Über die Firma an sich ist relativ wenig überliefert...
"Ulma Fabbrica Accessori Auto Motoscooter" war in Turin ansässig, also in der direkten Nähe der Piaggio Export-Verwaltung,wo sie sich direkten Zugang zum Piaggio-Händlernetzwerk verschafften. Ab der ersten V125 wurde Qualitäts-Zubehör geliefert, kurz danach auch schon für's Lambretta B-Modell. Ab 1953 hatte die Firma Pfefferkorn den Exklusiv-Vertrieb in D, über diesen wurde der Markt so reichlich versorgt, dass sich hier keine wirklich eigene Zubehör-Industrie entwickelt hat (anders als z.B. in Frankreich, wo Ardor über ACMA den grössten Anteil hatte, ebenso Donza in Belgien über die dortige M.I.S.A. Produktion, usw...Douglas in GB hat unter der Hand Vigano unterstützt aber über Nannucci Ltd., Ken Cobbing, etc.haben kleinere Unternehmer ihre eigenen breiten Produktpaletten (querbeet durch alle Marken) mittels Direktimport und durch Vertreter an die Händler vertrieben, dabei dann auch sehr viel von Ulma).
Ab ca. 1960 ging's für Ulma, bedingt durch die Autowelle, bergab, die letzten sehr aufwändig produzierten Kataloge sind von 1964, Pfefferkorn war schon '63 absatzbedingt auf andere Exklusiv-Verträge (Ferrero-Sportlenkräder und anderes Autozubehör) ausgewichen, bot Ulma also nur noch nebenbei an. Spätestens '65 müssen bei Ulma dann harte Einschnitte passiert sein, es kam nur noch eine sehr geringe Anzahl neuer Produkte raus, z.B. Super-Florida Sturzbügel für SS180/Rally180. An der Qualität wurde allerdings auch hier nicht gespart. Die Firma bestand danach noch mindestens bis 1985, vermutlich aber nur noch zum Abverkauf von Restbeständen (die dann 15 Jahre später als NOS zu Spottpreisen in der Anfangszeit der Bucht wieder auftauchten).
Die heute in Italien vertretene spanische Firma Ulma (Verpackungstechnik, Gerüstbau, etc.) geht nicht auf Ulma Accessori zurück.