Das dieses Blowback Phänomen nicht in 2 bis 3 Sätzen erklärt ist,
sollten die Herrschaften mir verzeihen.
Wenn ich dies könnte, stände ich nicht jeden Tag 14-16 h an den Maschinen.
Aber ich versuch es so kurz wie möglich zu machen.
Der Ideal- Motor sieht so aus,
die Gassäule schwingt max. bis kurz vor den Zerstäuber,
denn beim überstreifen des Zerstäubers fettet die Gassäule jedesmal an,
auch beim zurückschwingen.
Man bemerkt das sofort, wenn der Motor auf die verschiedenen Ansauglängen sofort reagiert.
Reagiert der Motor überhaupt nicht,
liegt die Auspuffabstimmung samt Auslasssteuerzeit total daneben.
Nun kann und will man hier nicht so tief eingreifen,
und den Auspuff und SZ mal so belassen.
Siehe bei @julianneubert, da weiss ich jetzt nicht genau, ob bei beiden Rollern die identischen Resotöpfe drauf sind.
Also versuche ich die Oberflächen im Ansaugtrakt, vom Gasertrichter bis Membrankasten,
alle Flächen die vom Gasstrom um und überströmt werden,
möglichst rauh zu gestalten.
Diese rauhe Oberfläche verändert die Wandströmung und die Turbolenz,
da an einer Wandung herrscht.
Ddie langsamste Strömungsgeschwindigkeit herrscht immer an einer Wandung.
Die höchste Strömungsgeschwindigkeit herrscht im Zentrum eines Kanales oder eines Rohres, hier z.B. der Gaser.
An zu glatten Oberflächen sammeln sich die Kraftstofftropfen solange,
bleiben stehen, rollen langsam "gegen" die Ansaugrichtung, bis die Tropfen so schwer sind und irgendwann mal mitgesogen werden.
In diesem Moment, wenn dann solch viele grosse Tropfen angesaugt werden, bricht die Leistung regelrecht ein.
Diese Ansammlung der Kraftstofftropfen sieht man wie in Zeitlupe.
Am gebremsten Prüfstand sehr schön zu sehen.
Bei rauhen Oberflächen,
wird an der Wandung die Turbulenz der Strömung verändert und umgewandelt.
An der Wandung bleiben die Tröpfchen nicht mehr stehen,
ein rückströmen gegen den Ansaugtrakt findet nicht mehr statt,
ein Sog , an der Bewegung der Tröpfchen Richtung Membran ist immer zu sehen.
Wenn dann nur leicht ans Gas gegangen wird,
saugt es die Tröpfchen, blitzschnell Richtung Membran.
Zudem verkürzt sich die Länge der Blowbacksäule extrem.
Wie schon erwähnt, wenn alles passt, sieht man die Blowbacksäule ausserhalb des Gasers nicht mehr.
Hier ist dann das menschliche Auge überfordert, da das ansaugen blitzschnell passiert.
Vieleicht liesse sich hier mit eingefärbtem Sprit unter Violettem Licht dies besser sichtbar machen,
oder mit Hochgeschwindigkeits Kameras.
Der beste Test aber ist der Fahrbetrieb nach wie vor,
bleibt das Teil trocken, oder sifft es immer noch.
Wie es auch deutlich wahrgenommen wird, das Ansauggeräusch ändert sich extrem.
Solche Motore haben dann ein ganz komisches Pfeifgeräusch beim Gasaufziehen.
pr