Wir haben uns ja leider nur kurz gesehen.
Und ich habe zu spät geschnallt warum.
Offi hat Recht.
Es gehört sich einfach mit seinem Roller zu einem Rollertreffen zu fahren.
Ist ja kein Auto Treffen.
Davon gäbe es ja auch genug wenn man diese Atmosphäre äh... genießen möchte.
Habe ich übrigens zu VW Zeiten auch öfter getan.
Wenn man auf einen Run fährt und sich für nen Rollerfahrer / Scooterboy / Scootergirl hält, gehört der Roller dazu.
Ganz schlimm finde ich die bekannten Gesichter der Szene die mit der "ich will feiern und mir ist egal wie die Leute hier sind" Argumentation überall mit dem Auto hin gurken.
Oft auch noch mit dem Spruch "bin ja schon überall mit dem Roller hingefahren" / "habe früher XY tausend Kilometer im Jahr gemacht".
Ja und nun?
Man wird nur ein Windgesicht wenn man die Nase im Wind hat.
Carsucker braucht keine Veranstaltung.
Auch wenn die gut die Kasse füllen.
Für mich gehört das einfach dazu, wenn man dabei sein will, das man dabei ist.
Will heißen: bring das Opfer und sitze 340 Kilometer auf einer 10 Zoll Dose ab.
Schraube am Straßenrand, frickel dich durch, schrubbe Kilometer und genieße den inneren Triumph mit deinem Stuhl angekommen zu sein.
Öl dir die Finger ein, rieche nach Sprit, habe Zweitaktduft noch Montags in der Nase.
Von den Möchtegerns, die zum Gaffen kommen gibt es schon genug.
Klar, Campingstühle, ein Sechserpack Wasser und kein Gepäck auf dem Karren sind schöner Luxus.
Aber wenn ich mich recht erinnere ging das mit 16 auch ohne Begleitfahrzeug.
Da hatte man das Nötigste dabei und es wurde unterwegs geholfen bei der Improvisation.
Wenn ich sehe wer heute alles den ADAC anruft, wegen gerissenen Kupplungszug oder so, das hätte sich früher alles von selber aussortiert.
Und die, die so oft und gerne mit dem Auto fahren, immer einen schicken Wagen mit Klima und Sitzheizung dabei haben, die wären in unserer Jugend nie da gewesen.
Und niemand hätte sie vermisst, weil sie einfach nicht dazu gehört hätten.
Wie man da ankommt, ist am Ende für die meisten Anderen nicht wichtig.
Wichtig ist das Gefühl dabei, es mit dem alten Haufen Blech unter deinem Hintern der Straße abgerungen zu haben.
Der feine Unterschied liegt in dem Erlebnis Anreise, dem kleinen Sprung zurück in die Zeit zwischen 16 und dem erstem eigenen Auto, wo alles und immer mit dem Roller gemacht wurde.
Motorisch unterlegen technisch so eher Stand der 60er, das ist halt ein kleines Abenteuer auf dem Weg zum Run.
Und je weiter, desto besser.
Klar ist das scheiße 250 Kilometer von Zuhause zu stranden wegen Defekt.
Passiert aber eben mal.
Aus Sorge davor aber mit dem Auto zu fahren zeugt von einer anderen Einstellung zur Sache.