Sooo, habe gestern und heute X-Mal die Zündung zerlegt, die Käbelchen getestet, hier und da neue Stecker drauf gecrimpt und Bauteile getestet.
Zum Einen muss man mal sagen, dass bei der Zündgrundplatte der VL3T die Verdrahtung im Original einen gewissen Nachteil hat. Die sieht nämlich vor, dass gleich vier Kabel (Kondensator, Speisespule des Zündkreislaufs, rotes Kabel zur Zündspule und rotes Kabel zum Klemmbrett) direkt an den Unterbrecher geschraubt werden. Das ist deshalb blöd, weil es ein totales Gefummel ist, die Befestigungsschraube durch die vier Kabel, zwei Isolatorblättchen und den Unterbrecher in die Mutter zu drehen. Die Schraube steht dann übrigens so nah an der Speisespule (bei mir ca. 1,5mm), dass es mich nicht wundern würde, wenn es da Fehlströme oder -zündungen gibt. Deshalb habe ich wenigstens das Kabel zum Klemmbrett nicht mehr dort angeschlossen, sondern nach hinten zur Zündspule geführt. Also ein Kabel gespart.
Dann habe ich den neuen Kondensator (den ich gekauft aber nicht eingebaut hatte) eingebaut. Der neue Kondensator ist übrigens etwas höher als das Original, passt aber trotzdem. Die Wideframes haben echt schön viel Platz. Dann alles wieder zusammengesetzt und provisorisch eingebaut. Ergebnis: gar kein Zündfunke mehr.
Also wieder auseinander gebaut und den Kondensator nach außen gelegt. Da war der Zündfunke plötzlich wieder da.
Es folgte eine ewige hin und her Probiererei am Schalter, an den Licht- und Speise-Spulen, an der Verkabelung, dem Klemmbrett undundund. Und auf einmal merkte ich, dass bei einer halb angezogenen Schraube auf dem Klemmbrett alles korrekt funktionierte, aber bei komlplett festgezogener Schraube das Kabel zum Kurzschließen des Motors permanent auf Masse lag. Also war irgendetwas im Bereich des Klemmbrettes nicht in Ordnung. Und siehe da: Das Klemmbrett war das Problem.
Es fehlt ein Stückchen und das Messingteil löst sich beim festziehen. Offenbar gab es dann Kontakt zum Motorgehäuse (?). Ist leider zu eng um dahin sehen zu können. Ich habe die Kabel jetzt einfach mit zwei Schrauben mit Muttern zusammengeschraubt und mit Isolierband geschützt. Dann gestartet und alles funktioniert TA-DEL-LOS! Ich muss mal schauen, wie ich das mit den Kabeln und dem Klemmbrett löse.
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Das Klemmbrett war eh schon etwas beschädigt. Der untere Teil mit dem Gewinde ist nur noch zur Hälfte vorhanden.
Das ist übrigens der Grund, warum ich die Kabelöse für den Masseanschluss von @thomaGS bisher nicht verwenden konnte. Dann greift das Gewinde kaum im Motorgehäuse. Nach einer halben Umdrehung ist Schluss.
Also habe ich die Zeit genutzt und wenigstens den Masseanschluss von alten Kabelresten und Grünspan befreit und wieder zurecht gebogen. Bisschen Lot ist noch dran und sieht dann so aus:
Und für @wladimir noch ein paar Maße dazu:
Achso, und dann habe ich noch das Typenschild befestigt. Die Kerbnägel habe ich einfach durch das Schild gesteckt und von hinten breit geklopft. Anschließend das Schild einfach mit Montage-Klebeband festgeklebt. Ich wollte da auf keinen Fall bohren. Erst wollte ich das Schild unter die Motorbacke, oben im Bereich des Kabelausgangs und des vorderen Scharnieres kleben. Aber bevor der TÜV-Mensch nervt...
Obwohl, ich muss noch eine Honeypot einbauen, damit er motzen und ich das Problem leicht beheben kann. Mal schauen.