"er stempelt auch nicht"... Naja, die einen sagen so, die andern so...
Noch ein paar ernsthafte Antworten:
Es gibt eine Hauptregel: Es muss sich um eine Flüssigkeit aus Traubensaft handeln (Jesus meinte im letzten Abendmahl: Ich werde nicht mehr von der Frucht des Rebstocks trinken, bis ich wiederkomme...) Das klingt banal, schließt aber Fruchtweine aus anderem Obst aus. Schlecht für die Hessen: Äppler is nicht!
Vergoren muss der Traubensaft nicht unbedingt sein. Daher gibt es im Evangelischen mittlerweile auch Abendmahlfeiern mit Traubensaft - damit Alkis und kleine Kinder mitmachen könen.
Welcher Wein verwendet wird, ist im Evangelischen egal. Auch die Farbe ist wurscht. Manchmal ein Kostenfaktor - da ja jeder einen Schluck bekommt, ist da schon mal schnell das Fass leer. Ich hatte mal ein Abendmahl mit Lambrusco. Der perlte ein wenig. Das störte schon ein bissel die Andacht...
Im Katholischen Bereich wird als Messwein meist ein Likörwein, Sherry, Port, Massala, Trockenbeerenauslese oder sonst so süßes Zeug verwendet, da hier die Haltbarkeit eine große Rolle spielt. Da nur der Priester selbst davon trinkt und auf keinen Falle etwas weggekippt werden soll, darf so eine angebrochene Flasche nicht verderben. Die Qualität ist demnach höher. In diesem Bereich gibt es wohl auch einen spezialisierten Handel und man nimmt gerne Stoff aus kircheneigenen Weinbergen.
Ist zwar nicht die Frage - aber will jemand wissen, wie sich das mit dem Taufwasser verhält? Nein? Ok. Mir egal. Also:
Die Taufflüssigkeit muss im Hauptteil aus Trinkwasser bestehen. Das schließt Körperflüssigkeiten aus (echt jetzt. So sind die Regeln.) Wein geht nicht, da Pflanzensaft. Bier geht, da mit Wasser produziert. Amerikanisches Bier sowieso... Auch Suppen kann man verwenden, wenn sie schön dünnflüssig sind. Also: Klare Brühe: ok. ; Erbsensuppe: nö!
In diesem Sinne: