Die Masse der Erdatmosphäre idt verschwindend geringend im Vergleich zur Erdmasse.
Geht man von einer Luftdichte von grob 1,2 kg/m3 aus, einer groben Dicke der Atmosphäre von 500 km, vereinfacht man zusärzlich den Dichteverlauf über die Gesamthöhe als linear abfallend (also Faktor 0,5) und geht man dann von einem viel zu großen Querschnitt des Sichtfeldes von 5 cm2 aus (so groß sind meine Pupillen nicht mal, wenn ich knetendicht bin), so durchläuft das Licht vom Mond in meine Augen eine Masse von 500000 m *0,05 m2 * 0,5 * 1,2 kg/m3 = 15000 kg. Hätte die Masse schon einen Einfluss im Sinne einer Gravitationslinse, möchte ich nicht wissen, wie die visuelle Navigation z.B. auf einem Containerschiff oder beim Landeanflug auf einen Flugzeugträger ablaufen soll...
Abgesehen davon machst du einen entscheidenden Denkfehler. Das Licht läuft nicht einseit an einer Masse vorbei. Die Atmosphäre umgibt die in dein Auge fallenden Lichtstrahlen gleichmäßig, d.h. würde der Atmosphärenteil links der Lichtstrahlen diese krümmen, würde der Atmosphärenteil linkerseits diese entsprechend entgegengesetzt krümmen, womit sich die Lichtstrahlen wieder geradlinig ausbreiten.
Und nein, selbst die Masse der Erde reicht für einen messbaren Einfluss nicht aus. Die Masse der Sonne sehr wohl, was bei einer Sonnenfinsternis dazu führt, dass man Sterne, die von uns aus betrachtet eigentlichen hinter der Sonne liegen, als bogen- oder kreisförmige Lichterscheinungen um die verdunkelte Sonne erkennen kann. Ich bin mir gerade nicht sicher, ob die Masse des Jupiters für einen messbaren Effekt ausreicht. Da er knapp 1/1000 der Sonnenmasse hat und die Lichterscheinungen bei der Sonne sehr nah an ihrem Umfang liegen, gehe ich davon aus, dass der Effekt - wenn überhaupt - nur theoretischer Natur ist, aber nicht messbar.