Lieber Martin, sorry "OT", jetzt mach ich mal "Geschichtsunterricht" betreffend Drehschieber mit dir, MZ hat 1922 in Zschopau begonnen, Zweitakt-Motorräder zu produzieren. Da hat MZ noch lange nicht an einen DS gedacht. (Zitat Anfang, aus Helmut Hütten,"Schnelle Motoren-seziert und frisiert, ISBN 3-87708-060-10 / 6. Auflage 1977 / Seite 245 / 246 / 300 (mit Bild) 1919 baute (Zirkel und Roder) Ziro genannt einen Zweitakter mit liegendem Zyli. Hinter dem liegenden Zyli war eine als Schieber ausgebildete Kurbelwange des 150ccm Motors platziert. Dies waren die ersten DS-gesteuerten Zweitakter, die in der Literatur nachweislich veröffentlicht wurden. Es kann leicht sein, das noch früher DS-Zweitakter gebaut wurden, diese wurden aber nicht der Öffentlichkeit zugänglich gemacht! 1923 baute Roder allein den ERMAG-Zweitakter (Erlanger-Motoren AG), einen mit 244ccm Arbeitshubraum, Stufenkolben-Motor, mit zweiseitigem Plattenschieber. Der Pumpraum über der Kurbelkammer 318ccm........ außer dem Stufenkolben besaß dieser ERMAG eine höchst originelle Steuerung und Spülung: ein zahnradgetriebener "Doppelschieber" lenkte zuerst Frischgas und danach eine Luftvorlage in den weiten Überströmkanal. Abweichend von älteren Berichten regelte nämlich der Drehschieber zusätzlich denSpülwikel, weil der Überströmschlitz höher war als der Auslassschlitz und ein unsymetrisches Diagramm ermöglichte. Dabei sollte die Vorluft aus dem Stufenringraum zum Luftpolster-Drehschieber gelangen..(Zitat Ende) Eines muss man aber MZ hoch anrechnen, den gegen die Japaner wirklich konkurenzfähigen Zweitakter mit DS, zur absolut technischen Reife und Konkurenzfähigkeit in der WM weiter entwickelt zu haben Helmut