Ja, die Lachscremespeise...
Danke für‘s Vertrauen, @Herr Gawasi. Wir werden hier am Arbeitsplatz zwar immer recht aktuell und transparent über neue Entwicklungen informiert (bzw. mit Mitteilungen von zentraler Stelle versorgt), aber da diese Infos nur für‘s hiesige Personal bestimmt sind, darf ich sie (rechtlich) nicht direkt verlinken oder als Screenshot/Faximile wiedergeben. Aber die grundlegenden Fakten und Quellen kann ich zitieren....
Stand der Dinge in puncto Schule/Kitas ist derzeit, dass durch die neuen Unterstämme erstmal vieles auf Null gestellt ist. Die bisherigen in Deutschland (teils weit) verbreiteten Unterstämme 19A, 20B, 20C, 20D und 20E sind von der Virulenz her unter sich als ähnlich ansteckend zu sehen. Darauf bezieht sich die Studie in @Crank-Hanks Beitrag, ist also angesichts der aktuellen Bedrohung leider bereits obsolet:
Mit den Unterstämmen 20H („südafrikanische Mutante“; 501Y.V2), sowie 20I („englische Mutante“; B.1.1.7) und 20J („brasilianische/japanische Mutante“) hat das Virus aber 3x kurz hintereinander jeweils einen harten Gang zugelegt. 20H hat z.B. mittlerweile alle anderen Varianten in Südafrika quasi verdrängt, das sagt vieles aus...
Dazu die Impfstoffe: Astra Zeneca schlägt bei 20H deutlich schlechter an, man bemüht sich, zum Herbst hin den Impfstoff dahingehend angepasst zu haben.
Die britische Mutante scheint (auch!) bei Kindern sehr viel schneller zu greifen als die bisherigen Unterstämme (nach wie vor i.a.R. durch Aerosole). Trotz biologischer Faktoren wie geringerer Lungenkapazität und weniger ACE2 Rezeptoren bleibt auch bei dieser Variante z.B. ein 10jähriger etwa 50% so ansteckend wie ein Erwachsener. Als sinnvoll wird daher im Moment im Schulbetrieb angesehen, den Abstand zwischen Erwachsenen und zwischen Erwachsenen und Kindern auf 2 Meter auszuweiten und zwischen präpubertären Kindern allgemein streng auf 1 Meter zu halten. Die europäische Gesundheitsbehörde ECDC empfiehlt allerdings auch, bei Kindern zwischen allgemeinen-, hochrisiko- und niedrigrisiko-Kontakten zu unterscheiden, so, dass ein weitgehend normaler Umgang in festen (kleinen!) Gruppen möglich bleibt.
Das anerkannte Fachblatt „Nature“ bemängelt in einem in der Fachwelt viel zitierten Artikel den allzu laschen Umgang mit der Pandemie in westlichen Ländern und zeigt auf, dass mit einem deutlich härteren Vorgehen, klarer Führung und deutlichen Vorgaben die psychologisch/soziale Belastung aller, insbesondere der Kinder, in Summe (durch gefühlte und tatsächliche Wiedererlangung der Kontrolle im Rahmen der Möglichkeiten) drastisch reduziert werden könnte. Bittere Medizin also, aber eben Böses mit „Bösem“ austreiben.
(Artikel wird nachgereicht, hier für Interessierte noch ein anderer recht aktueller Artikel aus gleicher Quelle, der die gegenwärtige Ansteckungsgefahr-Situation für Kinder weiter ausführt: https://www.nature.com/articles/d41586-021-00139-3)