Griaß eich,
nachdem ich hier auch gerne Reiseberichte lese, möchte ich nun meinen auch mit euch teilen.
Ausgangspunkt war Villach/Kärnten und mein Ziel war die französische Grenze.
Das Abenteuer das ich mir in den Kopf gesetzt habe wollte ich ohne Begleitung bestreiten. Das Gefühl von Ruhe, Freiheit und Abenteuer glaubte ich, sei alleine intensiver.
am 18. Sep startete ich in Villach vollbepackt mit Zelt und Schlafzeug, viel zu viel Gewand, Werkzeug, Ersatzteilen und reichlich Sprudle für die durstige Vespa.
Die ungefähre Routenplanung machte ich mit google maps auf dem Handy das dann auch als Navi am Lenker montiert war.->funktionierte super
Tag 1:
Villach -Gardersee
Von Villach ging es durch das Drautal nach Ostirol, Lienz, Sillina und dann nach Italien nach Toblach und richtung Cortina d Ampezzo.
Drei Zinnen:
Cortina d Ampezzo
Passo Pordoi: die Bergpässe waren sehr geil zum fahren und die Landschaft erst recht. Die 2000Hm+ sorgten dafür das die Vespa nicht mehr so sauber lief, flott war sie trotzdem noch
der See kam näher und die Gegend änderte sich, überall Weinreben.
Tagesziel ,Camping Nanzel erreicht nach über 460km. Toller kleiner Campingplatz, direkt am See mit herrlicher Aussicht.( zum Weiterempfehlen)
Tag 2
Limone Sul Garda-Genua
Abfahrt zeitig in der Früh
Entlang am wunderschönen Seeufer Richtung Cremona.
Von Cremona nach Piacenza und Bobbio nach Genua.
Nach Piacenza ist ein Hügel/Gebirgszug mit perfekter Motorradstrecke und wunderschöner Landschaft.
In Genua aus der Straße SS1 über der Stadt entlang fahren war super. Linkerhand das Meer und der riesige Hafen, rechts die Stadt.
Übernachtet habe ich in einem kleinem Campingplatz direkt in der Stadt. Camping Villa Doria, auch schön.
ca 320 km
Tag 3: Genua-Frankeich
Ausblick über Genua in der Früh
Die Route entlang der Küste war top, Wetter war auch immer super.
Grenze Frankreich, Ziel erreicht
Monaco,
eine Runde musste ich auf der Formel 1 Strecke drehen
dann ging es weiter durch Nizza, Cannes in Richtung St. Tropez zum Camping Azur Rivage.
Auf dem Weg dorthin begann die Kupplung zu zicken, sie trennte nicht mehr sauber. In Nizza fand ich eine Vespawerkstatt wo ich sie auf die Bühnen stellen lies.
Der Druckpilz war verschlissen weil ich vergaß ihn einzufetten. Der Spaß kostete für 20min Arbeit und einen neuen Pilz 100€! Also nur für Notfälle diesen Landen ansteuern.
ca 290km fahrt zum Tagesziel
Tag 4
Rückreise
Ziel ein Campingplatz hinter Turin
Sonnenaufgang vor der Abreise genießen
alles wieder gepackt, Vespa nochmals überprüft, alles tippitoppi.
Zurück nach Nizza und von dort über die Berge zurück nach Italien auf der D2204 nach Sospel und weiter auf der D6204 (wieder eine perfekte Motorradstrecke)
Die Abstimmung auf Meereshöher war perfekt, die Vespa ging wie die Feuerwehr.
Sie lief so gut und machte die ganze Reise über keine Probleme (Ausnahme der Pilz, mein Verschulden) so das ich sie die Berge hinter Nizza nur so raufscheuchte.
Aussichtsfoto von fast ganz oben.
als ich den höchsten Punkt passierte ging auf einmal die Kupplung nur mehr streng zu ziehen. Ich machte einige Gangwechsel und dann krachte es. Sofort hielt ich an.
Ein Startversucht mit dem Kickstartertritt ins leere und Rat in der Not dank dem GSF hier, bestätigte einen Kupplungsschaden.
an dieser Stelle vielen Dank an thisnotes4u, der mir in dieser Situation half und versuchte eine Werkstätte ausfindig zu machen! Sehr nett!!!
Vespa zerlegen um nach der Ursache zu suchen
der Korb hatte sich aufgebogen wodurch sich der Sicherungsring löste und ein Schlachtfeld an Teilen verursachte.
Ich der Plan war eine neue Kupplung aufzutreiben aber die Idee viel ins Wasser als ich sah, dass ein Teil vom Ring abgescherrt wurde und ins Getriebe runter viel.
Dies hieß leider lt. Vespaschraubern hier, Rücktransport
MIt dem Öamtc zur Werkstatt, dort wurde sie eingelagert, dann mit dem Taxi nach Nizza, in ein Hotel eingecheckt, und am nächsten Tag mit dem Zug zurück nach Villach. Am darauffolgenden Tag
mit einem Mietauto wieder zurück nach Frankreich, Vespa aufgeladen und am selben Tag direkt wieder nach Hause.
Leider musste ich die Reise frühzeitig beenden.
Als meine erste große Reise mit dem Roller behalte ich das kleine Abenteuer in Erinnerung, schön wars, nächstes Jahr wieder.