in frankreich war dein roller in etwa so kaputt wie du selbst ;)
zum thema:
Die "nie gefahrene K8" in "geöffnet" wäre doch ne Klasse, in der man "wer fahren will, kann fahren womit er will gegen wen er will" starten lassen könnte. Ganz ehrlich:
Pecunia non olet.
Wenn einer kommt und für die Tracktime zahlt, dann soll er kommen und für die tracktime zahlen und fahren. Wenn eine Veranstaltung einen Überschuss produziert, gefällt mir das allemal besser, als wenn das sich plus minus null ausgeht. Gerade Italien war ein Fest von Licht und Schatten. Licht, weil am Run wirklich viele Vespisi und Lambrettisti (heißt das so?) gekommen sind um sich das eher schattige Starterfeld von nur mehr 13 Leuten in der K5 anzusehen. Um so beeindruckender fand ich, dass sich tatsächlich viele Zuschauer das Spekakel angesehen haben und jedes harte Überholmanöver gefeiert haben wie Göller seine K8.
Die Machbarkeit habe ich nicht im Auge, ich habe noch nie eine Veranstaltung dieser Art ausgetragen, aber den letzten "Run and Race 2013" als mein erstes besuchtes ESC Rennen mitgenommen.
Das Konzept funktioniert hier wie da. Vespafahrer auf solchen Treffen scheinen weniger zu werden. Ich spreche dem klassischen Run das Überleben ab, aber ich glaube an die Renn+Run Hybridveranstaltung für den geneigten Schaltrollerfahrer. Ich bin davon überzeugt, dass für den Normalo der Roller mit seiner Technik viel interessanter ist als die Typen die da gegeneinander fahren. Davon kennt man ja außerhalb der ESC eh keinen direkt.
Ich möchte nocheinmal darauf hinweisen, dass wir keine Rennen im "Norden" haben, außer Aschersleben. Von denen, die Erfahrungen mit Runs und Rennen haben, ist doch sicherlich jemand dabei, der die Rennstrecken im Norden alle kennt? Der Maßstab sollte für die Strecke vielleicht nicht Mirecourt sein, wohl aber Belleben. Das hat uns doch Jahre an Freunde bereitet. Irgendwo im Norden wird es sicherlich etwas ähnliches geben, am besten da, wo man einen mehr oder weniger etablierten Run mit dazuholen iSv "zusammenlegen" kann.
Ich freue mich schließlich als Rennfahrer auch über ne Gulaschkanone und n kühles Bier. Insbesondere, wenn ich nicht selbst schleppen muss. An das "Galadinner" in Italien kommt das allemal ran ;)
Nebenbei müssten sich von den ESC startern ALLE mal selbst an die Nase fassen und sich fragen:
"Hey, wie bin ich eigentlich dazu gekommen?" Wer hat mich mitgenommen? Mit wem bin ich das erste mal hingefahren? Im zweiten Gedanken folgt dann: "Habe ich in meinem Rollerfahrerbekanntenkreis jemanden, der Lust hätte mal ne Runde zu drehen?" Ich zieh dem einfach ne schäbige textilkombi an, dann soll der in der k6 mit meiner alten möhre halt mal ein paar Runden drehen. So hat Daniel mit dem K3 fahren angefangen. So kommt Kristin zu den Veranstaltungen, die ihr passen. So habe ich in Belleben 2013 mein erstes Rennen gefahren.
Hand aufs Herz:
Wem was an der ESC liegt soll doch einfach mal in seinen Freundes und Bekanntenkreis schauen und mal in seine Rollerteileregale. Irgendwelcher Smallframescheiß liegt immer rum. ne Stange ist schnell eingeschweißt und ne ET3 gabel oder ne SKR gabel kostet nichts. Ein Rennroller ohne Ambitionen ist preiswert und schnell zusammengenagelt. Ihr sorgt für neue Starter und verhindert möglicherweise ein Zusammenbrechen der ESC auf Grund von Mangelinteresse. Und im "Best of All" macht es eh viel mehr spaß mit nem "Schrottroller" gegen andere Schrottroller zu fahren. Siehe K5. Da funktioniert das wunderbar.