Hier noch ein kurzer Bericht von Team Germany #TG111
Mir ist am Montag vor dem Rennen aufgefallen, dass der KuWe Limas Stumpf unseres Hauptmotors im eingebauten Zustand (Rennmoped war schon komplett fertig und wurde in Mirecourt schon testgefahren) am Ende des Lima Stumpfes geschlagen hat. Noch ein paar Meinungen eingeholt -> zu viel, insbesondere für ein 24h Rennen
WIr haben dann am Montag Abend den Motor ausgebaut, zerlegt und ich bin dann am Dienstag mit dem Auto zu Herrn @powerracer gegurkt, welcher mir dann die Welle fachgemäß gerichtet hat. Dann wieder zurück, Karoo ist sogleich ebenfalls von Stuttgart angerückt und Motor wieder zusammengesetzt.
Mittwoch dann alles verladen und in einem Rutsch nach Zuera (1800km) gegurkt, Roller ausgepackt....und Shice. Motor zog massiv Fremdluft, nach kurzer Fehlersuche hat sich der Lima Simmerring als Übeltäter herausgestellt.Gewechselt, läuft und schnurrt wie er soll.
Noch kurz ein paar Nachjustierungen am Fahrwerk und schon war die Kiste rennbereit.
Das Nachttraining am Freitag haben wir uns kurzerhand gespart, um nicht zu viel auf die Karre draufzufahren.
Samstag dann im Qualifying wie gewohnt auf einen der ersten Plätze gefahren, um beim traditionellen Le Mans Start nicht von den 60 anderen Teams überfahren zu werden...dass bei dem Start noch nie was passiert ist wundert mich immer wieder. 60 übermotivierte Verrückte ziehen alle maximal am Gas. Gleichzeitig. Auf ner Länge von 50m. Alder.
Zu Anfang des Rennens noch von Regen verschont geblieben, schlug das Wetter kurz später krasse Kapriolen: Mehrfacher starker Platzregen mit zentimeterdick Wasser auf dem Track führte zu mehreren Rennabbrüchen. Am Anfang machte sich der Veranstalter noch die Mühe, die Leute nach der Platzierung wieder aufzustellen, irgendwann wurden dann einfach alle wieder durcheinander auf den Track geschickt weil kurz nach Rennfortführung der nächste Abbruch kam. Kurz vor dem ersten Rennabbruch hatten wir einen kleinen Defekt am Zündkabel, da sich eine Gummitülle zur Seite geschoben hatte und das Zündkabel durchgeschubbert war, was ziemlich ungeile Zündaussetzer produzierte. Die Fehlersuche konnten wir dank der Rennabbrüche in aller Ruhe durchführen...Glück muss man haben.
Die Platzregen verbanden sich später noch mit Orkanböen, was plötzlich dazu führte, dass das eigentlich überdachte aber seitlich offene Fahrerlager völlig geflutet wurde und viele Teams abgesoffen sind. Wir, ganz am Rand gelegen und eigentlich an einer Stelle waren, die massiv exponiert war, hatten das Glück, dass wir dieses Jahr erstmals ein Pavillon in der Box aufgebaut hatten
Irgendwann kam dann noch dicker Hagel dazu...also alles geboten..
Als dann die Nacht hereinbrach beruhigte sich das Wetter zusehends, es regnete noch ein paar mal leicht aber ab Mitternacht kam dann kein neues Wasser mehr vom Himmel. Mit Abtrocknen in der Nacht war jedoch auch nichts, weswegen wir ziemlich lange dann auf Regenreifen unterwegs waren, die gnadenlos bis auf Slickoptik heruntergemäht wurden, teils bis auf die Karkasse. Aber unglaublich geil, was die Teile für Grip aufbauen, auch noch im völlig abgefuckten Zustand.
So gab es in der zweiten Hälfte keine weiteren Überraschungen, das Rennmoped lief das ganze Rennen über bis auf den Zwischenfall mit dem Zündkabel wie ein Uhrwerk, so dass kurz vor Rennende ein Vorsprung von 19 Runden auf der Uhr stand. Zwischenzeitlich hatte uns Mr. Baguet von Projekt Paul die schnellste Rennrunde abgeluchst, so dass wir nochmal unsere Geheimwaffe auf das Moped setzten und zu dem Zeitpunkt, als wir uneinholbar waren, nochmal einen Angriff auf die bisherige Bestzeit starten ließen.
So wie der Terminator macht auch der Rapfinator immer seinen Job, und so stand nach kurzer Zeit eine neue Bestzeit im Raum und wir konnten das Rennen mit "verringertem" Tempo (=nicht zu erreichnede Rundenzeiten für mich, aber "gediegen" für den Rapfinator) zu Ende fahren.
An dieser Stelle möchte ich bei allen Teammitgliedern für die noch nie so starke Performance auch und vor allem in der Vorbereitung des Mopeds bedanken:
Karoo
Woidi
Rapfi
Jens
GTZT
Andal (für den mentalen Support)
und den ab sofort für Zuera fest gebuchten Pidi, der während der Rennens die Mannschaft mit vollem Einsatz versorgte und verpflegte
Heisst:
Bei der achten Auflage des VTR24h Rennens haben wir zum VIERTEN Mal das Triple Gesamtsieg, Klassensieg und schnellste Rennrunde errungen. Desweiteren noch zwei zweite Plätze und hier und da noch eine schnellste Rennrunde.
Nur möglich mit einen außerordentlichen Team und dem richtigen Material.
Deswegen an dieser Stelle auch einen außerordentlichen Dank auch an unsere Hauptsponsoren:
- Scomadi/Sqooter.com für das Stellen des Motors
- SIP für die endgeile SIP Zündung inkl. der Race Lüfterkranzprototypen mit weniger Gewicht
- MMW für die beste Kupplung aller Zeiten und die superschnelle Herstellung der "Blow Jobs" (so geil )
- AS Auto fürs Auswuchten unserer Räder für mehr Laufruhe bei hohen Geschwindigkeiten
Wer wirklich wissen will, ob sein Equipment was taugt, der kann sich gerne bei mir melden, wir testen das Zeug auf Herz und Nieren
Cheers
Mike