ich mach das nicht absichtlich so spannend, zeit ist mal wieder ein rares gut. noch schnell das protokoll fürs werkstoffkunde-labor zurechtpfuschen.
und proviant packen. danke AOK :)
alle 100 km traubenzucker
nach 300 km ne koffein-tablette
nach 450 km ne ritalin
i took the red pill... wird schon alles hinhauen!
wenn ich schon grade nicht schrauben kann, kann ich wenigsten kurz in nostalgie und in vorfreude schwelgen und die anderen wichtigen sachen prokrastinieren.
ein kurzer rückblick
2011) mein erstes mal
mein erstes mal stockach war auch mein erster run. prämiere also. alle sagten, ich müsse dahin.
also musste ich da hin um dazuzugehören. mit einem freund aus freiburg haben wir uns mit der schwarzen spezial und 102ccm und ner roten xl2 und 75ccm den schwarzwald raufgekämpft. dauernd verfahren, niesel abbekommen und auf dem rückweg mittem im nebligen schwarzwald königlich abgemault. wie eine katze. mit betonschuhen. und luxatischer ataxie. xl2 rahmen krumm, mensch in ordnung.
doch von dem run selber war ich völlig überwältigt.
die erste große tour folgte wenige tage später von freiburg nach kiel auf besagter 102ccm spezial. 3 tage irrfahrt mit ungenauen ADAC kartenmaterial und damals noch keinem smartphone oder navi. oldschool; the hard way
2012) mit zwei juwenalen hamburgern auf schmalrahmen
wie immer kurz vor knapp mit vielen unerledigten uni-aufgaben im nacken, ging es zu dritt mit kleinen kennzeichen richtung bodensee. der schwächste im bunde mit 75er DR, war leider ein wenig begabten schrauber. die faco banane passte nicht so recht und fiel dauernd ab, hob sogar um 3 uhr nachts in stuttgart durch schiere spannung und vibration den zylinder von den stehbolzen. abgesehen von der äußerst geringen reisegeschwindigkeit (versus 125 und 133ccm), waren schrauberei und resultierende soziale spannungen angstrengend. das schlimmste war allerdings, dass der entzündete weißheitszahn, der laut dentist übergangsweise geheilt gewesen sei, sich spontan zum freitod entschloss. die notannahme in der nächsten klinik war um 2 uhr nachts nicht mit einem zahnarzt besetzt, also blieb es nur bei den stärksten ibu, die auf lager waren. die reichten aber kaum. der anschließende nachtflug war wie ein schlechter aceton-äther-trip. kommentar der mitfahrer "stell dich nicht an". irgendwann sind wir in stockach angekommen und haben demonstrativ die kiel fahne vors zelt gestellt. zurück gings für mich über freiburg und von dort aus einige tage später im transporter eines kieler nachbarn. für die andren mit irgendeinem defekt via AcDc wagen.
war trotzdem geil. würde ich wieder machen, aber anders ^^
2013) alleine mit 133er
mit großer hilfe meines damaligen nachbarn und zeitweiligen mitbewohners, wurde die vespa 2h nach geplanter abfahrt startklar. das wetter war klasse und die landstraßen trugen mich in drei angenehmen (aber dennoch strapaziösen) fahrtagen bis nach stockach. der zahme 133er lief astrein ohne pannen und mit wenig verbrauch. kurz vor stockach ging das licht aus, es war aber eh heller tag und sonnenschein. (es hatte sich nur die masseverbindung auf der lima abvibriert).
toll :)
2014) erste rattentour
dann kam der tag, an dem dieses topic entstand und der wahnsinn endgültig seinen lauf nahm. der lagngehegte traum, mit der ratte an den bodensee zu fahren, wurde in die tat umgesetzt. und endete am ersten tag mit viel verspätung, mies laufendem motor nachts auf der autobahn bei totalem ausfall der beleuchtung. ein albtraum. irgendwie konnte ich mich nach hannover in die stadt retten, wo mich at hoc die polizei auf das mangelnde licht (und einige andere interpretationsbehaftete kleinigkeiten ^^) hinwies und mir die weiterfahrt untersagte. die resonanz hier im forum war exorbitant - ich bekam unterkunft und alles wendete sich zum guten: am nächsten tag gings mit leihwagen (danke thorben, danke AcDc) doch noch an den bodensee. auch wenn es schon sonntag war, stockach war der knaller.
2015) zweite rattentour mit yannik und kai
von dem trubel angesteckt wagten nun 2 weitere kieler den weg nach stockach. der weg war sehr steinig ^^ die pannen auf hin- und rückweg an allen fahrzeugen sind kaum aufzuzählen. hier nur einige:
- kytronic abgeraucht
- falschluft
- gaser zu mager, gaser zu fett, gaser hatte seine tage. war dann aber die zündung
- gaser lose gerüttelt (mehrfach)
- gabel gerissen
- tank gerissen
- vtronic polrad geplatzt
- pickup tot
- ohne sprit irgendwo im nirgendwo um 3 uhr morgens
- brille aufm autobahnrastplatz vergessen und gewunder, warum ich nix seh
- und vieles mehr
der heftigste ritt war von braunschweig bis stockach in 24 stunden ohne schlaf. hat sich aber gelohnt, der empfang und die party suchen ihresgleichen.
auch die rücktour hatte es in sich mit vielen höhen und tiefen. das schönste war aber, dass die stimmung niemals kippte und wir (bis auf das eine mal, als kai angst hatte, sein feierabendbier zu verpassen) IMMER gut gelaunt waren, trotz aller widrigkeiten. wir hätten fast ge..kotzt, als yannik auf dem rückweg das gelbe transportunternehmen in anspruch nehmen musste. trotz allem meine lieblingstour. hin und zurück hat geklappt.
weiter.
2016) dritte rattentour mit vielen leuten
von den schilderungen der 2015 tour ließen sich viele kieler mitreißen. das war toll, artete aber schon bald in chaos aus, besonders mit näherrückendem abfahrttermin. dann war da ja noch die supernova, die wir bis zum letzten drücker und viel hilfe aus dem nichts stampften. und natürlich die ratte. und natürlich pannen. und natürlich noch mehr pannen. von 10 startern, starteten 7, von denen 3 ankamen, 5 nach dem run in die heimat aufbrachen, wovon 3 auf eigener achse die heimat erreichten. materialschlacht. ach, kann man ja alles nachlesen :)
2017) vierte rattentour
geht los! mal wieder alleine - ein willkommene abwechslung, doch alles andere als eine landstraßen-genießer-tour
ich könnte das alles noch mit bildern untermalen, aber das wäre redundant und dauert zu lang