Unser Sonnensystem ist kosmisch betrachtet absoluter Durchschnitt und entspricht in den aller meisten Eigenschaften den meisten anderen. Somit kann man davon ausgehen, dass es sich auch so gebildet hat, wie sich noch immer die meisten Sonnensysteme bilden. Unsere Sonne hat vor ca. 4,5 Milliarden angefangen Wasserstoff zu Helium zu fusionieren und wird das ungefähr noch mal so lange tuen, bis ihr der Wasserstoff ausgeht. Infolge dessen fällt schlagartig der "Verbrennungsdruck" weg (ein paar Zwischenschritte, die zum Ausdehnen der Sonne bis über die Planetenbahnen von Merkur uns Venus hinaus führen, vernachlässige ich an dieser Stelle, da ich sonst nie zur Beantwortung der eigentlichen Fragen komme), die Gravitation überwiegt und die Sonne fällt in sich zusammen. Da unsere Sonne eher ein kleinerer Stern ist, ist die Wucht des Zusammenfallens nicht besonders groß, es wird kein schwarzes Loch entstehen, sondern lediglich ein Neutronenstern. Während des Zusammenfallens bzw. während der Explosion als Supernova fusionieren die Heliumatome zu schwereren Atomen, welche dann nach der Explosion ein Wolke um den Neutronenstern herum bilden.
Die ersten Sterne sind aus riesigen Wasserstoffwolken entstanden, wobei die Sterne so gigantisch waren, dass ihr Innendruck so hoch war, dass sie ihren Brennstoff in wenigen Millionen Jahren verbrannt haben. Da Sterne im allgemeinen eher selten alleine vorkommen (Abstände sind oft wenige Lichtjahre), liegen die Restwolken auch relativ nahe beieinander.
Je dichter eine solche Wolke ist, desto heißer ist sie. Näher sich eine heiße Wolke und eine kalten Wolke an (weil sich ihre ehemaligen Sterne auch schon aufeinander zubewegt haben), kommt es zu einer gegenseitigen gravitativen Einflussnahme, was zwangsläufig dazu führen wird, dass es irgendwo Stellen gibt, an den sich die Dichte erhöht. Höhere Dichte führt zu höherer Temperatur und Gravitation. Höhere Gravitation führt zu stärkerer Anziehung und dadurch zu noch höherer Dichte usw... Der selbe Effekt tritt auf, wenn ein großer Himmelskörper an einer Wolke vorbeisaust. Es reicht also eine initiale Dichteanomalie, damit die Wolke anfängt sich zu verdichten. Besteht die Wolke nur aus Wasserstoff, bilden sich in großer Wolken große Sterne, bestehen die Wolken aus alten Supernovaresten ("Sternenstaub"), dann sind alle weiteren chemischen Elemente in dieser Wolke enthalten, sodass sich auch Gesteinsplaneten bilden können.
Aufgrund der unendlichen Anzahl an verschiedenen Bewegungsrichtungen, aus denen sich die Materie auf das Dichtezentrum zubewegt, gibt es irgendwann eine Richtung die überwiegt, da der initiale Impuls ja auch eine Bewegungsrichtung hatte. Aufgrund dessen fängt die Wolke an sich zu drehen, an einem bestimmten Punkt übersteigt die Zentrifugalkraft (Achtung Scheinkraft) die Gravitationskraft: Die Wollte flacht ab, in der Äquatorialebene (Akkretionsscheibe) rotiert alles um das Massezentrum, weiter entferne Masse fliegt mit einer höheren Bahngeschwindigkeit, als weiter innen liegende. Dadurch werden leichtere Objekte nach innen gezogen, schwerere nach Außen gedrängt. Da aber alles eine Rotationsrichtung um das Zentrum hat, muss diese Richtung (Man spricht von einem (Bahndreh-)Impuls) erhalten bleiben und kann nur durch massive äußere Einwirkung geändert werden.
Ich glaube lediglich Neptun zeigt mit der Rotationsachse zur Sonne, alle anderen drehen nach der Rechtenfaustregel entsprechend gegen den Uhrzeigersinn: Schaut man von oben auf das Sonnensystem, sodass man auf die geografischen (!) Nordpole der Objekte schaut, dann drehen alle gegen den Uhrzeigersinn. Der ausgestreckte Daumen der rechten Faust zeigt dabei von Süden nach Norden (also auf den Betrachter zu), die übrigen Finger bilden einen Kreis gegen den Uhrzeigersinn. Ohne Einfluss durch vorbeifliegende externe Himmelskörper oder Planeten Wanderung innerhalb des Sonnensystems, bleiben diese Rotationen erhalten.
Ich mache später weiter, grad möchte meine kleine Tochter meine Aufmerksamkeit