Wir können gerne mal gemeinsam bei Interesse über die Schwierigkeiten und Zwänge von Kommunalpolitik/-verwaltung sprechen und dabei beleuchten, inwieweit hier korrigierende Mechanismen des Marktes überhaupt nicht greifen (wie behauptet) und inwieweit in manchen Bereichen der Kommunalverwaltung Mechanismen des Marktes auch nicht greifen dürfen. Dass Manches nicht immer gut/optimal läuft, auch Gelder "zum Fenster heraus geschmissen bzw. an die falschen Stellen umverteilt werden" ist unstrittig und keineswegs gut. Dass auch dort wo die korrigierenden Mechanismen des Marktes vermeintlich greifen (sollten), z. B. in der Industrie, ebenfalls katastrophal falsche Entscheidungen auch im Bereich Dienstleistungen und Investitionen getätigt werden, wird dabei gerne übersehen. Mich wundert, dass sich im kommunalen Bereich überhaupt noch Posten in entsprechenden Positionen besetzen lassen, denn man muss dort Gelder einsetzen und verteilen, die sich größtenteils aus Steuergeldern, Gebühren und Abgaben addieren und dies gegen die Widerstände der unterschiedlichsten Interessengruppen und politischen Parteien, die alle individuelle Präferenzen mit aus deren Sicht höchster Priorität haben. Richtig machen kann man es auf gar keinen Fall. P.S. Das ist kein Plädoyer für eine großartige Kommunalverwaltung, denn auch ich rege mich durchaus über die ein oder andere Sache sehr auf. Schaut man dann aber mal genauer hin und informiert sich im Detail (und das muss man, wenn man einen komplexen Sachverhalt in seinen Facetten verstehen will), dann ist alles nicht nur "schwarz" und "weiß" und man stellt fest, es sind doch nicht alle so selten dumm, wie man geglaubt hat. Und wenn man es sich dann noch antut, sich mit z.B. Gemeinderatsmitgliedern und Bürgermeistern auseinander zu setzen, die z. B. das Für und Wider des Baus einer neuen Kreisstraße, einer neuen Schule, einer Energieversorgung, der Organisation von xyz aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln darlegen, dann stellt man sehr schnell fest, dass die Entscheidungen nicht selten hochkomplex, weniger als trivial, politisch, wirtschaftlich und auch noch emotional besetzt sind.