Trump hat die Regeln für diesen Wahlkampf allein aufgestellt. Es kann nur um ihn gehen, man stimmt also entweder für ihn oder gegen ihn. Nicht für Biden oder gegen Biden. z.B. bei Warren oder Sanders (Trumps Wunsch-Gehenkandidaten) wäre das anders gewesen.
Wenn das Demokratische Kommittee einen Politiker mit Ambitionen (oder gar Visionen) hätte antreten lassen wollen, da gab's ja genug von. Aus taktischen Gründen wurde es dann der nette, etwas bräsige, Onkel Joe geworden(quasi "Make America America Again") gegen den ewigen Funkenrauchschleuder-Brummkreisel ("Make America The Greatest America Ever, Again (Again)"
Die Frage ist, inwieweit Biden im Falle einer Wahl tatsächlich eine führende Rolle einnehmen will, oder sich entspannt in sein Netzwerk aus demokratischen Regierungskollegen (vor allem Harris, aber z.B. auch Sanders, Buttigieg, Warren, AOC, Pelosi, Shumer, usw.) zurücklehnt und allgemein mehr auf Repräsentation und Winke-Winke macht. Eine zweite Amtszeit schliesst er ja sowieso von vornherein kathegorisch aus, das ist mal ganz was neues für einen Präsidentschaftskandidaten. Ihm geht's eben in erster Linie nur darum, Trump zu stürzen, alles weitere dürfte dann seine Partei regeln...
Dass Trump keine Lösungen für die absolut akuten umweltlichen, pandemischen oder gesellschaftlichen Probleme hat, sollte wohl jedem klar sein. Also kann die Lösung, wenn überhaupt, nur auf der anderen Seite liegen.
Und klar geht's uns alle an, der kulturelle Einfluss der USA ist immer noch stark (z.B. dumpfe QAnon-Statisten in D, aber auch z.B. BLM-Aktivisten), die Pandemie ist global, die USA immer noch (offiziell) alliiert und der erhitzte Planet auch derselbe, egal, wo man gerade ist.
Meine 2 Eurocent...