@Pholgixhallo,
ich trau mich schon sagen,
die Erde ist "rund"!
Kann aber trotzdem deine Erkenntnisse betreffend "Detonationen" bei deinem Schadensbild nicht ganz teilen,
denn Detonationsspuren sind nur an der Fase vom Kolbenboden zum Feuertsteg zu sehen.
Am Kolbenboden selbst,
sieht man noch wunderbar die Drehriefen!
Also vom typischen "sandstrahlförmigen" Schadensbild keine Spur!
Diese Spuren am Kantenbruch könnten aber auch von mechanischen Einflüssen herkommen.
Da würde ich mal die Makroaufnahmen abwarten,
dann würde ich meine Meinung revidieren,
aber nur bei Top- Bildmaterial.
Dann die Detonationen aber auch mit als Auslöser der zu heißen Koris.
Der Schaden entstand folgend,
durch die zig km Bahnvollgasfahrt waren die Koris thermisch sehr belastet,
kann von grenzwertiger Zündung, Benzin, Kerzenwärmewert usw. stammen.
Selbst der unterste Ring hat,
soweit das auf dem Foto ersichtlich ist,
kplt. schwarze Anlassfarben.
Hier wäre auch ein Bild von der hinteren Seite des Kolbens hilfreich.
Da die Koris bei schwarzer Anlassfarbe eine Temperatur von ü 300°C erreichten,
werden selbst gehärtete Ringe sehr weich.
Durch die Schwächung der Nase des Ringes im Pin Bereich,
hat es diesen hin und hergebogen,
irgend wann bricht die Nase weg!
Am obersten Ringstoss wird der Ring thermisch am stärksten belastet,
da ja die Flammfont durchbläst.
Dies passiert aber nicht innerhalb einer Sekunde,
das deutet sich vorher an.
In dem dann doch sehr breiten "Ringstoß",
nach wegbrechen der Nase,
brennt die Flammfront bis zum unteren Kori mit verheerender Temperatur durch.
Das extrem hohe Temp. vorherrschten,
sieht man an dem schon wegschmelzenden Alu im Bereich des Feuerstegs,
die Drehriefen im Bereich des Feuerstegs sind schon weggeschmolzen!
Wenn Alu mal anfängt zu schmelzen,
herrschten in dem Bereich bestimmt noch wesentlich höhere Temp.,
wie die Anlassfarbe der Koris dies aussagen.
Bei diesen Temperaturen wird selbst härtester Stahl "butterweich"!
Dieses butterweiche Stückchen Ring,
wird nun vom sonst weicheren Alu des Kolbens und Kopfes,
in der Quetschkante in eine nicht ganz runde "Kugelform" geschmiedet!
Deutlicher Hinweis das das Ringstückchen so weich war,
ist doch, das die Laufbahn des Zylis wesentlich härter war,
und zum Glück einen sehr geringen Schaden davontrug.
Nur zur Anregung,
nehm einen alten Kori, leg den auf eine Heizplatte,
bis der Kori eine schwarze Anlassfarbe erreicht.
Dann nimmst eine Stahlfeile und brobierst ein Stück zu feilen,
Du wirst sehen, der Kori ist "butterweich",
Gruß