Da würde ich Dir aber doch widersprechen. So richtig schlecht geht's in Deutschland doch eher wenigen. Wenn mann sich die Entwicklung des Lebensstandards so anschaut, so kann sich die große Masse der Menschen hierzulande mit immer weniger / schwerer Arbeit immer mehr leisten. Immer mehr Menschen haben eigenen Wohnraum, immer mehr KFZ (natürlich auch immer luxuriöser und stärker motorisiert), das gesamte Konsumverhalten will ich jetzt noch nicht mal aufdröseln.
Klar, wenn man sich immer nur an den Superreichen orientiert, die in den Medien gerne mal rauf und runter gedudelt werden, gibt's in Deutschland nur arme Schlucker, aber muß das tatsächlich der Maßstab für Zufriedenheit sein?
Wenn man tatsächlich eine ungleiche Verteilung des Wohlstands bemängeln möchte, dann muß man das wohl eher global tun. Uns (in Deutschland und den westlichen Industrieländern) geht's deshalb ausgesprochen gut, weil es einem sehr großen Teil der Weltbevölkerung schlecht geht. Milliarden Menschen arbeiten unter unwürdigen Verhältnissen, damit hier jeder seinen Kaffee zum Diskountpreis kaufen kann, All-Inclusive Urlaub in der Sonne und rund um die Uhr ein technisches Gerät an der Backe, von dem die Macher von Raumschiff Enterprise nicht mal in den künsten Träumen gedacht haben. Klar, vieles ist auf Pump, aber was bitteschön soll's denn noch mehr sein?
Wer ein Auto mit 150 PS in der Garage stehen hat, aber mit seinem Leben unzufrieden ist, der wird auch nicht glücklicher, wenn er ein Auto mit 180 oder gar 250 PS bekäme. (und das kann man auf so ziemliche alle Lebensbereiche übertragen)