in Deutschland erreichten uns...egal...scheinbar alles richtig gemacht. Die B&B Pension lag optimal. Von dort konnten wir direkt den Rundkurs über die Isle of Skye unternehmen. Wir fuhren nördlich gen Uig, von wo man auf die äußeren Hebriden rübersetzen kann.(Dort war ich vor Jahren...ist noch einsamer...aber war diesmal nicht Bestandteil unserer Tour). Der Küstenstrasse folgend fuhren wir bis zum Kilt Rock...,eine Steilküste mit Wasserfall , die wohl jeder Skye Besucher schon mitgenommen hat. Wieder in Portree ankommend nochmals die Tanks vollgemacht und durch die Insel und die Berge durch auf die andere Seite, um dann gen Süden nach Armadale zu fahren. Wir wollten mit der Fähre zurück aufs schottische Festland (Mallaig). Kurzer Blick in den Fährplan...und es wurde eng. Also volle Kette die schätzungsweise 50 km zum verwunschenen Fährhafen. Dort angekommen stand die Fähre noch da..und wir waren die letzten Fahrzeuge. Ich also schnell in den Schalter um 44 Pfünder für die Überfahrt zu zahlen. Dann von außen die Lautsprecherdurchsage, daß wir Kanister an Bord hätten. Man gab mir mein Geld wieder mit dem Hinweis, daß Kanister nicht erlaubt sein, bzw. mit Wasser gefüllt sein müßten. Da die Tanks der Roller quasi leer waren, und das Personal von der Fähre wohl Mitleid hatte, packten alle mit an. Also Druckbetankung bis der Tank überquillte. Dann lief einer des Personals mit unseren Kanistern um die Ecke und kam vollgefüllt mit Wasser zurück. Dann wieder schnell zum Schalter, Ticket geholt und mit Schwung auf die Fähre. Auf dem Festland dann wieder die Frage wohin mit dem Wasser. Irgendein Hafenmitarbeiter, der die Sache ebenso strange fand, sagte einfach auskippen. Kaum fertig kam der andere Fährtyp und wunderte sich über das auskippen und wollt nur wissen ob Sprit oder Wasser... . Nachdem wir Wasser sagten , was es ja auch war...er zufrieden war.. machten wir uns aus dem Staub in Richtung Fort William. Dort am Fuße des höchsten Bergs von UK kurzer Zwischenstop und direkt weiter gen Süden das nächste B&B zu suchen. Mir fiel Oban als schöne Hafenstadt ein, und so fuhren wir der Küste folgend in diese auch immer noch schöne Stadt. Dazwischen, also zwischen Oban und Mallaig, wo die Fähre anlegte ist weniger los, als zuvor in Schottland, mehr Schnellstrassen, weniger Häuser...nicht so schön, verglichen mit den atemberaubenden Weiten von Skye und den Highlands zuvor. Oban erfüllte aber alle Erwartungen. Direkt am Ortseingang nen uriges Quartier gefunden und danach dann ab in die City. Der Hunger plagte und wir entschieden uns für einen Burger in einem na ja..recht einfach gehaltenem Laden. Aber es gingen nur Einheimische hin...,also genau passend. So bestellten wir einen Cheeseburger mit Fritten....in der Erwartung ein Brötchen mit Fleisch, Käse,Saussen usw zu bekommen. Man bekam aber einen frittierten Klops, der innen tatsächlich Fleisch und Käse hatte..., das war es aber auch. Leicht amüsiert über diese Art eines Cheeseburgers entdeckten wir das Schild, „über 100 Jahre Erfahrung im frittieren“...nun gut...,war anders aber schmeckte auch sehr lecker. Der Tacho blieb hier beim km 6700 stehen. Montag 04.06. Von Oban ging es nun grob Richtung Glasgow...bzw. erst mal in den Glasgow National Park. Wie zuvor bestes Wetter...eben gar nicht schottlandtypisch. Wunderbare Wege, aber es wurd schon flacher...zwischenzeitlich bald heimatliche Gefühle wie im Münsterland...nicht so viel anders. Vorher aber noch die typische schottische Landschaft mit grünen Bergen, Wildbächen und einsamen Tälern...wunderbar. Zwischenzeitlich merkte ich ein leichtes Wippen am Roller. Kurzer Blick auf die hintere Bremstrommel zeigte sternförmiges Austreten von Öl. Also Splint raus, Werkzeug rausgekramt und mal nachgeschaut. Mutter hatte sich ne viertel Umdrehung gelöst..., also wieder angeknallt, neuen Splint rein, alles sauber gemacht, Öl nachgefüllt und weiter. Trommel bremste noch, also hatte ich sie gar nicht abgenommen. Glasgow kannte ich schon, und da wir weiter in den Süden Richtung Stranraer dem Fährhafen wollten, streiften wir Glasgow quasi nur am Rande. Bis hierhin fuhr ich immer vorne..., bis dann mein Navi sein Geist aufgab und fortan bis zum Ende der Reise Michael der Navigator sein sollte. Dem Verkehrswusel um Glasgow entflohen fuhren wir die Küstenstrasse entlang. Einzelne Ortschaften an der Küste kamen in Sicht. Aber kaum B&B, statt dessen Seebadcharakter und Golfplatz. Feste Campingwohnhütten hier und da...aber nix zum mieten. Viele Häuser sehr schön fertig gemacht...nicht ärmlich, eher das Gegenteil...hatte so ein bissl was von Florida für Rentner. Irgendwann dann in Girvan ein bezahlbares Hotel mit angegliedertem Pub & Restaurant gefunden...direkt am Meer... . Abends beim Sonnenuntergang noch die schroffen Steinverwerfungen zum Wasser begutachtet und eine Robbe beim abendlichen Bad bestaunt.... . Hatte schon was kitschiges... . Km Stand am Abend war 6976 Dienstag 05.06. Von Girvan ging es nun die Küste entlang in Richtung Stranraer, dem Fährhafen nach Nordirland. Allerdings kommt kurz vorher der Hafen Cairnryan, der ebenfalls nach Belfast fährt und mit einem neuen Schiff aufwartete. Also steuerten wir diesen an. Von der Kanistersache von der Isle of Skye gewarnt packten wir die Kanister nun in den Rucksack. Man kontrollierte zwar unsere Zargeskisten, aber nicht das weitere Gepäck..., somit alles in Butter. Einige Stunden später dann Ankunft in Belfast. Regen war schon zu bemerken, so daß wir uns passend anzogen. Angekommen im Hafen schnell zu ner Tanke, Lagebesprechung und weiter. Ansich wollten in Belfast noch Rollerfahrer hinzukommen, die sich über facebook ankündigten. Aber entweder haben wir uns verpaßt, oder die haben nur gelabert...egal...bei dem Wetter .. Wir entschlossen uns, Nordirland recht schnell zu verlassen um uns auf den Weg nach Dublin zu machen. Durch strömenden Regen ging es dann erst durch das Wirrwarr an Strassen auf die kleineren Strassen an der Küste. Dann fing meine Kiste an zu bocken, um dann in eine größeren Pfütze komplett auszugehen. Sprang dann aber wieder an und mit Fehlzündungen schleppte ich mich zu einer Tanke, kurz vor der irischen Grenze. Hatte schon die Vermutung , daß die Zündspule unter Wasser stand..., was sich dann auch bewahrheitete. Also Wechselspule dran, Dirko an die Gummitülle und ne Tüte mit Kabelbindern drumgepackt. Sprang an-lief sauber...also weiter. Unterwegs dann wie in Schottland dann Hinweise auf Olympia...bzw das Feuer, welches hier in einigen Stunden erwartet werden würde. Schon in den kleinsten schottischen Käffern wurd schon drauf hingewiesen, daß die olympische Fackel dann und dann hier und da ankommen werde. Der Regen wurde stärker und trotz Regenklamotten waren wir gut naß, so daß wir nach einigem Suchen wieder an der Küstestrasse mit Hilfe und Tips von Einheimischen nördlich von Dublin im Ort Temonfeckin in einem alten Kutscherhaus gleich ein eigenes Haus als Quartier hatten. Zudem eingezäunt mit Sicherheitscode am Tor waren auch die Roller sicher. Der Tacho zeigte 7141 km. Via Wischhandy und Internet zeigte die Wettervorhersage für die kommenden Tage für Irland/Südirland Land Unter. An sich war geplant über Dublin, Limerick den Ring of Kerry und Cork anzusteuern und durch die südliche Küstenstrasse Irland im Süden wieder zu verlassen. Aber bevor wir naß und nasser im Nirgendwo von Irland festsitzen entschlossen wir uns am kommenden Tag nach Dublin zu fahren, und da erst mal zu bleiben. Also die Tour quasi leider abzukürzen, aber bei Dauerregen hat man auch nichts davon. Zudem waren wir beide zuvor noch nicht in Dublin, und neben der ganzen Natur vorab, war mal etwas Zivilisation auch was feines. Mittwoch 06.06 Von Temonfeckin ging es nun nach Dublin. Übers Netz hatte ich einen örtlichen Roller-Laden gesehen..., also einfach mal hin war die Devise..., mal schauen was in Irland so abgeht. Den Laden hatten wir schnell gefunden, nix mit Glaspalast oder so,.....urig original und es sah quasi so aus, wie viele Schrauberbuden bei uns aussehen...ölig,dreckig, Motor hier und da, Kisten mit Gebrieben usw..., war schon nett. Colin der Schrauber war sehr hilfreich, haben mal kurz meine Elektrik durchgemessen um zu schauen, ob nun das Navi oder was anderes bei mir im Argen lag. Spannungsregler hatte wohl einen weg, also schnell gegen einen anderen getauscht, den ich dabei hatte. Navi wollt aber leider dennoch nicht mehr. Egal...ne zeitlang mit ihm gequatscht und von ihm direkt nen Tip zur Übernachtung bekommen...zudem noch seine Nummer, wenn wir Hilfe brauchen würden. Super nett von ihm....ich wusst noch nicht, daß ich kurze Zeit später drauf zurückkommen mußte. Am Hotel dann erst mal für 3 Nächte eingecheckt, um so den Regen zu überdauern, der für die kommenden Tage vorhergesagt war. Also am Hotelplatz alles abgeladen und gemerkt, daß der hintere Gepäckträger einen Riß hatte.... Nicht schön..., aber besser hier als in der Pampa. Also noch mal schnell Colin angerufen und gefragt ob er schweißen könne. Er könne es nicht, aber Carl, ein ehemaliger Mitarbeiter, der nun selbst schraubt. Direkt seine Nummer bekommen und Carl angerufen. Via SMS dann von ihm seine Adresse bekommen und direkt hin. Vor Ort eine Schrauberhölle . Lammys hier und da, einige ranzige PX´en, einige Automatiks. Witziges Teil der örtlichen Zeitung war diese neue GT. 6 Stück sind davon in Dublin im Einsatz, vorher bis vor 6 Jahren sollen es noch Lambrettas gewesen sein.... . Carl schweißte also den Riß und bemerkte zudem noch einen weiteren. Dann nettes Gelaber über die irische Szene, Rollerläden usw....super nett und wieder Tips, wo wir hingehen sollten. Super Typ, genauso wie Colin vorab...ehrliche Arbeiterhaut.. Der km Stand am Abend war 7214 Donnerstag 07.06. Regen und Regen..., alles richtig gemacht. Mit dem Bus also in die Innenstadt, noch kurz nen Knirps gekauft und die Stadt erkundet. Hatten verschiedene Läden besucht, ebenso wie das Naturkundemuseum mit etlichen sehr alten Tierchen..., eben das typische Stadtshoppen usw. Abends dann nach Templebar, die Touristenamüsiermeile in der Innenstadt. Zwar extrem Tourilastig...aber auch nett...typische Musik in den vielen Pubs. Freitag 08.06. Wieder Regen.... Wir wollten in ein Nachbarkaff, da es dort eine große Mall geben sollte, und so fragten wir an der Rezeption nach dem passenden Bus. Was dann kam, war nachträglich gesehen schon eigenartig...., Ein älterer Mann bekam unsere Frage mit und bot uns an, uns mitzunehmen...er fahre da auch hin. Da er seriös aussah, Barbourjacke, die Bedienung ihn wohl kannte , sagten wir zu... Draußen in seine verwarzte S-Klasse gestiegen und los gings. Er fing an über die deutsche Politik zu labern, über US Cars usw. In dem Kaff angekommen merkten wir, daß ihn sehr viele Leute höflich, aber auch ehrwürdig grüßten. Er lud uns noch zu einem Kaffee ein, quatsche uns etwas zu ..., war dann aber ebenso schnell wieder weg. Wir überlegten schon, warum jeder ihn grüße...ehem. Bürgermeister oder sonstwas dachten wir...oder eben was nicht ganz legales. Ihr erinnert Euch an den fiesen Typen aus Snatch..., den mit der Brille usw..., hatte was von ihm. Shoppingmall war nix besonderes, so daß wir ein Taxi zurück nahmen. Wieder kam man schnell mit dem Taxifahrer ins Gespräch und wir fragten, ob er den Typen kenne. Das nicht sagte er...Mafia könne auch nicht sein, da die Mafia aufgrund der Ira nie Fuß faßte in Irland. Aber es könnte eben auch ein ehem. Mitglied eben der IRA sein, dem die älteren ihren Respekt oder so zollen würden. Mit dem eigenartigen Gefühl ging es abends wieder in die Stadt, um wieder was leckeres zu futtern und den ein oder anderen Pub aufzusuchen. Samstag 09.06. Beim packen der Roller am Hotel dann erneut die Begegnung mit unserem S-Klasse Fahrer. Da er vom ersten Gespräch wußte, daß wir nach London wollten, gab er uns den Tip doch bei seinem Cousin anzurufen..., wir sollen nur sagen wir kommen von Jimmy.....,...ohne Worte. Seitdem heißt er bei uns Jimmy die Tulpe.... Wir haben natürlich nicht seinen Cousin angerufen...war schon recht eigenartig alles..... Das Wetter war wieder super und wir fuhren vollbepackt südlich von Dublin zum Fährhafen, um dann zu hören, daß alle Fähren voll sein....erst abends könnte man was haben. Dann also wieder auf die Mopeten und Dublin Port selbst angesteuert, zu einem anderen Anbieter, bzw ein anderes Fährunternehmen. Dort dasselbe...wir könnten warten und seien die ersten auf der Warteliste. Also vorab gezahlt....uns auf dem Parkplatz für 2 Stunden gemütlich gemacht..und mit viel Glück dann noch auf die Fähre nach Holyhead (Wales) gekommen. Eigenartige Fähre....draußen nix zu sitzen...., innen alles voll, so daß wir die Stunden halb liegend auf dem Aussendeck, halb sitzend auf Treppen verbrachten. Dann Ankunft in Holyhead und wieder Wechsel von Euro auf Pfund, sowie wieder von km/h auf Meilen. Von Holyhead fuhren wir dann direkt in den walisischen Nationalpark der Cambrian Mountains....Wahnsinn. Alles war naß...., einen Tag vorher war in Wales noch Land Unter, was selbst in Deutschland in den Medien kam, wie wir hörten. Ganze Häuser wurden überflutet, wovon wir nur noch Reste sahen. Einige Strassen waren noch leicht mit Geröll verschmutzt, einige Stellen waren leicht geflutet, aber man konnte noch locker durchfahren. Scheint zudem sowieso da immer feuchter zu sein...Moos überall. Aber eine traumhaft schöne Landschaft. Die Häuser nun nicht mehr weiß gelackt wie in Schottland, sondern mehr aus grauem Naturstein gebaut....sehr urig...., die Strassen eng umsäumt von Bruchsteinmauern....rechts, links ...Berge und Täler, aber auch Wälder. Ähnlich wie Schottland, aber auch anders....alles gedrungener. Wir waren beide geflasht von dieser wilden Schönheit. Ebenso wie einige Gegenden von Schottland eine Mischung aus Harry Potter, Miss Marple, Braveheart, Herr der Ringe und Sherlock Holmes....,...Hammer. Des Abends fanden wir dann ein ebenso uriges Hotel in Tan-y-Bwlch . Man merkt die eigenartigen Namen. Jede Gegend hatte ihre eigene Sprache, die man auch auf den Schildern sieht. Schottland ist gälisch, in Irland ist es ein eigenes irisch, und in Wales eben walisisch, was noch schlimmer zu lesen ist, als das schottische und irische zusammen..... Der Tacho blieb heut bei 7341 km stehen. So.10.06 Frisch geduscht und gestärkt vom Frühstück (diesmal wieder Cornflakes und Joghurt) ging es bei gutem Wetter weiter durch den Nationalpark. An der Straßenseite säumten Schienen einen Kleinspureisenbahn unsere Route..., paßte aber auch wieder...,das Ganze hatte wirklich was von eine Eisenbahnanlage, wie man sie als Kind ggf selbst noch haben wollte. Es war zwar von oben trocken, aber die Strasse war stellenweise immer noch naß..., so daß sich dann irgendwann wieder mein Motor in Form von einem eigenartigen Bzzzz Bzzzz meldete...,und die PX dabei spürbar langsamer wurde. Keine richtigen Aussetzer, aber man merkte, daß da irgendwo Strom in die falsche Richtung floß...quasi ne elektronische Drossel. Ohne das bzzzzz bzzzzzz, was nur stellenweise vorkam war alles wieder bestens. Also noch mal kurz an der Zündspule geschaut...,in der Tüte, die ich in Nordirland drumpackte, hatte sich etwas Wasser gesammelt...beschlagen war sie zudem auch noch. Also erst mal leicht gelöchert um den Wasserdampf und das bischen Wasser abzulassen...klappte aber nicht. Hatte auch zwischenzeitlich den Pick-Up im Hinterkopf, der ja was haben könnte. Irgendwann tauchte dann ein Bauernhof auf mit offener Scheune mit Strohballen. Es war aber niemand zu sehen...., also nicht lang gefackelt....Werkzeug raus...., und diesmal neben Zündspule auch die komplette Lichtmaschine getauscht. Hatte kurz vorher noch eine nagelneue bekommen, und diese sollte jetzt ihren Dienst verrichten. Beim demontieren erkannte ich dann Wasser an den 4 Kontakten der Blackbox..aber egal...Polradbazieher sowie Blockierer hatte ich dabei und ruckzuck waren beide Teile ausgetauscht. Schnell wieder alles zusammen und verstaut, und schon ging es ohne bzzzz bzzzzz bis zum Ende der Reise dann auch von der Elektronikseite heile weiter. Es war Sonntag und wir fuhren ohne große Ahnung an einem schönen Oldtimertreffen zur linken vorbei. Direkt angehalten, abgesattelt und erst mal das örtliche Geschehen bestaunt. Hatte was amerikanisches..., kleine Tischchen und Stühle vor den polierten Wagen und Motorrädern. Waren aber meist englische Wagen...schon schick. Nach kurzer Zeit kannte man uns auf dem Gelände, da der erste Verkäufer eines kleinen Teilemarktes wohl überall von den beiden Rollerfahrern aus Deutschland berichtete. Also Smalltalk hier und da...war schon super. Während wir so vom nordwestlichen Wales quasi südöstlich schräg gen London steuern mußten wir wie so oft wieder tanken. Waren grad in Hereford in den Midlands, als uns wie so oft jemand ansprach. Optisch recht mitgenommen...ölverschmiert, Badelatschen usw erzählte er, er sei ebenfalls Scooterist... . Wir dachten jetzt-klar- Kymco XY13D3 oder dergleichen Abscheuliches..., aber nein...er habe Lambrettas...und wenn wir Zeit und Bock auf einen Kaffe hätten...Strasse rauf, 2 Ampel links, 3 Haus. Er stellt nen Roller vor die Tür. Wir nahmen dankend an, würden nach ´m Burger bei KFC dann vorbeikommen. Gesagt getan...Burger wanderte in den Magen und wir fuhren also vorbei. Er hieß Mark, und fahre seit eh und je Lammi. Direkt zu ihm im Garten also, und da standen dann die ersten 2. Einmal ne hellblaue TV175 S2, und eine wirklich schöne originale SX200. Traum Zustand....schon nett, auch wenn wir jetzt nicht so Lammibegeistert sind wie andere. Während der Kaffee brodelte holte er dann seine TV200 aus dem Schuppen. Tauchte vor Jahren auf einer der Kanalinseln auf, und irgendein Bekannter hat ihm die dann wieder komplettiert und zusammengebaut. Schicke Dinger... Wir unterhielten uns wohl so 2 Stunden, und verabschiedeten uns dankend für den Plausch und den Kaffee. Wie zuvor in Irland gaben wir ihm unsere Visitenkarte, wenn er denn mal in Deutschland ist. Also sattelten wir wieder die gelben Wespen und suchten dann nach weiteren 2 Stunden Fahrt wieder nach was passendem zum pennen. In einem Ort wurden wir bei einem Pub fündig...Roller sollten in den Innenhof, wo auch einige Tische standen. Im Innenhof fanden wir dann aber auch noch so richtiges Dreckspack an vollgesoffener , schon leicht randalierende Dorfjugend... . Nicht lang überlegt...Roller wieder startklar gemacht und weiter...., nämlich auf umgefallene Roller hatten wir kein Bock. Wurden dann außerhalb in einer schick gemachten alten Mühle in dem Miniort Malswick fündig. Bei 7572 km endete dieser Tag. Montag 11.06. Nach einem ausführlichen Frühstück ging es nun weiter in Richtung London. Hätte man über die Autobahn schnell erreichen können, aber wir hatten ja Zeit, und fuhren etwas um den Pudding herum. Das Wetter wechselte zu Regen, und die an sich schöne Landschaft zog mehr vorbei, da man mehr auf die Strasse achten mußte, als zuvor. Kleinere Schlaglöcher waren mit all dem Gepäck schon nervig..., da hieß es aufzupassen. Irgendwann waren wir aber durch, die Regenklamotten waren an ihrer Grenze, und so beschlossen wir noch recht früh an diesem Tag uns schon nach was schlafbarem Ausschau zu halten. Im nächsten Ort fuhren wir die Hauptstrasse also auf und ab, aber nix zu sehen..., also mal nen Meter außerhalb des Ortes suchen. Irgendwann, als wir dann an der Strasse standen und überlegten wohin wir fahren, hielt dann ein älteres Pärchen mit Auto neben uns...wo wir denn hinwollen...? Kurz erklärt, daß wir B&B oder ein Hotel suchen würden, aber noch nix gefunden haben. Wir sollten ihr folgen, sie wüßten da was. Na ja...wir also im strömenden Regen hinterher..., dachten in 2-5 km wird die uns wohl was zeigen...Pustekuchen...., sind denen fast 20 km hinterhergefahren....mit vollgefluteten Senken, in den das Wasser schon höher stand. Irgendwann hielt er dann an, sagte wir sollten links die Strasse fahren, da sei Sistone oder so..., da könnten wir was finden. Er sei selbst vor 45 Jahren Roller gefahren..., da wisse er was Regen ist. Wir bedankten uns für den netten Support und fuhren eben besagte Strasse entlang. Dann das Ortsschild und uns war klar, wo wir zufälligerweise waren..., nicht Sistone, sondern Silverstone, an der Rennstrecke. Gut...erst mal vor Ort den Hinweisschildern zur Touri-info gefolgt, die sollten wohl wissen wo was zu finden ist. Touri-info war aber zeitgleich die kleine Kantine auf der Rennstrecke. Am Tresen half man uns sehr schnell, die Dame rief sogar für uns bei Vermietern an und machte sofort was klar. Wir müßten nur 3 Stunden warten, was wir aber in dem angegliederten Cafe gerne überbrücken könnten. Optimal. So konnten wir erst mal aus den nassen Regenklamotten raus, auch wenn die Schuhe trotzdem noch naß waren. 3 heiße Kakaos später ging es dann aber. An den Tischen nebenan wurden irgendwelche Verträge und Präsentationen abgehalten ...störte aber nicht. Es ging dann nach dem Warten auch zur besagten Adresse. Neueres Wohngebiet..., welches nicht so wie zuvor nach B&B aussah. Aber man winkte uns schon zur Haustür rein. Sehr nett begrüßt konnten wir erst mal unsere nassen Klammotten in der Garage plazieren. Andere nasse Sachen könnten wir gerne in den Trockner schmeißen. Yvonne, so hieß die Besitzerin behandelte einen eher mütterlich, ihre beiden Söhne hatten auch ungefähr unser Alter und wir waren wirklich komplett in einer Familie drin. War schon strange, vorher waren quasi alle B&B mehr Anbauten mit eigenem Bad usw. Aber wir waren naß, und hatten keine große Auswahl. Mit einem leicht komischen Gefühl wurden wir dann aber bei Tee und Kuchen mit ihr und dem grad von der Arbeit kommenden Ehemann schnell warm. Wir laberten über dies und das, so daß schnell 2 Stunden vorüber gingen. Man gab uns die Hausschlüssel und noch nen Tip für´n Pub , und so machten wir uns auf den Weg zu besagter Kneipe. Vor Ort dann nen Haufen Italiener und Franzosen, die mit ihren Zugmaschinen mal eben zum Pub gefahren sind...hatte was. Waren die Mechaniker von verschiedenen Teams des Motorrad GP, welcher am kommenden Wochenende stattfand. Mit Burger und Getränk gestärkt ging es dann zurück, ab in die Falle. Der Tacho zeigte am Abend 7713 km Dienstag 12.06 Morgens dann ein sehr leckeres Frühstück. Der Hausherr hatte extra versucht deutsches Brot zu bekommen und erzählte so die ein oder andere Geschichte und Witze. Zudem noch viele Tips, welche Strasse wir doch gut fahren könnten. Beide waren super nett, machten noch Fotos von unserer Abreise und mailten Sie auch direkt an uns. Wenn jemand dort also mal was passendes sucht-einfach melden. Heut wollten wir definitiv nach London rein, hatten zwar erst ab übermorgen, also Donnerstag in der Uni ein Quartier, aber 2 Tage London geht ja immer. Hatte im Hinterkopf, daß einige andere Münsteraner auf einem Campingplatz in fester Hütte übernachten würden. Kurz noch mal nachgefragt, und schon hatten wir den Namen. Der Lee Valley Campingsite liegt nordöstlich, und so fuhren wir von Norden kommend gen London. Vorher fuhren wir aber noch an schönen altenglischen Ortschaften vorbei um letztendlich über Schnellstrassen London anzusteuern. Schon vor einer dieser Schnellstrassen merkte ich ein aufschaukeln des Rollers auf einer welligen Kleinststrasse. Nicht viel dabei gedacht und irgendwann auf der Schnellstrasse bei einem Pinkelstop dann erst mal nen Schrecken bekommen, als ich auf den Gepäckträger starrte. An der unteren Halterung fehlte ein ganzes Stück Eisen. Scheinbar an der Stelle gebrochen wie in Irland zuvor. Diesmal aber zusätzlich noch weiter oben, so daß die Box quasi nur auf einer Seite hielt, und die schadhafte Seite quasi in der Luft hing. Das herausgebrochene Stück hing aber passenderweise noch zwischen Sturzbügel und Backe und wurd erst mal gesichert. Ok..., was machen war die Devise. Ich hatte noch eine leere , dünne, feste und leichte Ortliebtasche dabei, und so packte ich alles was ging und „schwer“ war in die Tasche. Diese wurde dann auf den Mitteltunnel plaziert...was auch gar nicht weiter störte. Mit verschiedenen Spanngurten wurde dann die Box im Mac Gyver-stil abgefangen und gesichert...auf jeden Fall solang, bis man was schweißen konnte. Ich war da schon leicht geschockt, denn wenn die Kiste segelt, könnte man schnell selbst mitsegeln. Auf dem Parkplatz an der Strasse stand aber auch ein Lieferwagen und Michael fragte nach jemanden mit Schweißkenntnissen. Er kenne einen, 10 Meilen weiter, der wäre Schweißer. Er würde vorfahren und es uns zeigen. Er fragte noch, wie schnell ich fahren wollte ...ich sagte ihm so 50-55 Meilen...also 80-90 km/h ca. Ok sagte er, um dann mit 70 Meilen..knapp 110 km/h loszudackeln. Wir also beide mit Vollgas hinter ihm her..., und nach Blinkorgie seinerseits wußten wir, daß der Schweisser hier in der Gasse sitzen müsse. Per Lichthupe bedankten wir uns bei ihm und machten uns nun auf die Suche nach dem Meister des Metalls.... Hatten nix richtiges gefunden, aber bei einer kleinen Werkstatt guckte ein Mann raus, und so fragte ich ihn einfach.... . Ja,...er könne das wohl machen..., hatte früher selbst Vespa...., ich solle den mal demontieren. Also wie in Irland mal flux das Ding abgebaut und schon fing er an zu brutzeln. Zusätzlich hat er auf unser Anliegen noch weitere Verstärkungen reingebraten..und nach einer Dusche mit Rostschutz konnte alles wieder montiert werden. Von da an ging es dann aber auch recht schnell über Enfield nach London, bzw zum Lee Valley Camping Site. Wir hatten Glück...eine Holzhütte war noch frei bis Donnerstag morgen und so überlegten wir gar nicht lange. Der einzige Nachteil war, daß es nur eine Holzhütte, quasi ne rundliche Gartenhütte mit Etagenbett und Matratze war..., also kein Bettzeug oder Decke o.d . Schlafsack hatte ich aufgrund der vorher überlegten Übernachtungen von B&B gar nicht eingepackt. Michael hatte einen sehr dünnen dabei...aber besser als nix. Der Abend war noch jung, das Wetter trocken und so beschlossen wir, die Roller nun abgepackt wieder zum entdecken von London zu benutzen. Dank Navi findet man die Touriziele recht schnell, und so war Big Ben, London Eye, Westminster, House of Parlament usw schnell erkundet. Dann auch erste Begegnung mit den Cops. Kaum stand man irgendwo nur wenige Minuten wurde man wieder weggeschickt...na ja.. An der O2 Arena, vormals der Millenium Dome schauten wir auch schon mal vorbei...aber rollertechnisch noch nichts zu sehen....egal....ab zurück zum Platz und ab ins Bett...oder das, was es sein sollte. Also deckte ich mich mit den Jacken, Pullovern und Handtüchern zu...., hab aber trotzdem gefroren bis zum geht nicht mehr...trotz Heizofen im Raum. Egal...die Duschen waren heiß und man konnte solange Duschen wie man wollte. Tacho am Abend 7942 km Mittwoch: 13.06. Halb erfroren ging es also erst mal zum auftauen in die Dusche. Nachdem man wieder die Arme bewegen konnte , das Wetter sich von der besten Seite zeigte beschlossen wir, die Roller erst mal stehen zu lassen, und per Bus und Tube in die Innenstadt zu fahren. Die Anbindung war super...und so war dieser Tag eben voll auf Tourismus eingestellt. Ich war zwar vor etlichen Jahren schon mehrmals in London, aber das war wirklich schon weit über 10 Jahre her..., also mal wieder die Tourischiene. Wir nahmen einen Hop on Hop off Bus, und fuhren so mit dem Cabriobus erst mal entspannt durch die City. Zwischendurch ausgestiegen, hier und da geschaut, mal die Carnabystreet wieder besucht, zufälligerweise die Wachablösung am Buckingham Castle mitbekommen und den Tag einfach mal genossen. Zwischenzeitlich noch Kontakt mit der anderen Reisegruppe aus Münster um Reinhard, Fischi und Hemi gehabt...sie seien heut auf dem Nachbarcampingplatz, 3 Meilen von unserem angekommen. Also hieß es für uns an diesem Abend....mal vorbeizufahren. Dann nach 2 Wochen die ersten bekannten Gesichter, als wir ankamen. Das ein oder andere Getränk wurd so bei unserem Reisebericht vernichtet. Dann ging es aber auch schon wieder zurück..., erneut eine kalte Nacht im Auge zu haben... Tacho zeigte nur 8 km mehr an.., also 7950 km. Donnerstag 14.06.- So 17.06 Das Wetter spielte mit, ich war sehr früh wach, da die Kälte auch schon mal fies sein kann. Also wieder auftauen in der Dusche und mit den Kanickeln auf dem Platz gemeinsam frühstücken unter freiem Himmel. Wie tags zuvor hatten wir Müsli , und endlich konnte auch mal mein Becher, den ich eigens dafür gekauft habe nach 2 Wochen Reise genutzt werden. Die Roller wurden vollgepackt...und voller Vorfreude fuhren wir erneut zur O2 Arena. Uni, bzw unsere Zimmer wären erst ab 14 Uhr verfügbar, wie ich aus dem Netz entnehmen konnte. Also erst mal anmelden war die Devise. Naja...., um es kurz zu machen....,die ganzen Vespa World Days waren eine Farce. Das Wort Orginisation hat hier nix zu suchen...., von km-weiten Fußmärschen zwischen Parkplatz und Veranstaltungsgelände, neudeutsch Vespavillage genannt über Taschenkontrollen schlimmer als auf dem Flughafen von O2 Typen bis zu chaoshaften Corsofahrten mit Haftandrohungen der Polizei...es war alles dabei...., nur nicht das, was man eigentlich wollte. Es gab aber auch positives..., das Wetter spielte wenigstens mit und man traf den ein oder anderen Bekannten, oder lernte neue Leute kennen. Dazu hätte man sich aber auch so in London verabreden können...,na ja...wir hatten ja unseren Spaß, da wir vorher schon da waren...,aber die vielen anderen aus aller Herren Länder, die extra per Flieger, Auto und Roller da hingekommen sind, tun mir leid. Aus Protest sparten wir uns dann auch Samstag das Galadinner. Ein anderer Münsteraner hatte auch schon den Hals voll, so daß er Samstag schon verfrüht abreiste. So überspringe ich die einzelnen Tage vor Ort direkt auf Sonntag...den Tag unserer Abreise. So.17.06 Der km Zähler zeigte vor Abfahrt 8147 km, und bei Sonnenschein, gut gestärkt durch ein full britisch Breakfast in der Uni und vollgepackt ging es nun gen Dover. Die Fähre sollte um 16 Uhr gehen..., wir hatten also Zeit. Zuerst nahmen wir die Schnellstrasse, aber irgendwann bogen wir dann auf die kleineren Strassen ab...war entspannter, und so konnte man noch mehr von dieser Gegend sehen. Zufällig entdeckten wir einen Flohmarkt auf einer Wiese, und so wurde dieser ausgiebig erkundet. Außer einem Eis auf der Hand haben wir aber nix gekauft, und so ging es dann direkt nach Dover. Es war noch nicht mal 14 Uhr, und so versuchten wir unser Glück und erwischten die 14 Uhr Fähre, da noch Plätze frei waren. An Bord trafen wir dann die 3 Leverkusener um John Wayne wieder, die wir tage zuvor in London kennengelernt hatten und die ebenfalls in der Uni waren. Aber auch Tüte vom VCVD und andere Leute fanden sich auf dieser Fähre nach Dunkerque (Frankreich) wieder und so quatsche man bei strahlendem Sonnenschein auf dem Sonnendeck über das armseelige Treffen und über bevorstehende Treffen,..die ja nur besser werden können. Mit einer Stunde Zeitverschiebung kamen wir dann in Frankreich an...düsten zur nächsten Tanke und fuhren über Landstrassen bis nach Brügge (Belgien). Brügge ist der Hammer.., wer noch nicht da war...bitte hinfahren. Es ist das Venedig des Nordens und ist Unesco Weltkulturerbe. Recht schnell fanden wir ein uriges Hotel von 1620 oder so..., die besten Tage hatte es zwar schon erlebt, aber Preis war ok, und wir hatten sogar eine eigene Garage... . Wir konnten also alle Taschen drauf lassen und mit wenig Klamotten das Zimmer beziehen. Der Abend war super...überall Grachten und Brücken, hier und da ne stimmungsvolle Beleuchtung..., Cafes, Kneipen, Freßbuden..., wir waren zufrieden. Bei 8375 km endete diese Tour. Mo 18.06. Wir waren früh wach...ich hatte schlecht gepennt und ein Blick auf die Gracht, die direkt an unserem Fenster entlang lief deutete auf Regen hin. Kurzer Blick ins Netz bestätigte dies. Auch in Deutschland Regen und Unwetter. Keine super Vorraussetzungen für 400 Rückweg...., aber was will man machen....durch war die Devise. Während des Frühstücks klarte es sich etwas auf, und so beschlossen wir die an sich noch weiter geplante Stadtbesichtigung zu canceln und schnell auf die Safaris zu kommen. Wenn wir Glück haben, fahren wir dem Regen nun hinterher oder vorweg...mal schauen. Aufgrund der langen Distanz und dem geringeren Verkehrsaufkommen und Geheize auf belgischen wie auch niederländischen Strassen beschlossen wir den direkten Weg über Autobahn. Den Hahn quasi immer voll auf, ging es zügig voran. Wir wußten zwischenzeitlich zwar nicht mehr wie wir sitzen sollten...aber egal... . Nachdem wir auch die Niederlande hinter uns ließen und auf der A40 bei Bottrop waren, zwei große Knalls. Michael fuhr mir vorweg und ich wußte nicht, ob er es war, oder eines der Autos, die grad von einer Ausfahrt die Autobahn erreichten. Wie es kommen mußte, war es Michael...., also schnell dem nachfolgenden Verkehr klar gemacht, daß was nicht stimmt und ab auf den Seitenstreifen. Michael zog instinktiv die Kupplung und dachte nun kurz vor der Haustür, das sei es mit dem Motor gewesen. Aber die Kompression war da. Also schnell Neonweste raus, ich den Verkehr beobachtend und Michael die Bügel von der Traveller abschraubend fanden wir den Fehler. Es war nur der Kerzenstecker der sich gelöst hatte, und so ging es einige Minuten später gottseidank ohne Probleme weiter. Wir nahmen dann aber doch die Landstrasse, was auch mal wieder schön war. Gegen späten Nachmittag und bei einem km von 8763..., also 3491 km nach Start waren wir wieder heile in Münster angekommen. Das Wetter war während der ganzen Fahrt auch auf unserer Seite, und so konnte jeder von uns nach ca 3 Wochen wieder das heimische Bett genießen. Die Tour war einfach super. Wir hatten bis auf wenige Tage noch relativ Glück mit dem Wetter, haben eine Menge Leute kennengelernt und eindrucksvolle Landschaften gesehen. Vor der Reise fragte ich ja, was man so an Werkzeugen alles mitnehmen soll. Naja..., zum Glück hatte ich ne Menge dabei. Vieles war zwar über, aber man darf trotz Europa und Schnellversand von Shops und Freunden nicht vergessen, daß man sehr oft in Gegenden ist, wo wirklich kaum jemand lebt. Wenn ich an einige Strassen in Schottland denke, hätte ich nicht eben mal zum nächsten Bauernhof laufen können, da man teilweise im Nirgends ist. Falls ihr Fragen habt, Anregungen und Kritik, der Bericht Euch gefallen hat oder sonstwas...immer raus damit. Gruß Gatti + Michael
    40 points
  38. Nach gut 5 Jahren endlich fast fertig (Dämpfer noch lackieren).... Thema: nur schwarz und grau.... TS1 238ccm 35 TMX TSR Evo
    39 points
  39. Tataaaaaa Finish.... Nach viel Hirnschmalz am Computer und mit einen hohen Puls an der Maschine, bin ich jetzt mit den Fräsarbeiten fertig! Jetzt kommt noch das anpassen der Anbauteile...
    38 points
  40. 38 points
  41. MOTOVESPA GT 160 O-Lack Orange 1978 original Lack aufbereitet und konserviert. Technik etwas überarbeitet
    38 points
  42. Nach vier Jahren hat es mich mal wieder nach Thailand gezogen. Ich hab den Tipp bekommen doch mal bei Casa Lambretta Thailand (Lambretta Cafe Thailand) in Bangkok vorbeizuschauen: Das Cafe liegt in Laufdistanz zur Khao San Road - kein Kilometer von meinem Hotel. Also gehe ich nach dem Tag der Ankunft mal vorbei und leg ne Overrev Zündung auf die Theke :-) Der Eigentümer "Toon" ist ein super netter Typ und spricht sehr gutes Englisch - er läd mich für den nächsten Tag ein mit Ihm zu der Thailändischen Vespa Dragrace Elite "Twinscooter" vorbeizufahren und weiter zu seinem "Workshop": Bei den Twins stolpere direkt über eine Taiwan PK und bin total verliebt. Schade, dass ich nur 10 Kilo Handgepäck mitnehmen kann! Genau mein Geschmack die Karre :inlove: Unterm Strich bin ich begeistert: Die Jungs bauen echt geilen Scheiß. Was mich sehr verwundert hat: Es stehen drei Quattrinigehäuse im Schrank (C1, C2,C2) :lookaround: Highend ist in Thailand angekommen. Weiter geht's zur Werkstatt: Vor vier Jahren war ich bereits auf dem Vespidae Meeting in Pattaya. Hier die Fotos von diesem Mal. Sind jetzt etwas vermischt mit den Fotos von der Bangkok International Motorshow (kurz BIMS :-D), vielleicht sortiere ich das noch.
    38 points
  43. sharknado ! mein aktueller dbm racer Zirri MR 2000 57x54 38er pwk jolly moto auspuff skr gabel
    38 points
  44. Erster Umbau 1999, radikal dann von 2001 bis 2003. Letzte Revision aus Ende 2011 mit Umbau auf vollhydr. Bremse hinten, neuem Breitreifenkit, BGM-Dämpfern und sonstigen Kleinigkeiten.
    38 points
  45. Hoffe, hier ist die Motovespa richtig, oder doch unter Exoten? Möchte euch auch mein Moped präsentieren : Spanische 150S 2. Serie. Für mich einer der geilsten Roller, alleine wegen der schönen breiten Arschbacken O-Lack, auch die meisten Anbauteile sind original (Ständer, Rücklicht, Trittleisten, Benzinhebel, Griffe, alle Zierleisten, Hupe, Emblem und Schriftzüge, Schloss u. Schlüssel, Kotflügelnippel, uvm.) Im Gegensatz dazu moderne Technik (bei den Amischlitten sagt man aktuell zu sowas wohl Restomod). Und ein paar "Eyecatcher" mit der Farbe Rot als Thema, der "rote Faden" sozuagen PX200 Motor mit 210 Malle Sport, Stoffi 60er DS Welle, 26er Pinasco mit Venturi und Airbox, Road 3.0 Auspuff, SIP VAPE Zündung + 12V Conversion Kabelbaum, BGM Fast flow Benzinhahn, Cosa Sport 2 Kupplung Vorne PK XL Gabel (von roberto umgeschweißt), Grimeca Classic teilhydraulische Scheibenbremse, BGM Dämpfer vorne Zündschloss neben Benzinhahn unterm Sitz, 12V Steckdose zum Navi laden im Handschuhfach Streamline Sitzbank, SIP Digitaltacho, Großes Staufach unter der linken Seitenbacke SIP Felgen "spezial" (selbst rot lackiert) für Breitreifen mit Heidenau K58 100/90-10 Seitenständer SIP 72° (wurde mittlerweile aber nochmals gekürzt) Reservekanister eines VW Käfers im Durchstieg. Eventuell folgt im Winter auf Reservekanister und Seitenbacken noch ein Airbrush/Pinstripe. Schriftzug im 50iger Hotroad Style und Used look. Ist aber noch nicht entschieden, bin mir nicht sicher, ob es dann nicht "too much" ist. Greetz, STANI
    37 points
  46. The Stray Bullet eine VL2T mit Eigenbau-Speichenrad, Scheibenbremse mit Stage 6 Sattel und Anti Dive. Verbaut ist ein 177er Quatrini mit einer 60 LHW und einem 28er keihin auf einem Membran ASS. Pinstripe my ass! Nachtrag: matthias dahl photography Nachtrag Leistungsdiagram In der Zwischenzeit sind ein paar Details hinzugekommen. Tirestickers.com hat geliefert
    37 points
  47. Primavera 125 Originallack Biancospino 715 deutsche Ausführung 1973 Gefunden: Überholt:
    36 points
  48. 1956er Acma im Original Lack - hat lediglich Aufkleber und Farbe bekommen - sämtliche Teile sind Original (bis auf Motorinnereien, Tacho, Gummi, Felgen, Stoßdämpfer und Ständerfüsse). Dem Zustand angemessenes Tuning. Alles eingetragen. Name vom Hobel: THE RACER´S EDGE Thema ist eine Karre für die Rennen auf den Bonneville Salt Flats ... zudem wollte ich einfach mal ne Mühle mit Rock´fuckin´Roll Flair bauen Und weil ein ACMA Oarsch einfach so schön ist - hier noch mal, noch ohne Aufkleber, für den Connaisseur Die großen Felgenschrauben sind derzeit Originale, sollen aber noch, wie die Felgenschrauben, in Gold kommen. Das Felgenrot ist das Rot der Hoffmänner - soll auf dem Salzsee Speedway schon rüberkommen, dass das ne deutsche Karre ist.. Wer mit dem Thema überhaupt nicht grün ist - gibt mal "Bonneville Speed week" in den Gockle ein und geht auf Bilder .. viel Spass bei dem Augenschmaus! Denke das erschließt sich aus dem Kontext .. aber gerne noch mal schriftlich - die originale Sattelbrücke war warumauchimmer gestrahlt, hab also sicher kein Olack übergeduscht! Kann man sich jetzt natürlich drüber zanken mit dem Orange. Ich finds sexy .. und das ist ja wohl die Hauptsache D)
    36 points


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