Der Fragesteller hat 14 Punkte im Reli-LK...
Mal der Versuch einer ernsthaften Antwort: Das Problem in der Beschreibung eines Schöpfergottes im christlichen Kontext ist, dass hier 2 Konzepte, die nicht 100% kompatibel sind, verschmolzen sind. Das führt zu Aporien und logischen Defiziten.
Genauer:
Das altorientalische Gotteskonzept geht von einem Gott als Chef/Vater/König aus. Und wir wissen: Chef hat immer recht. Auch wenn er ständig seine Meinung/seinen Plan/sein Konzept ändert. Da kann ein Gott schon auch allmächtig, allwissend, ewig, usw. sein und sich trotzdem wie ein Sponti aufführen. Beispiele aus der Bibel: Paradies als Lebensraum - schwupps: Paradies wird zwangsgeräumt. Oder: Schöpfung alles prima. Plötzlich: Neee, doch nicht.Lieber Sintflut. Alles wieder einpacken. Oder nee. Doch nicht. Bisschen Leben soll noch bleiben... Launisch wie ein Mädchen. Aber kann er ja. Ist ja Chef. Passt schon.
Das griechisch-philosophische Gotteskonzept dagegen: Gott als der "unbewegte Beweger" Der Schöpfer, der aus dem Nichts schöpft, der Vollkommene, Logische, das Ewige Prinzip hinter allem. Durch das Christentum kam der altorientalische Jahwe nach Westen und schon kams zu Widersprüchen ohne Ende. Das bekannteste Phänomen ist das sogenannte "Digglersche Paradoxon" (s.o).
Ich persönlich halte die Schöpfung nach einem langen Theologenleben für eher so mittel. Viel improvisiert. Läuft irgendwie. Aber besser nicht genau hingucken, sonst fängt man an zu schreien. Wie ne Motorrevision von nem Ösi, wenn du verstehst, was ich meine. Elendes Gefrickel. Ich mein: Das mit dem Tod ist eine der bekacktesten Ideen, die man sich einfallen lassen kann. Dazu noch: Alles kann nur deshalb leben, weil anderes stirbt. Aber jedes Lebewesen will unbedingt leben. Und schon hat man einen Mordsstress, egal, ob du jetzt Schneeleopard oder Butterblume bist.
Ah. Aber nee, alles wieder vergessen schnell. Ist bald Weihnachten...