Also doch! Aus dem SCK-Katalog: Ein Reifenaufdruck hält viele Informationen bereit. Häufig sind diese allerdings mehr oder weniger stark verschlüsselt . Am einfachsten ist die Größe zu deuten. Dabei wird allerdings in der Größenangabe zwischen Zoll und Millimetern unterschieden. Daß heutzutage nicht mehr stark vertretene Zollmaß findet bei der PX noch seine Anwendung. So bedeutet die Reifenaufschrift auf deren Reifen, 3,50x10 nichts anderes, als daß der Reifen eine Breite von 3,5 Zoll hat. Das entspricht nach unserem metrischen System einer Reifenbreite von 88,9mm (3,50? x 25,4mm). (Der Reifenhersteller Michelin gibt für diese Größe als maximales Breitenmaß des Reifens 99mm an und zeigt damit schon den vorhanden Spielraum auf). Das heutzutage gebräuchlichere Niederquerschnittsmaß wurde um eine Angabe erweitert. Dabei kann aus der gesamten Maßangabe (z.B. 120/90x10) direkt auch auf die Reifenhöhe geschlossen werden. Das erste Maß gibt dabei die Reifenbreite in Millimetern an (also 120mm), das zweite Maß die Reifenflankenhöhe in Prozent der Breite (also 120 x 0,9 = 108mm). Um daraus auf den gesamten Reifenumfang zu schließen, muß dieser Wert nur verdoppelt und mit dem Felgendurchmesser addiert werden (in diesem Falle 10 Zoll also gilt: 10? x 25,4mm + 216mm = 470mm Reifendurchmesser). Der aus dem Reifendurchmesser resultierende Abrollumfang, der für die Übersetzung des Motors enorm wichtig ist, ergibt sich aus der Multiplikation des Reifendurchmessers mit dem Wert p (470mm x p =1476mm) Diesen errechneten Wert kann man vorzüglich dafür nutzen, um sich näherungsweise der optimalen Gesamtübersetzung seines Motors zu nähern. So kann durch die Wahl des Reifendurchmessers auch hervorragend die Übersetzung fein abgestimmt werden. Auch hier gilt wie bei der Breite des Reifens, daß nahezu jeder Hersteller unterschiedlich große Reifendurchmesser fertigt, obwohl auf allen die gleiche Maßbezeichnung steht. Eine andere wichtige Kennzeichnung ist die der Geschwindigkeitsindex. Dieser wird mit einem Buchstaben gekennzeichnet. Eine weitere wichtige Kennzeichnung ist der sogenannte load index. Dieser macht eine Aussage darüber ab, wie tragfähig, also belastbar, der Reifen ist. Dieser wird mit einer Ziffernkombination dargestellt. Als Beispiel: Ein Reifen mit der Kennzeichnung 120/90x10, sowie 56 J hat eine Breite von 120mm einen Gesamtdurchmesser von 470mm, einen Abrollumfang von 1476mm, eine Tragfähigkeit von 224kg sowie eine zulässige Höchstgeschwindigkeit bei dieser maximalen Last von 100km/h. Wer mit diesem Reifen schneller fahren möchte, kann sich meist von einer Prüfstelle (Dekra, TÜV) das maximal zulässige Gesamtgewicht seines Rollers verkleinern lassen (z.b. von 290 auf 210kg). Dann wird der Reifen, meist nach vorheriger Rücksprache mit dem Hersteller des Reifens, eine Freigabe für höhere Geschwindigkeiten erstellt (z.B. Von 100km/h auf 140km/h). Nachteil dieser Methode ist, daß meist keine zweiter Sitzplatz mehr zur Verfügung steht, daß sonst das zulässige Gesamtgewicht überschritten werden würde. Gruß, Thomas