Meine Erfahrung, privates Umfeld.
Genau die gleiche Argumentation: Respektvoll miteinander umgehen, Verständnis zeigen, "das" Thema ausklammern.
Aber bei jedem Hauch von "Strahlung", "Impfen", oder so ähnlich, voll drauf einsteigen.
Opferrolle verlief ähnlich. Weil ich, der verständnislose Ingenieur und Zahleninterpret, noch nicht einmal die Quelle der Zahlen hinterfragt habe - wo doch alles so klar ist. ("Ach, vom Robert-Koch-Institut...? Ja, ne, dann ist natürlich klar...")
Und auf meinem Wunsch, dass wir dann besser keinen Kontakt mehr haben, dann ein "An mir lag es ja nicht...!".
(Exkurs:
Gegenüber: Corona ist doch nur eine Grippe, also überhaupt nicht schlimm. Und es gibt eine weltweite Gruppe, die eine Verschwörung durchziehen. Alles völlig überzogen, daran stirbt doch kaum einer.
Ich: "Wenn es diese Gruppe gibt, und die sind mit dieser Verschwörung noch nicht aufgeflogen, dann allen Respekt! Dann haben sie die Weltherrschaft verdient!".
Gegenüber: WAS? Du kannst doch diese Mördergruppe nicht respektieren?? Die bringen Menschen um!!
Ich: "... ich dachte, das sei nur eine harmlose Grippe, an der kaum jemand stirbt...??"
Gegenüber: ...äh... naja...
)
Ich bin daher zu der Überzeugung gekommen, dass Impfgegner zu sein ein absolut egoistisches Luxusproblem in unserer (!) Gesellschaft ist: In welchem anderen Land darf man denn so dagegen sein, es permanent sagen, dagegen demonstrieren und zudem auch noch beleidigt sein, wenn man aufgrund der dann geltenden Regeln aus dem "normalen" Leben ausgeschlossen wird?
Freie Wahl: Impfen und mitspielen oder nicht impfen und draußen bleiben.
Aber diese Spielregeln zu akzeptieren, in diesem freien Land, scheint für Leute, die sich nicht impfen lassen wollen, wahnsinnig schwierig zu verstehen zu sein.
Und wenn man nicht mehr mitspielen darf, dann ist man beleidigt.
Oder bescheißt.