...ich check das bei Gelegenheit auch nochmal.
So, heute nochmal die vermaledeite Ausliterei in Angriff genommen um da zu ner Lösung zu kommen!
Danke an Hjey , der den entscheidenden Impuls geliefert hat: Wozu am zusammengebauten Motor messen?! Das Einzige was interessiert, ist das Kopfvolumen, wenn der Kolben einen Abstand von z.B. QS 1.2mm von der Quetschfläche des Zylinderkopfes hat! Auf dem Tisch lassen sich Lufblasen viel besser "herausschütteln"...
Vorgehen:
- Zylinder und Kopf mit etwas Fett auf der Dichtfläche und zwei Stehbolzen lediglich handfest (!) zusammenschrauben
- Kolben auf dem Kobendach mit einem "Abstandshalter" versehen (kleines Stück Lötzinn mit 1.0mm bzw.1.2mm aus Quetschspaltenmessung mit Sekundenkleber fixiert)
- Kolben mit Ringen und Fett drumrum in die Laufbuchse auf Anschlag rein
- Zylinder senkrecht auf dem Tisch, vorsichtig befüllt bis Rand Kerzenloch, dann den Zylinder um 45° geneigt, es blubbert, dann weiter befüllt.
Habe diverse Flüssigkeiten wie Petroleum, Volsynth. 2T Öl, Wasser ausprobiert und auch mal ein wenig mit Klopfen probiert
Ergebnis:
- Wasser und Petroleum schieben die Luftblasen unter der sehr engen Quetschspalte und den sonstigen Spalten zwar schön raus, dafür versickert aber zuviel in den dünnen Spalten und am Kolbenring vorbei - trotz Fett!
- 2T Öl ist zähflüssiger und haut deshalb nicht so schnell ab, da bleiben aber teilweise kleine Blässchen in der Quetschspalte hängen, da bin ich mir sicher. Habe es dann mit Klopfen/rütteln probiert, dann sackte der Stand etwas ab (ca.0.3ml) ...da wurden dann wohl die dünnen Spalte zwischen Kolben und Zylinder (rechn. ca. 0.11ml), die Spalte zwischen Ringen und Kolben, sowie der Spalt, der beim Versenken des Kopfes entsteht, teilweise gefüllt. Aus Letzterem (rein rechnerisch ca. 0.02 ml, ohne die Fase am Kopfrand zu berücksichtigen) bekommt man die Luft eigentlich sowieso nicht ganz raus.
Am Kolben mit Klopfen vielleicht schon, irgendwann läuft die Sosse aber auch am Kolbenring vorbei!
Zum Schluss bin ich dann doch beim 2T Öl als probates Mittel geblieben, das erschien mir am genauesten. Hab auch mal den Kolben minimal hoch und runter geschoben, da weis man dann halt aber auch nie, was sich an Öl an den Ringen vorbei verdünnisiert...
Hab zudem auch mal mit ner Spritze mit 0.2ml Auflösung herumprobiert.
Wichtig ist auf jedenfall: Senkrecht stehend befüllen, damit die QS möglichst luftfrei ist, dann um 45° kippen und weiter befüllen. Beim nächsten Versuch zerlegen und ausputzen, da verbleiben sicher 0.1ml drin!
Ich würde ausserdem eher langsam Öl einfüllen, damit sinkt vielleicht die Wahrscheinlichkeit "eingeklemmter" Luftblasen.
Nach mindestens 8 Messungen, war dann für mich klar, egal wie, mit 0.5ml Unsicherheit wird man leben müssen!
Ne Bürette ist somit auch eher unsinnig, weil Drehen am Nonius...Man müsste erstmal die grossen Messfehler ausmerzen...
Letztenendes komme ich mit dem Kopf mit paraller QS (15mm tief)auf:
QS 1.0mm: Werte zwischen: 16.2 und 16.8 ml/ccm
QS 1.2mm: Werte zwischen 16.6 und 17.4 ml/ccm macht also ca. 11.7:1 bis 11.2:1, also alles im Lot!
jeweils Kerzenloch halb befüllt.
Ich vermute der andere Gusskopf mit aufgehender QS wird ähnlich sein.
Das Gute: Das Volumen wird immer etwas grösser sein als gemessen weil noch irgendwo Luft drin sitzt! Man ist also mit der Verdichtung immer etwas niedriger und auf der sichern Seite (Voraussetzung: Fett zur Abdichtung und 2T Öl zum Messen)
Ach ja, eine Kerze NGK B9ES ( Volumen variiert je nach Wärmewert ) im Kerzenloch, lässt sich mit nur 0.3ml befüllen. Kerzenloch halb voll passt also auch nicht so ganz...