Mittwoch, Anruf vom Verkäufer : "Wäre super wenn Ihr die ACMA am Freitag abholt" .... gegen Nachmittag.
De Arbeitstag am Freitag wird eh überbewertet, nimmt der Bänker halt einen halben Tag frei. Immer gut wenn man keine Anhängerkupplung hat und auch keinen Anhänger ..... aber für was hat man Freunde Auto geliehen, Hänger geliehen und am Freitag nachmittag ab ins Elsass in die Nähe von Mulhouse. Bezahlt war der Renner schon, hoffentlich kein Schrott geschossen....
Da isse ..... A.C.M.A. V55 , Baujahr 1955. Laut Verkäufer "première serie" und er hat nicht übertrieben - bon etat, nahezu kein Rost. Ich denke mal ein klassischer Scheunenfund. Der Verkäufer ist einer der ACMA-Päpste in Frankreich, nennt zig Vespen sein Eigen und überhaupt ein feiner Kerl. Meine Frau Valérie, ihres Zeichens Halbfranzösin, hat die Kommunikation übernommen und das Eis war gebrochen. Die ACMA wurde wegen Bestandsverkleinerung verkauft, quasi auf Zuruf. Wer zuerst kommt bekommt sie. Dank an unseren Club-Präsi, er war wohl der Erste mit der Info. Man darf auch mal Glück haben. Ohne den VCF wäre ich an die Französin definitiv nicht gekommen.
Zu Hause in Freiburg
Das Ganze wenig stilecht mit einem lecker Primitivo begossen - Weingut "La Luna" aus dem Puglia. Ein Cuvée aus Primitvo und Negroarmano. Echt lecker, sehr gefällig und mit 6,99€ bei Rewe ein Schnapper. Happy owner
Flugs für Samstag ein Grillfest organisert, da wird dann die patinierte Französin getauft und in den Keller zur Bestandsaufnahme verfrachtet.
Ich bin total happy. Der erste Check-up sehr zufriedenstellend. keinerlei Durchrostungen und ganz wichtig, wie versprochen "absolument complet". Der Roller ist rollfähig, die Vorderradbremse bremst, Anbauteile allesamt unbeschädigt, Tachoglas ist blind (lösbar), Hauptständer ist Schrott (nicht relevant), keine üblen Beulen in den Beulen und eine totale irre Aura. Scheinwerferglas perfekt, Reflektor aber mit Rost auf 6Uhr. Der zweite Sattel ist von einer Lambretta, der vordere Sattel ACMA; hier ist eine Feder gebrochen, aber das Thema ist gut lösbar.
Defintiv kein O-Lack, die gabs nämlich nur in "gris claire", hat der Verkäufer aber auch gesagt. Der Abgleich mit der Fahrgestellnummer weisst wie erwähnt, die ACMA als Modell 1955 aus, von welcher knapp 47tsd Stück gebaut wurden.
dazu sage ich nichts, dürfte wohl jedem bekannt sein !