Genau wie Licht, das durch eine Wasseroberfläche (Grenzschicht zwischen Luft und Wasser) gebrochen wird, weil Luft optisch dünner als Wasser ist, wird das Licht, das z.B. von einem Berg in dein Auge trifft, gebrochen.
Das Licht wird beim Übergang vom optisch dünneren zum optisch dichteren Medium zum Lot hin gebrochen, beim Übergang vom optisch dichteren zum optisch dünneren, wird es vom Lot weggebrochen:
Sei Medium 1 Luft und Medium 2 Wasser, würde das bedeuten, dass man einen Fisch an der Position des gelben Sterns vermuten würde, da man aus der Erfahrung weiß, dass Licht sich geradlinig ausbreitet. Tatsächlich wird das Licht an der Grenzfläche aber vom Lot weggebrochen, wo durch die tatsächliche Position des Fisches und die "gesehene" nicht übereinstimmen. Gleiches gilt für den abknickenden Löffel in der Teetasse...
In meiner professionellen Skizze sei der hellblaue Kreis die Grenzschicht zwischen einer warmen, weniger dichten und damit auch optisch dünnen Luftschicht und einer kalten, dichteren und damit auch optisch dichten Luftschicht. Eigentlich würdest nur das Licht in dein Auge fallen, das vom Gipfelkreuz kommt. Da es aber an der Grenzschicht zu Brechung kommt, gelangt aus Licht von unterhalb des Gipfelkreuzes in dein Auge, das Gipfelkreuz erscheint dafür weiter oben. Der Berg "wächst" optisch und wirkt deshalb näher...