Und wieder werden alle Klischees tiefster Schublade bedient... Ein Mod-Roller hat 100 Spiegel zu haben, sonst isses kein Mod-Roller. Wenn ein Roller 100 Spiegel hat, dann ist der Fahrer automatisch ein Mod....
Nee, wer sich damit mal befasst hat, der weiß, dass das mit dem überbordenden Gelöt ein Süd-Londoner Trend war, und zwar nur im Frühjahr 1964. Also genau die Jungs, die Richard Barnes in genau dem Moment vor die Linse gekriegt hat und die sein Spätsiebziger "Mods!" Buch prägen....
Die Mod-Roller-Kultur konnte einiges mehr: Custom-Lackierungen, teils extreme Cut-Downs, Extrem-Tuning (SS250, etc.), den Begriff "Scooter Boys" für rollerfahrende Mods (z.B. die Pompey Feds), etc., etc., etc.... Alles schon Mitte der 60'er.
Die Roller-Kultur der Mods, auf ewig reduziert auf das Titelbild des Barnes-Buchs, von Leuten, die es nicht besser wissen (wollen). Trashige Neo-"Mods" ebenso wie altkluge Scooterboys...
Ist aber nicht wichtig, nur lustig!