Wie gut, dass uns der Herr Doktor und Monsieur Voxelair endlich erklärt haben, was man mit einer PX tun soll und was nicht... Mal im Ernst: Das Tunen (resp. "Frisieren") ist, ebenso wie das Anschrauben von grauenvollen und/oder praktischen Accessoires sowie diversen Optimierungen von Fahrwerk&Co so historisch wie die Vespa selbst. Schon mein Schwiegervater hat in den frühen Sechzigern seinen Auspuff angebohrt und den Luftfilter ausgebaut. Warum das so war/ist?! Weil es schon immer ein Fahrzeug "des kleinen Mannes" war, der mit wenig Geld und viel Fantasie (und manchmal Können) seinen Traum lebte. Vespen in gut erhaltenem Originalzustand sind so selten und so sinnvoll wie Rasseweiber mit Jungfräulichkeitsnachweis. Super selten, schön anzuschauen und völlig spaßfrei. Deshalb ist es völlig sinnfrei, sich als Neueinsteiger in eine Szene zu beschweren, dass nichts so ist, wie man das gere hätte. Wenn es oberste Aufgabe eines Vespaeigners wäre, den Originalzustand zu erhalten, gäbe es keine Traditionsfirmen wie Malossi und Polini, gäbe es keine Shops wie SCK und SIP, gäbe es das GSF nicht - eine Original Bedienungsanleitung in der Hand jedes Eigners und ein "Wie helfe ich mir selbst" würde ausreichen. Und die Erde wäre wüst und leer und Finsternis läge über der Welt... Um Missverständnisse zu vermeiden: Ich bin ein ziemlicher Originalfahrer und habe 4 PXen, eine davon 2003 neu, die anderen mit wenig Kilometern in völlig unverbastelten Originalzustand gekauft. Jede wird von mir gefahren, optimiert, repariert. Jede hat ihre eigenen Charakter und ihre eigene Geschichte. Aber Dr. Mabusse hat Pech: KEINE davon wird jemals verkauft. Ätsch.