Es gibt so Tage, die kann man einfach vom Kalender abreißen, minutiös zusammen falten, drauf beißen anschließend zerreißen, in die Tonne werfen und den Abgang der brennenden Schnipsel noch mit mehreren, nicht öffentlichkeitstauglichen, Verwünschungen Bedenken...
Wenn man "mal eben schnell" mit einem unpassenden Werkzeug den Halbmondkeil versucht aus der Kurbelwelle zu frimeln und dabei Vollgas abrutscht und den Wedi harpuniert.
Geil...
Also Motor wieder auf und dieses Mal, für den Fall das die Dummheit noch einmal das Regiment übernimmt, den ganzen Zauber auf außen liegende Wellendichtringe umgebaut.
Als Platzhalter für den eigentlichen Wedi, dient pro Seite eine 0.8mm Passscheibe. Um die ausreichende Ölversorgung sicher zustellen, bekommt die Scheibe noch eine Aussparung die bis auf den Innendurchmesser vom äußeren Lagerring reicht. Damit sich der Abstandshalter nicht durch Vibrationen mitdreht, bekommt die Scheibe noch mit der Zange, drei "z" eingebogen. Dadurch ergibt sich eine Art Federeffekt, der die Scheibe auf Vorspannung zwischen Lagerring und Motorgehäuse in Position hält.
was mich an den Blech-Deckel-Wedis immer ein bisschen gestört hat, war das des für die Lima-Seite keine Ausführung mit Staublippe gibt. Durch eine Staublippe an dieser Stelle, würde ich der eigentlichen Dichtlippe immer eine höhere Lebendsdauer zugestehen.
Daher kommen jetzt Wedi's in der Bauform BASL zum Einsatz.
Zur Montage der Wedi's sei noch gesagt, das ich die Bohrung im Motorgehäuse von außen mit einer Fase versehen habe, damit sich der Wedi beim Einbau nicht wehrt und an der scharfen Kante aufstellt.
Auf der Kupplungsseite ist der Wellendichtring etwas gekürzt. Hier muss der Wellendichtring ja fast bündig zum Gehäuse eingebaut werden, da sonst die Gefahr bestehen kann, dass die Anlaufscheibe am Wellendichting schleift und somit direkt wieder einen Defekt produziert. Also hier einfach den Wellendichtring auf der Innenseite bis "auf's Blech" kürzen und dann bündig einsetzen.