Nee, ist schon richtig hier. Ich hab nen 500qm Garten, 4,2km aka 10 Fahrradminuten von zu Hause wech. Total zugemüllt übernommen, mittlerweile als Wildgarten mit Minimaleingriffen betrieben, trotzdem gibt es immer was zum ernten. Wiese wird ab und an mal mit der Sense gemäht. Kein Strom, Wasser aus der Pumpe. Ich bin noch am Zählen, aber bestimmt an die 300 Pflanzenarten und reichlich Fauna. Frösche, Kröten, Libellen, Glühwürmchen, die verschiedensten Käfer und Schmetterlinge, dieses Jahr ist nen Specht zu Gast, Rotkehlchen, Zaunkönig usw. Natürlich eiert da auch ein Maulwurf und die ein oder andere Maus rum, aber Dank regelmäßiger Besuche sind die Reviere recht klar abgesteckt. Leben und leben lassen. Alles in allem ein kleines Paradies. Für mich gibts im Frühling, Sommer und Herbst nichts Schöneres als Abends nach der Arbeit mich aufs Rad zu setzen und in den Garten zu fahren. "The one straw revolution" von Masanobu Fukuoka kann ich als Lektüre für den Einstieg empfehlen, müsste auch in deutscher Übersetzung erhältlich sein. Sicher ist davon nicht alles 1 zu 1 auf unsere Klimazone übertragbar, entscheidend ist das Prinzip dass alles wesentlich runder läuft wenn man mit der Natur statt gegen sie arbeitet...letztlich beobachtet man mehr als dass man arbeitet. Schont den Rücken und ist unterhaltsamer als Fernsehen!