Nach der nunmehr fast abgeschlossenen Instandsetzung der Vespa kann ich hier doch noch etwas beitragen:
Der Tank ist ein früher PX Tank, umgefrickelt mit einem kleineren Öltank (also nicht der von der Lusso)
Im Tank sitzt ein anderer Benzinhahn.
In den USA sind die Stellungen: on - off - reserve
bei uns: chiuso - aperto - reserve
Dann hat die US Version eine T - förmige Verbindungsstange zu dem häßlichen Benzinhebel.
Fazit:
vom Tank bis zum Benzinhebel ist die US P200E anders, bis zur Verbrennung über den 20er Vergaser.
Neu gibt es davon übrigens nur noch den Öltank, in den USA.
Alles andere nur gebraucht.
Dank eines Tipp, habe ich Teile über scoot.net gefunden.
Aufgrund einer Suchanzeige waren 2 Amerikaner sehr bemüht mir zu helfen.
Die US Teile sind auch dort inzwischen selten und nicht immer billig.
Denn dort baut man gerne auf "europäisch" um und wirft die US Teile weg.
Erst seit kurzer Zeit entwickelt sich dort eine Tendenz zu "original".
Mir fehlt nun noch der Benzinhahn. Der kommt demnächst als gutes Gebrauchtteil.
Und die originalen Reflektoren. Wobei ich NOS Teile habe, die Piaggio angeboten hat.
Diese sind allerdings eckig und nicht oval.
Nun noch eine Warnung:
an dieser Vespa war am Ende alles kaputt, was man sich nur vorstellen kann.
Der/die Amerikaner und die nachfolgenden Eigentümer haben die Vespa derartig vergewaltigt,
dass sie nun technisch komplett neu ist, inkl. eines komplett neu aufgebauten Motors.
Da war es eine Kleinigkeit, das der Lenkanschlag verbogen war.
Die Elektrik war brauchbar, mußte nur gering überarbeitet werden.
Der Vorteil: sie war fast komplett und original und eben in Deutschland.
Wirtschaftlich lässt sich das nicht darstellen.
Ich bin nun mit TÜV Vollabnahme und Zulassung bei 5200€ und da hat mir meine Werkstatt noch
diverse Arbeitsstunden geschenkt.
Es bleibt aber auch keine Alternative.
Hätte ich eine aus den USA geholt, wäre ich noch teurer gekommen.
Denn dort ist eine gute, originale P-Series auch nicht mehr billig.
Der Transport von dort hierher - ein teuerer und ewiger Aufwand.
Die Einfuhrabgaben auf Roller und Transport hätte ich zahlen müssen. Die Vollabnahme auch.
Und ich hätte am Ende auch die Katze im Sack bekommen.
Mal abgesehen davon, dass ich in die USA hätte reisen müssen, um dann eine Vespa zu suchen.
Denn Kontakte dorthin habe ich nicht.
Und was man unter "great condition" versteht habe ich bei meinen zahlreichen Urlauben in den USA
erleben dürfen.
Trotz des "bösen Erwachens" danke ich daher dem Verkäufer, dass er mir das Projekt ermöglicht hat.
Denn eigentlich wollte er die Vespa nicht verkaufen.
Und ohne ihn - keine US P200E.
Da ist Geld dann auch sekundär.