Eine Ergänzung möchte ich zum Fertigungsprozess "schleifen" anmerken. Hier hab ich mich leider missverständlich ausgedrückt, auf keinen Fall pratzt (spannt) der Werker das Pleuel am H- Schaft nieder ohne die Differenz in der Breite der Pleuelaugen durch Unterlagenlemente auszugleichen. In dem Fall würde das Pleuel ja total verspannt niedergehalten. Denn das unter Auge misst ja in der Breite 15mm, das obere hingegen 17mm. Ob das H- Profil des Pleuelschaftes gefräst oder geschmiedet ist entzieht sich meiner Kenntnis. Auf jeden Fall muss das Pleuel beim Innenschleifen auf einer "Dreipunktauflage" aufliegen, wenn das obere Auge frei stehen würde käm es zu starken Schwingungen und die geforderte Oberflächen Rauigkeit könnte nicht erreicht werden. Zu den Einwänden vom @schraubstock , ich zitiere" mit dem Pleuel an eben an einer Freifläche gespannt." Zitat Ende. Mittlerweile hab ich bestimmt 50 Stück Primatist Pleuel auf ihre Parallelität des unteren Pleuelauges hin vermessen, ich würde behaupten, über jeden Zweifel erhaben! Vielleicht hab ich auch deine Interpretitation über das spannen des Pleuel's auch verkehrt aufgefasst?? Zumindest solltest Du um über "meine" fachliche Erfahrung, sei es im Umgang mit den Bauteilen, sprich hier Motorteile selbst, sowie die Erfahrung im Umgang betreffend Aufbau von Mess und Prüfvorrichtungen deine Wortwahl diplomatischer wählen. Ich glaube bestimmt, Du hast so etwas doch nicht nötig! Noch etwas, die jetzt in 2026 60jährige Motorenbau Erfahrung nicht vergessen, und glaub mir, auch ich hab genug Lehrgeld bezahlt. Leute ich weiss, Eigenlob stinkt, aber hier im GSF muss immer wieder Fakt und Tacheles gesprochen werden. An welche Bezugsfläche soll ich mich dann zum vermessen halten, wenn "A" die Pleuelbohrung um 2-3/100mm konisch ausgewaschen ist, dann "B" eine Planfläche des unteren Pleuelauges total verschlissen, sprich ungleich abgenutzt ist?? Also muss ich auf die "jungfräuliche" wie neu erhaltene Oberfläche "auflegen", ich mach das hier mit einem ebenfalls 100%igem parallelem Einstellring. Wenn dann das Pleueloberteil "frei" zum abfahren mit der Messuhr steht ist das für mich i.O. Und denk bitte dran, wir suchen hier nicht die tausendstel, es würde reichen wenn wir hier die bis ü30/100mm rausmessen können. Nur noch kurz zu meiner FP1, hab ja bei besagtem 128er Pleuel die Messung auch 90° versetzt vollzogen um eine Verdrehung des oberen Pleuelauges rausmessen zu können. Und siehe da, gleich lange Messstrecke, an der Messuhr hat sich nicht mal um die hauchdünne Zeigerdicke etwas bewegt. Auf Verdrehung passen die Pleuel zu 1000% Und glaub mir, die Messuhr war nicht auf "Block!" Ein ganz simpler Messaufbau, wie in dem Video von dem Harley Spezialist zu sehen ist, funzt leider nur bei noch intaktem unterem Pleuelauge. Trotzdem wünsch ich dir einen schönen Sonntag