Ich weiß, was du meinst, bin aber im Interesse meiner Mandantin - und des Rechtsstaats - ganz froh darüber, wie das Gericht die Sache gehandhabt hat.
1. Zunächst weiß ich schon nicht, ob das Gericht überhaupt wusste, wer da anwaltlich auftaucht. So bekannt ist der Typ jetzt ja nicht, mir sagte der auch nix, ich hab ihn nur mal gegoogelt, manchmal riecht man solche Dinge... Im Vorfeld des Termins hatte ich auch versucht, die zuständige Richterin zu erreichen, um ihr mitzuteilen, auf wen/was sie sich ggf. gefasst machen muss, sie aber nicht erreicht.
2. Was soll ein Gericht schon viel machen, wenn jemand mit einem ärztlichen Attest erscheint? Betrug unterstellen und Attest ignorieren? Es wäre theoretisch ja denkbar, dass sich jemand, der tatsächlich ein gesundheitliches Problem mit Masken hat, gerade aus diesen Gründen den Schwurblern/Querdenkern angeschlossen hat. Auch, wenn das jetzt nicht unbedingt so wahrscheinlich ist, denkbar. Extra vorher ein eigenes gerichtliches Gutachten einholen? Wäre völlig unverhältnismäßig, denke ich.
3. Jede zeitliche Verzögerung kann ganz mies für die Arbeitgeberseite ausgehen, wegen der Annahmeverzugslohn-Problematik. Dauert das Verfahren wegen der Maskenstreiterei im Gerichtssaal mehrere Wochen und Monate länger, und es stellt sich am Ende raus, dass die streitige Kündigung unwirksam war, muss der Arbeitgeber für die gesamten Monate der Verfahrensdauer Lohn nachzahlen, ohne dafür jemals eine Arbeitsleistung bekommen zu haben....
Ich hatte im Vorfeld auch überlegt, ob ich aus dem zu erwartenden Verhalten einen taktischen Vorteil ziehen kann, mich insbesondere im Hinblick auf Ziffer 3.), dann allerdings darauf beschränken wollen, den Schwurbelanwalt mit „ach sieh an, die Presse ist auch da“ begrüßen zu wollen. Leider war er ja nicht persönlich da