Na servus beinanda, bin wieda do.
So, das große Thema Gestängeschaltung habe ich geschafft und kann mich wieder um anderes kümmern, wie Z.b. dem Ständer. Es kommt ja öfter vor, dass der Ständer so ausgelutscht ist, dass die Vespa nur noch wackelig darauf steht. In etwa wie bei meiner V14. So habe ich mir neue Anschläge gebaut, da die alten von einem Vorgänger schlampig aufgeschweißt wurden. So hane ich ein Stück 10mm Rundstahl genommen und eine 90° Ecke herausgeschnitten.
Diese habe ich im Schraubstock zu einem 90° Winkel gebogen, verschweißt und verschliffen. Im zweiten Bild sieht man noch die alten Knuppel.
Die alten Knuppel habe ich dann mit der Flex entfernt, den Ständer kurz montiert, die neuen Anschläge pro forma hingehoben, von links und rechts den Abstand gleich gemacht und mit einem Edding die Position festgehalten. Hier habe ich am Ständer und an den neuen Ecken einen Punkt markiert. Jetzt habe ich die Ecken auf den Ständer geschweißt und verschliffen.
Ich habe die Anschläge bewusst etwas länger gelassen, damit ich die Anschlagposition noch genau hinscheifen kann. Anschließend noch gefettet und mit der Feder montiert. So, nun steht er schon mal auf den eigenen Füßen.
Als nächstes waren die Felgen und Reifen dran. Zur Demontage der Reifen, spanne ich diese fest in den Schraubstock, nachdem ich die Schrauben gelöst habe. So kann ich mit einem Hebeleisen die Felge wegziehen.
Die etwas rostigen Felgen habe ich nun innen mit der Drahrbürste vom Rost befreit und mit Owatrolöl eingelassen.
Zur montage der Reifen, gehe ich nicht besonders ein, da dies überall beschrieben und wirklich nicht schwer ist. Ich gebe dem Schlauch so viel Luft, dass er beim eistecken in der Reifen keine Falten hat. Der Reifen wird mit Fett (für Rohrverbindung) in dem Bereich bestrichen, wo die Felge rutschen muss. Felgen zusammengedrückt, verschraubt und Luft rein. Is koa zaubarei.
So, do städa
Wie ich beim zerlegen schon erwähnt habe, versuche ich den alten Lichtschalter zu retten. Zerlegt sieht er so aus.
Nun habe ich die ganzen Teile in der Kabine mit Glas gestrahlt und sortiert.
Wie man schön sehen kann, sind drei Teile von den Stegen abgebrochen. Mein Glück war, dass diese noch im Gehäuse lagen. So habe ich diese mit einem guten Sekundenkleber und Aktivator eingeklebt.
Anschließend habe ich mir die Kontaktstreifen mit einer kleinen Zange wieder so hingebogen, dass diese durch Löcher der Platte auch wieder Kotakt geben können.
Das war eigentlich die Hauptaufgabe. Den Rest habe ich wieder so zusammengebaut, wie er war. So schauts dann aus. Wieda a Drumm fertig.
Weiter geht es mit dem Kabelbaum. Hier habe ich mir aus mehreren Schaltplanen im Netz einen kleinen Überblick geschafft. Da ich mir die Kabelbäume selbst mache und es einfach zuviel zum erklären wäre, wie ich was wie mache, beschreibe ich es nur kurz. Ich lege mir die einzelnen Kabel nach der reihe grob und lange genug über die Vespa. Ich bevorzuge es auch noch ein paar weitere Kabel leer zu verlegen, da ich nicht weis, ob ich oder ein Nachfolger noch was elektrisches nachrüsten will. Oder es ist irgendwann mal ein Kabel kaputt, so muss man nicht was neues einziehen. Diese Sachen halte ich Schriftlich fest und lege es zu den Papieren und Rechnungen. Hier mal ein paar Bildchen.
Nun richte ich mir eine Kabelhülle her, die durch den Rahmen geht. Diese bekommt an den Stellen, wo ein Abzweig ist, wie Hupe oder Fußbremse einen kleinen Schnitt, wo ich die entsprechenden Kabel herausführe.
Ich schiebe mir dann immer einen Stahldraht durch, mit dem ich dann den Kabelbaum einziehe. An diesem wird dann der Baum mit Isolierband befestigt. Hört sich alles sehr leicht an, ist aber schon eine Fummelei. Auf dem letzten Bild sieht man die Reservekabel. Das sage ich mal soll doch jeder machen wie er will. Entweder selbst, oder einen fertigen Baum kaufen.
Da ich das alte Zündkabel nichtmehr hernehmen wollte, habe ich davon die Kontaktspangen entfernt und mit der Drahtbürste gereinigt. Diese dann an ein neues Kabel montiert. Für den Kontakt- und Haltedorn habe ich mir einen 2mm Stahldraht spitz geschliffen und im Schraubstock durch das Zündkabel geschoben und verschliffen.
Da es ja nicht langweilig wird, hab ich noch den Benzinhahn zum Reinigen. Dieser war total verstopft mit dem schwarzen papigen Schlaz.
Deshalb habe ich ihn erst mal eine Stunde bei 60° im Ultraschallgerät baden lassen, in der Hoffnung, dass alles sauber wird. Sauber war er schon, aber die Löcher waren noch verstopft. So bin ich mit einem kleinen Bohrer hineingefahren und habe mal den groben Dreck entfernt. Natürlich mit der Hand. Anschließend habe ich ein Stück Stahlseil etwas aufgelöst, so dass es wie ein Pinsel ist. Dieses hab ich dann immer mit Nitroverdünnung gereinigt und wieder den Dreck heraus geholt. Bis nicht mehr viel kam. Zusätzlich immer mit Bremsenreiniger in die Löcher gespritzt. Am Schluss habe ich mir dann einen Draht vom Stahlseil gewickelt und bin mit dem drin herumgefahren, indem ich immer die Löcher mit Nitro voll hatte.
So, irgendwann ist dann das Ziel erreicht, wo dann durch das rumpopeln am anderen Loch die Verdünnung rauskommt. Jetzt habe ich immer wieder mit Bremsenreiniger gespühlt und mit dem Stahldraht gereinigt, bis kein Schmutz mehr kam. Jetzt das ganze wieder mit neuen Dichtungen zusammengebaut und durch pusten getestet. In den Tank habe ich WD40 gesprüht, 3-4 habdvoll Splitt getan und lange, lange in alle Richtungen geschüttelt. Dann das Zeug ausgeschüttet und mehrere male mit Benzin gespühl und mit Druckluft ausgeblasen, bis es sauber war.
Jetzt noch den Benzinhahn angebracht und wieda is a Drumm fertig.
Boid gähts weida. Außadem ham mia Zwoa scho an Test gmacht
Pfiadeich