Bin seit 11.3.2020 im Homeoffice, einen Monat später dann auch die meisten anderen aus der Firma, übers Jahr hat der Laden die übliche Performance ohne jeglichen Einbruch quasi wie immer abgeliefert und sogar noch zugelegt, scheint also zu gehen wenn man kein Produktionsbetrieb ist. Der einzige Nachteil ist, dass sich das Management offensichtlich seiner Entbehrlichkeit bewusst geworden ist und jetzt meint den ganzen Laden auf den Kopf stellen zu müssen, um Daseinsberechtigung vorzutäuschen, wobei jetzt schon abzusehen ist, das die Sache voll nach hinten losgehen wird.
Naja, als Singlehaushalt ist das mit dem Homeoffice für mich auch nicht sonderlich schwierig gewesen, bzw. wars bis Dezember nicht. Seitdem gibt es einen neuen Hausbesitzer, der sogleich die Gentrifizierungsschiene/Entmietungsnummer mit den üblichen Schweinereien ans Laufen gebracht hat. Erstkontakt mit dem neuen Besitzer war das Kündigungsschreiben für die Garage im Briefkasten , außerdem seit Mitte Dezember eine Polentruppe im Haus, die mit infernalischem Krach das Dachgeschoß ausbaut, also direkt über meiner Wohnung, tolle Atmo für konzentriertes Arbeiten, weil sogar das Noise Cancelling vom Headset gegen Krawall in Erdbebenstärke machtlos ist. Ich bin ja eher hart im Nehmen, aber letzte Woche ist mir dann doch der Kragen geplatzt und ich hab die Bauaufsicht aktiviert, außerdem bei AHA verpetzt, dass die Polen E-Geräte im Bauschuttcontainer entsorgt haben, und zwar so dass der faule Container vom Entsorgungsunternehmen auf der Kippe in Altwarmbüchen definitiv rausgezogen wurde (AHA hat sich für den Tip bedankt). Seitdem geht es deutlich ruhiger zu. Immerhin hab ich schon ne neue Garage in der Nähe am Start, der Umzug der Garage bis Ende Februar wird trotzdem eine Herausforderung unter den gegebenen Umständen, wer meine Garage kennt, weiß wovon ich rede.
Mitte des Jahres gehts dann ab aufs Dorf, um mit dem notwendigen Ausbau der neuen Räumlichkeiten loszulegen, und am 30.9 bin ich dann wohl endgültig raus aus der Stadt. Das Gute ist, das ich nen 35 Jahre alten Mietvertrag für meine Butze habe und die Miete 300 inkl. NK im Monat beträgt, nachdem der Vorbesitzer den möglichen Rahmen für eine Mieterhöhung gerade erst ausgeschöpft hat. Sprich, diese verfickten Immobilienhaie dürfen massiv bluten, bevor ich auch nur im Entferntesten daran denke "offiziell" aus der Bude auszuziehen. Kommt alles ein wenig ungelegen in der derzeitigen Situation, aber was solls, wäre ohnehin eher früher als später angesagt gewesen.
Arschbacken zusammenkneifen und durch ist angesagt. Wie sagt man so schön: When you're going through hell, keep going.
In diesem Sinne, munter bleiben.