Die alten Polräder sind selbstabziehend. Da ist im Normalfall eine Mutter verbaut, die einen Flansch hat, der im Durchmesser so groß ist wie die Bohrung im Polrad. In dieser Bohrung ist eine Nut, in welche ein Seegerring eingebracht ist. Mit einem Polradhalter fixierst du das Polrad und kannst die Polradmutter lösen. Der Flansch von dieser drückt gegen den Seegerring und damit das Polrad vom Konus runter.
Ob der Drehschieber noch dichtet, lässt sich mit Zweitaktöl feststellen. Einlass verschließen (wie abgebildet), Öl rein und warten. Es sollte eine geraume Zeit dauern, bis das Öl durch den Spalt zwischen den Drehschieberflächen geflossen ist. Kommt natürlich auf Viskosität, Temperatur etc an, ist aber ein Anhaltspunkt. 30 Sekunden sollten es dabei schon sein.
Bei so viel Axialspiel, sowie einer offensichtlichen Restauration des Rahmens, würde ich den Motor aber sowieso überholen. Sonst baust du ihn jetzt ein, fährst einige Kilometer, und im schlimmsten Fall geht er dann in die Knie. Motor raus, spalten, revidieren, doppelte Arbeit. Sowas an frisch lackierten Kärren ist immer