Dass du jetzt meine Wortwahl kritisierst, nehme ich mal als inhaltliche Zustimmung.
Wenn du keinen Zusammenhang zwischen Kacke in Hörner von toten Kühen stopfen um damit bei Vollmond das Feld zu düngen (Achtung: Die Kacke als Dünger ist nicht der Kritikpunkt) und wissenschaftsfeindnichem denken siehst, dann ist das wohl so. Wenn es dich interessiert: Ich hab weiter vorne ein Interview verlinkt, dessen Argumentationslinie ich für schlüssig halte, vielleicht nimmst du dir ja die Zeit und hörst mal rein.
Ich für meinen Teil glaube z.B. nicht, dass es einen nachweisbaren Zusammenhang zwischen der geistigen Reife von Kindern und ihren Milchzähnen gibt.
Ich glaube auch nicht, dass es richtig ist, dass alternative Heilmittel keinen Wirksamkeitsnachweis benötigen und trotzdem teuer in Apotheken verkauft werden dürfen.
Ich habe auch noch keinen Nachweis für ein Gedächtnis des Wassers gesehen. Oder für die Wirksamkeit von Gold bei Herzkrankheiten.
Von Steiners lustigen Evolutionsgeschichten, Atlantis und sowas will ich jetzt garnicht erst anfangen.
Ich kann die Argumentationslinie des Interviews nachvollziehen, dass die Gleichberechtigung von solchem esoterischen Schwachsinn dazu führt, dass dessen Anhänger die Wissenschaft hinter den Impfstoffen für eine Meinung halten.
Und wenn Steiner von Reinkarnation faselt und dass Krankheiten ja sowas wie göttliche Strafen oder Karma sind, dann kann der ein oder andere Eso schonmal glauben, dass Impfungen Schummelei sind.
Es soll Vögel geben, die die Wiedergeburt mit einer Behinderung als Strafe für Fehler im letzten Leben betrachten. Das ist schlicht und einfach widerlich.
Trotzdem glaube ich, dass es abseits der Schulmedizin viel gutes gibt, oder dass Biologische Landwirtschaft besser für die Welt ist, dass Tierwohl wichtig ist und dass Investitionen in Umweltverschmutzung oder Krieg was Schlechtes sind etc.