In den vergangenen Tagen habe ich die Gabel+Primär zerlegt, angefangen den Lack abzutragen und eine größere Materialbestellung aufgegeben. Das erste Lager der Vorderachse war vollkommen verrostet/fest. Die Buchse ist jedoch unbeschadet. Hier habe ich mich dazu entschieden die Lenksäule zu erhalten und per Rev-Kit (Scooter Center) aufzuarbeiten/ die Crimaz Scheibenbremsen Lösung zu verbauen. Dazu habe ich eine neue Welle die Lenkkopflager (oben + unten), einen hydraulischen Bremshebel (ebenfalls Crimaz) und die Leitung mit passenden Anschlüssen bestellt. Einen BGM Dämpfer/ eine neue Feder habe ich bereits. 5 der 6 Federn des Primärdampfers waren einfach oder sogar mehrfach gebrochen. Weil das Primärrad selbst in Ordnung ist, habe ich mich auch hier für die Revision entschieden. Neben einer BGM Pro Drehschieber Kurbelwelle, dem Motor Revkit, einer neuen Schaltraste, dem BGM Kupplungshebel (zwei O-Ringe/Übermaß), einer verstärkten SIP Cosa 2 Kupplung (mit 22 Zähnen/die BGM sind derzeit nicht lieferbar/ich vermute dass das mit den 68 Zähnen des Primärzahnrades und einem kurzen 4. Gang gut harmoniert), einem neuen vierten Gang (BGM/35 Zähne), Distanzscheiben, einem Seilzugkit, einem Evok LED Scheinwerfer, einem neuen Kabelbaum + Ästen, einem neuen Hauptständer, einem Lenkerinnenrohr-Kit (ebenfalls SIP), einem Batteriefach zum schweißen, gefühlt 1000 Kleinteilen, habe ich per Kleinanzeigen einen gebrauchten E-Starter und ein passendes Polrad erstanden. Unterm Strich habe ich nach dem aktuellem Stand ca. zwei Monatsgehälter an Teilen eingekauft. Das setzt mich ein stückweit unter Zugzwang. Andererseits habe ich mittlerweile viel Spaß an dem Projekt und bin davon überzeugt dass es mir gut tut. Ich bin froh und dankbar dafür, dass meine Lebensgefährtin das alles mitmacht, auch wenn es bedeutet, dass wir in diesem Jahr keinen Urlaub machen können . Da in diesem Jahr sowieso alles etwas chaotisch ist und ich vorraussichtlich im Spätsommer in eine Reha-Klinik gehe, passt das irgendwie. Beim Entfernen vom Lack (überwiegend mit meiner Poliermaschine/Schleifscheiben/immer mit Atemschutzmaske) habe ich bislang keine Cola-Dose o.ä. gefunden. Es ist eine Heidenarbeit und macht unglaublich viel Dreck... Ich bin froh wenn dieser Schritt geschafft ist. Aus meiner Sicht wirkt die Basis solide (schaut euch gerne die Bilder an und schreibt eure Meinung). Es wurden in der Vergangenheit einige Schweißarbeiten verrichtet, das schaut für mich jedoch gut aus. Die verschweißten Bleche sind allesamt aus starkem Material (Trittbleche/Heck/Mittel-Steg). Ich glaube jedoch mittlerweile zu verstehen, warum so viel Füller aufgetragen wurde: die Flächen sind nahezu alle leicht vermackt. Nicht in dem Ausmaß, dass es die Stabilität beeinträchtigt, aber unschön. Nachdem ich den Lack irgendwann abgetragen habe, werde ich versuchen die kleinen Dellen auszugleichen, Änderungen testweise vormontieren (Blinker etc.) und Anpassungen vornehmen, wenn erforderlich schweißen und erst dann mit den Vorbereitungen zum Lackieren (grundieren/füllern/schleifen etc.) beginnen. Fassungen für die Blinker will ich aus Epoxidknete erstellen. Außerdem will ich an geeigneten Stellen mit Nietmuttern arbeiten. Hier noch ein paar Bilder vom Progress: