Mein vorhandenes ökologische Gewissen steckt da schon in einem Dilemma.
Ich versuche das halt unter einen Hut zu bringen, indem ich den Müll sauber trenne, im Winter fahrradfahre, recht wenig fliege bzw. gar keine Kreuzfahrten mache, seit 35 Jahren Greenpeace spende, im Büro auch meinen Bildschirm ausmache etc. - Kompensation sozusagen.
Ich könnte da jetzt seitenweise dazu schreiben, vielleicht aber auch einfach mal runterbrechen auf folgende Punkte:
1. Es gibt einen Klimawandel, der katastrophale Folgen haben wird, wenn die Politik und wir alle nichts dagegen tun - darüber kann man sich einig sein, oder? (außer Trump und Konsorten)
2. Zu hohe Feinstaub-/NOX-/CO2-Werte in der Luft sind nicht gesund.
3. Die Politik muss daher Maßnahmen ergreifen, den Klimawandel zu stoppen und die Schadstoffe in der Luft zu minimieren. Grenzwerte werden von Wissenschaftlern empfohlen und politisch u.U. ein bisschen anders festgelegt.
4. Diese Grenzwerte werden immer von irgendjemandem – sei es Industrie, sei es Otto Normalverbraucher – nicht gemocht. Trotzdem oder gerade darum ist es die Aufgabe von allen, sich danach zu richten.
5. Die Medien greifen natürlich solche Themen in epischer Breite auf, das ist ja auch ihre Aufgabe. Eine „Gleichschaltung“ kann ich nicht erkennen. Ist ja klar, dass das Manager-Magazin andere Ansichten bedient als dies die taz tut z.B. Das gilt erst recht für den Krempel, den man über Facebook oder auf tendenziösen Webseiten lesen muss. Im Großen und Ganzen sollte man alles hinterfragen und sich informieren.
6. Dass neue Fahrzeuge die jeweils geltenden Grenzwerte einhalten, sollte selbstverständlich sein und ist mit Sicherheit auch technisch möglich. Schlupflöcher auszunutzen und Schummeleien müssen gänzlich zu Lasten der Hersteller gehen, die auch Nachrüstungen zu entwickeln und zu bezahlen haben, damit die Grenzwerte wieder eingehalten werden können.