Selbst wenn man die Berufsfelder "Pfarrer" und "Pro7-Moderator" im Hinblick auf die Begrifflichkeit "Steuerung der Massen" (was ich schon mal nicht geeignet finde) vergleichen könnte, erklärt das noch nicht die Frage, - inwiefern diese beiden Berufsfelder "unproduktiv" sind? - inwiefern diese beiden Berufsfelder daher im beruflichen Umfeld keine Daseinsberechtigung haben? - wie "produktiv" bzw. "unproduktiv" in beruflicher Hinsicht definiert sind? Anmerkung: Ich bezweifle, dass manche überhaupt wissen, was die Tätigkeit eines Pfarrers umfasst, der heute nicht selten - zumindest im katholischen Umfeld - nicht eine sondern oft mehrere Gemeinden betreut. Wahrscheinlich meinen manche, ein katholischer/evangelischer Pfarrer steht hauptsächlich "auf der Kanzel" und predigt, was in Wirklichkeit den allerkleinsten Anteil an seinen Aufgaben und Verpflichtungen ausmacht. Seelsorgerischen Aufgaben (in Altenheimen und Sterbehospizen), Ehe-/Partnerschaftsberatung, der Organisation unterschiedlichster Aktivitäten in der Gemeinde, Gemeinderatsitzungen, Predigtvorbereitungen, Firmunterricht, Kommunionsunterricht/Konfirmationsunterricht, Taufen, Beerdigungen, Heirat, Kommunionen/Konfirmationen, Jugendfreizeiten etc. Die Aufzählung ist nicht erschöpfend, sondern mehr als unvollständig. Ohne dass ich mit dem Berufsstand etwas zu tun, noch eine Affinität dazu habe, behaupte ich, dass es nicht mehr viele Berufe gibt, die derart produktiv sind und einen derartigen Zeitinvest, der mehr als weit auch ins Private hineinreicht, nötig machen. Da sind regelmäßig 16-18-Stunden-Tage keinerlei Seltenheit und das über Jahrzehnte hinweg bis zum Ruhestand und das bei enormer psychischer Belastung.