Sind jetzt natürlich nur eigene Gedankenspiele, aber natürlich würden/werden die Grundrechte nirgends auch nur angekratzt. Nur eine Gruppe sieht das anders: sie selbst!
Metaphorisch: Sie wollten nicht beim Aufräumen helfen, sind deshalb kurz rausgeflogen und klingeln jetzt Sturm, um sich wieder pöbelnd auf‘s Sofa zu fläzen während andere (auch für sie) weiter aufräumen. Da kann die Tür meinetwegen auch erstmal zu bleiben.
Die Spaltung der Gesellschaft wird sich m.M.n. weiter fortsetzen, egal, was man tut. Viele werden sich selbst beruhigen, ein härterer Kern wird sich weiter radikalisieren, drumrum ein Ring aus Sympathisanten. (vgl. die breitgefächerte deutsche Linke 1967-1977, wobei die natürlich sehr viel mehr waren und letztlich in Summe auch konstruktivere Reformansätze verfolgten und allein deshalb gewisse Erfolge verbuchen konnten).
Das Internet ist eben (auch) eine scharfe Waffe, mit der nicht jeder umgehen kann. Tatsache ist aber auch, dass sich die Extremisten selbst abspalten, der überwiegende Teil der Gesellschaft hat den passiven Part bei dieser Spaltung. Und es ist m.M.n. nicht die Aufgabe überzeugter Demokraten, eben diesen Extremisten hinterherzulaufen, um sie wieder einzufangen, sondern sich gegen deren Angriffe mit demonstrierter Stärke zu wehren. Zumal zu etwas anderem gerade jetzt nicht die gesellschaftlichen Ressourcen vorhanden sind (wer jetzt einen Moralischen kriegt, der hat doch i.d.R. ganz andere Sorgen als den rechten Rand).
Auf die Dauer werden sie nur durch Erfolge befähigt. Ohne diese geschwächt. Verwehrt ihnen also bitte weiterhin die Erfolge, wo es geht. Bisher haben sie nämlich gar nichts erreicht.
Nein, wenn sie sich gesellschaftlich isolieren, sollte man im Moment nicht die benötigte zusätzliche Kraft aufbringen, auf deren extremistische Wünsche und Bedürfnisse einzugehen, zumal da genau genommen auch einiges an äußerst arbeitsintensiven Verfassungsänderungen gefordert wird (perfiderweise oft unter dem Deckmantel, eben die Verfassung schützen zu wollen).
Sowas konstruktiv und planvoll anzugehen braucht mindestens 1-2 relativ ruhige Legislaturperioden, wo soll da jetzt die Kraft und Zeit herkommen? Nein, meinetwegen sollen sie sich weiter frei nach den Gesetzbüchern und aktuellen Verordnungen bewegen. Aber Politik ist mit denen nicht zu machen, also lasst es doch einfach. Zumindest für den Augenblick. Es ist nur eine lärmende und polternde Randgruppe, wenn also nicht mit ihnen, dann eben ohne sie. Und die vorhandene Energie stattdessen zum sinnvollen Dialog nutzen, wie z.B. hier im Topic demonstriert...
Reden kann man hinterher noch mit denen.