Word!
Ein Ansatz: z.B. 2 Jahre Elternzeit, verteilt auf beide. Dann 6 Std Arbeitstag als Vollzeit für beide, damit kommt man normalsituiert gut über die Runden und beide sind jeweils wirtschaftlich abgesichert, grössere Ausgaben lassen sich weiterhin gemeinsam stemmen. Für Junior/Juniorette Kindergarten usw. Man müsste allerdings generell umdenken: mit der heute möglichen Familienplanung sollten Kinder keine Ausgabe, sondern eine Investition in die Zukunft sein. Das war das wesentliche Argument für die Pille vor bald 60 (!) Jahren, und es ist allgemein immer noch nicht angekommen.
Es mangelt ausserdem an Richtungsvorgaben: Auf welche Gesellschaft will man die Kinder vorbereiten? Welche Gesellschaft wünscht man sich für die Kinder?Solange die Politik nur in 4-Jahreszyklen denkt und die Gross-Wirtschaft weiter an, mittlerweile stark verwachsenen, 50er-Jahre Strukturen festhält, stehen sie der gesellschaftlichen Entwicklung langfristig wohl eher im Wege.
Das althergebrachte Wirtschaftssystem als stabilisierender Faktor braucht dabei doch nur eins zum funktionieren: Wachstum. Das geht aber auf jedem Level, also auch nach vernünftigen Einschnitten durch eine zeitgemässe Umstrukturierung, z.B. auch mit Fokus auf ein sinnvolles, modernes Familienleben.
Empfindliche wirtschaftliche Einschnitte lassen sich jetzt doch sowieso nicht mehr vermeiden. Kann man mit etwas Phantasie also vielleicht durchaus nutzen, um gesellschaftliche Weichen neu zu stellen.