Tach zusammen,
dann wollen wir auch mal ein paar Bilder und einen Aufbaubericht für die Massen beisteuern.
Seinen Anfang genommen hat das Projekt letzten September. Nachdem ich schon einige Monate mehr oder weniger intensiv die Angebote für VBAs verfolgt hatte war ich tatsächlich zur Abwechslung mal der erste der sich auf eine hier im Forum angeboten VBA gemeldet hatte, die genau ins Beuteschema passte: O-Lack, die meisten wichtigen Originalteile dran und scheinbar schon ordenltich was erlebt der Roller, hatte ja seit 1959 Zeit dazu Dazu noch mit italienischem Nummernschild und Papieren - ideal.
Also kurzentschlossen am folgenden Wochenende die 1400 km Hin-und Rückweg runtergerissen und schon stand das gute Stück bei mir:
Der Plan war (und ist es noch) alles zu zerlegen, Rost wo möglich zu entfernen, Beulen ein bisschen rauszudengeln, alles konservieren und kaputte Originalteile gegen intakte Originalteile zu tauschen Technisch wird die Gabel komplett überholt, das Fahrwerk etwas verbessert (bleibt aber auf 8 Zoll) und der Motor gegen was aktuelleres getauscht.
Zerlegen ging an sich schnell von der Hand, was allerdings in so einem Rollen an Dreck stecken kann ist immer wieder faszinierend... Dreckschichten in der Gepäckfachbacke aus denen man noch alte Bollos, Zündspulen und Lichschalterabdeckungen ausgräbt, man fühlt sich wie ein Schatzgräber
Bestandsaufnahme: Rahmen top, gesundes Blech, keine Durchrostungen oder Ähnliches. Ein paar Dellen und vorbogene Seiten des Trittbretts, aber nix wildes. Einziges Problem: die Löcher für die Einloch-Halterung des Ständers sind komplett ausgerissen und es wurde wohl auch schonmal dran rumgebraten. Da muss man ran. An einer Stelle am Beinschild wurde außen und innen gespachtelt und überlackiert, muss freigelegt werden. Das Gleiche vorne am Kotflügel.
Parallel habe ich schon die meistens Fehlteile gefunden, zum Beispiel die Rücklichtgläser in NOS (wenn auch nicht die rote Version des oberen Glases) oder einen originalen Lichschalter, originale Leisten, einen originalen A.Rejna-Schwingsattelbezug, Hauptständer, etc.
Über den Weihnachtsurlaub hatte ich dann Zeit den ganzen Kram zu reinigen und die Entrostung mit Rostdelete zu starten. Geiles Zeug muss ich sagen, der Lack wird (zumindest bei mir) nicht angegriffen und der Rost ist Vergangenheit. Nach kleineren Test hab ich das recht größflächig verwendet.
Ich habe aber auch gelernt, dass man das Zeug nicht auf Flugrost verwenden sollte. In meinem Fall wollte ich testen ob man den Flugrost besser mit Rostdelete oder per Schleifpaste wegbekommt, das Ergebnis sieht man auf den Bildern Da der Rost an dier Stellen scheinbar unter den Lack gewandert ist hat es beim Abspülen glatt die Lackschicht samt Grundierung - schwupp - entfernt...
Aus Fehlern lernt man, zum Glück war es nur eine kleine Stelle und stört mich an dem Roller auch nicht.
Gesäubert:
Eingeschleimt:
Abgespült:
Der blanke Bereich am Heck ist das Werk von Rostdelete
... und mit Schleifpaste (Rot Weiss) bearbeitet:
Das gleiche Spiel wurde dann noch für den Unterboden, die Radläufe und die Motorbacke wiederholt. An einer Felge hab ichs auch getestet, da hier leider kaum noch Lack vorhanden war blieb logischerweise auch fast nur blankes Metall übrig. An der anderen Felge hab ich dann nur geschliffen (Schleifpapier und vor allem Stahlwolle), gefällt mir wohl besser. Da auf der Gepäckfachbacke recht viel Flugrost war wurde hier nicht mit Rostdelete gearbeitet, wie schon gesagt hab ich da dazugelernt
Vorher/Nacher:
Auch der Rest des Lacks wurde mit Schleifpaste behandelt. Der oberflächliche Fulgrost geht damit ziemlich gut runter.
Vorher/Halbzeit/Nachher:
So, und damit sind wir auch fast in der Gegenwart, letzte Woche habe ich noch den oben erwähnten Spachtelbereich entfernt. Viel Einweichen in Aceton und jede Menge schleifen und kratzen habens gerichtet:
Außerdem wurden noch 2 originale Schwingsattelgestelle (vorne und hinten) entrostet und mit Oxyblock eingeschmiert und der Hauptständer verlängert (der hat im Laufe seiner seines Lebens einiges an Länge eingebüßt).
Das wäre soweit der Stand.
Nächste Schritte:
- Reperaturbleche für die ausgerissenen Trittbrettbereiche für die Befestigung des Hauptständers anfertigen und einschweißen (lassen )
- Motor aufbauen, Teile liegen alle schon bereit (danke Valle ) - PX 150 Lusso Block auf 8 Zoll umbauen, 24/64 Primär (BGM), BGM Superstrong, SI 24, Parmakit 177, 60er K2D Welle, Megadella-Pott,...
- Gabel überholen
- Lack fertig aufarbeiten (Rotweiss Schleifpaste und anschließend noch RotWeiss Politur)
- Alle blanken Stellen mit Oxyblock konservieren
- Zusammenbauen
- Fertig sein bis Saisonstart