Blöd gesagt stirbt die Getreidepflanze nach einer gewissen Zeit ab, Getreide ist eine sogenannte einjährige Frucht. Dazu kommt die Saatgüter auf der einen Seite sind in ihrer genetischen Vielfalt inzwischen extrem verarmt und die Aussaat findet in einer Region meistens innerhalb von zwei oder drei Tagen erfolgt, geschieht das Absterben bei einer Getreidesorte in einer Region augenscheinlich simultan. Bleibt es bis in die Erntezeit feucht und kalt, wird das Absterben etwas hinausgezögert, da trockene und warme Temperaturen den Reifeprozess natürlich "extern" fördern. Irgendwann ist das Getreide aber trotzdem um, bleibt es dann immer noch feucht, fällt das Getreide auf die Seite, da die Halme die feuchten Ähren nicht mehr tragen können. Meistens keimen die Körner in den Ähren dann auch schon wieder aus... Das sieht man aber zumindest in unserer Region so gut wie nie, da der Kram vorher endgültig kaputtgespritzt (damit die Körner später im Boden nicht weiter austreiben) und untergepflügt wird.
Der Verglich mit einem Obstbaum passt hinten und vorne nicht. Grundsätzlich sind Bäume in ihrer Lebensdauer nicht so klar begrenzt, wie die meisten Ackerpflanzen. Ein gesunder Obstbaum macht auch nicht in/nach der Reife der Früchte den sterbenden Schwan. Im Gegensatz zu vielen Koniferen, die z.B. in sehr trockenen Sommern wie letztes Jahr, ihre - vermeidlich letzten - Reserven in die Produktion von überdurchschnittlich vielen Zapfen stecken und danach aussehen, als wären sie Kaminholz. Folgt auf solch eine Stressperiode ein normales Jahr, erholt sich das Teil auch wieder. Heult der Kirschbaum mit dicken Kirschen an den Ästen rum und würde ich ihn langfristig erhalten wollen, würde ich mal einen Fachmann zu rate ziehen, sonst liegt er in zwei oder drei Jahren nach dem nächsten trockenen Sommer beim ersten Herbststurm.
Die Funktionsweise bei einer Luft-Wasser Wärmepumpe ist im Grund die gleiche wie bei einem klassischen Kühlschrank. Stellt man das Teil mit offener Tür nach draußen und erwärmt man mit dem Wärmetauscher auf Rückseite das Heizungswasser, bist du da. Der Wirkungsgrad nimmt aber bei steigender Temperaturdifferenz zwischen Heizungsvorlauf und Außentemperatur dramatisch ab, bzw. steigen die Kosten zum Betrieb enorm an. Soll heißen: niedrige Vorlauftemperatur (Fußbodenheizung und gute Dämmung) bei westdeutschen Kindergarten Wintern sind kein Problem. Hohe Vorlauftemperaturen (Radiatoren und schlechte Dämmung) bei 6 Monaten unter - 10 °C freuen zum einen den Stromlieferanten und werden wahrscheinlich weit über der Leistungsfähigkeit der Wärmepumpe liegen.
Über kurz oder lang werde ich meine Ölheizung nur noch als Notfall Backup in der Hinterhand halten und den täglichen Bedarf über Solar und Holzfeuerung decken. Ich hab die Schnauze voll davon 6000 Liter im Jahr zu verheizen. Da unsere Bude aber von vor 1800 ist, macht der ganze moderne Kram keinen Sinn...