Ohne Flachs, das ist genau, was mir Anfang der 2000er gefehlt hat und mich schlussendlich zu den alten englischen Mopeten getrieben hat. Roller war irgendwie ja nur auseinandernehmen und fast genauso wieder zusammenwerfen.
Es ist schon krass, was mit einfachsten Mitteln und etwas Werkzeug auch als Amateur mit viel Improvisation auf dem Gebiet möglich ist. Natürlich bekommt das jeder Karosseriebauerlehrling besser und sauberer hin, als ich.
Mein Anspruch an mich selbst und an den Roller ist, alle Umbauten und auch die erste Lackierung selbst durchzuführen. Verchromen und Garavuren mal außen vor. Ich möchte das Teil so zusammenbauen, wie ich es als Scooterboy Anfang der 80iger in England gemacht hätte.
Wenn dann nach 1, 2 Jahren die Kinderkrankheiten ausgemerzt sind, lasse ich eventuell noch einmal nen Profi ran, wenn ich mit meinem Ergebnis nicht zufrieden bin. Es soll aber kein Showwinner werden, da gibt es genug Cutdownbauer, deren Level ich nie erreichen werde, das würde ich mir auch nie anmaßen wollen, in der Liga mitspielen zu wollen.
Natürlich werde ich den Roller auch mal ausstellen und den Umbau hier und in einer Umbaugruppe bei Facebook dokumentieren. Es geht mir aber nicht um Anerkennung und Pokale, ich will zeigen, was möglich ist. Wenn auch nur eine Person deswegen mit einem eigenen Projekt anfängt, dann hat sich die ganze Nummer schon gelohnt.
Abschließend lösst sich sagen, dass es für mich die beste Entscheidung war, mit diesem Projekt anzufangen, auch wenn ich 20 Jahre damit gewartet habe. Der erste Schnitt tut weh und ich saß gefühlt 2 Stunden vor dem Beinschild, aber ich habe nichts bereut. Einen Nachteil hat die Geschichte jedoch: Normale Beinschilder findet man plötzlich etwas fad...