guter einwand.
in der regel wird hier immer über die QK referiert. die wenigsten arbeiten einen vorhandenen brennraum um. warum auch? die meisten hersteller machen das sehr gut.
natürlich kann man an einem vorhandenen brennraum noch etwas optimieren, da die hersteller in der regel "auf nummer sicher" gehen.
von daher wird hier selbstredend immer vom originalen brennraum ausgegangen. jetzt hier in diesem fall kenne ich den motor quasi sogar persönlich.
die meisten brennräume sind ein sehr guter kompromiss aus leistung und zuverlässigkeit. wenn man da jetzt anfängt herum zu doktern, sind natürlich auch verdichtungen von über 15:1 und mehr fahrbar. solche motoren beginnt man dann allerdings auch in betriebsstunden anzuzählen und man muß dann auch nicht lange zählen...
bei den 70ern ist auch durch den hub und vorallem durch die kleinere bohrung eine geringere QK möglich und durch die angepeilte drehzahl sogar nötig. bei 14500u/min bleibt dem gemisch furchtbar wenig zeit um sich von aussen nach innen zu bewegen (lassen).
bei unseren motoren leidet das gesamte konstrukt auch unter der schwindsüchtigen auslegung der kurbelwellen und motorgehäusen. maßgeblich wird die durchbiegung der welle durch die güte der passung in den wangen und dem durchmesser des hubzapfens bestimmt. bei einem gut gemachten px200 motor zum beispiel, ist bei 0,65mm schluß, ab diesem qutschmaß ist die elastische verformung der bauteile so hoch, das der kolben bei 9000u/min beginnt den kopf zu küssen. im vergleich, ein piaggio automat mit 210ccm und 57mm hub, kann da bauartbeding duch die auslegung der kurbelwelle und des etwas stabileren gehäuse, schon 0,45mm - dann wird das bei 11.000u/min erst mechanisch eng.
solange also hier jemand etwas über qk von zylinder xy schreibt, glaube ich, kann man von einem unangetastem brennraum ausgehen. darauf und durch die bekannten erfahrungen bei diesen zylindern, berufe ich mich also dann bei einer solchen aussage.
die erfahrungen zeigen in der regel, dass man bei einem gesetzen konzept, bei solchen veränderungen eher eine art wippen effekt bemerkt.
also ich kann nicht immer eine veränderung vornehmen, mit der ich auf einmal alles besser mache. im akuten beispiel würde ich, wenn man nur sich jetzt das beispiel der QK heraus pickt sagen, das der motor unten etwas an drehmoment gewinnt, bei dem steuerwinkel von 199° auslass allerdings sehr empfindlich auf die umwelt reagiert (luftdruck, temp.) und in der spitze kein änderung erfährt oder sogar schlechter läuft.
wenn du jetzt anfängst viele faktoren zu ändern, steuerwinkel, Vc, ZZP, etc. dann werden die karten neu gemischt.
die brennräume der parmakit zylinder sind in der regel sehr gutmütig. besser macht das nur malossi beim aktuellen sport und mhr210.
die polini brennräume arbeiten sehr spezifisch in einem gewissen bereich ohne aber, wenn man es bei der qk übertreibt, dazu zu neigen den kolben zu lochen oder sonst wie zu zerstören, das system bricht einfach ab einer bestimmten drehzahl zusammen und schluckt die leistung.
es gibt herangehensweisen warum und für welchen verwendungszweck man diesen oder jenen kopf oder besser diese oder jene brenraum geometrie bevorzugt.
so langsam führt das aber zu weit. man könnte im technik allgemein oder für SF und LF im speziellen ein topic aufziehen, wo dann leute ihre gewonnenen erkenntnisse einbringen können. einen zylinder kopf zu gestalten der in allen lebenslagen schußfest ist, ist in dem sinne nicht unaufwändig.