Das Leben des H.C. Wir schreiben den 01.09.12. In einer Kleinstadt namens Geilenkirchen findet das Alljährlich Weinfest statt. Seit dem ersten Jahr sind ich und einige meiner Freunde Stammgäste auf dieser Festivität. Normalerweise keine Weintrinker aber einmal im Jahr lohnt sich die Ausnahme. Ablauf einer solchen Veranstaltung lautet wie folgt, Stehtisch suchen, belagern, sich den Winzer aussuchen und dann ran an die Flasche Wein. Im Anschluss an diese Weinverköstigung wird die Trinkveranstaltung meist in die einzige Disco der Stadt verlagert. Wir nennen sie mal Mausefalle. Soviel zum Ablauf, nun zur Geschichte. Aufgrund der Tatsache, dass ich dieses Jahr kein einziges Mal mit H.C. auf nem Run steilgehen konnte, befahl ich H.C., mich zum Weinfest an diesem schönen Samstag zu begleiten. H. C. meinte: "och ja, Ich trinke zwar normalerweise keinen Wein aber das hört sich gut an". Somit war er im Boot. Ich erklärte ihm den genauen Ablauf und sagte ihm: "Alta dat wird wild". Nach dieser Aussage war H.C. nicht mehr zu bremsen, Schlafmangel und Konzentrationsschwierigkeiten plagten ihn von nun an bis zum finalen Tag, dem 01.09.12. Es war soweit, der Schlafplatz war organisiert, der Abend somit vollständig geplant, es konnte also losgehen. Gegen 17.00 holte ich H.C., der mich selbst an dem Tag noch mehrmals darauf aufmerksam machte, dass er Heiß wäre wie Frittenfett, ab. Nach einem kurzen Zwischenstopp beim hiesigen Baguette/Sandwich Restaurant ging es weiter Richtung Geilenkirchen. Während der Fahrt wurde ich von H.C. dann darauf aufmerksam gemacht, dass er mich nochmal so richtig voll sehen möchte, ich doch Performance zeigen soll und er sich zurückhält um mich voll zu sehen. Endlich am Ziel angekommen bezogen wir unser Lager, aßen zu Abend und fingen mit den Vorbereitungen an. Zwei bis Fünf Bier später kam ein Bekannter vorbei, der uns freundlicherweise zum Weinfest fuhr. Dort angekommen ging es los. H.C. bekam langsam Panik und verdeutlichte erneut, dass er kein Weintrinker wäre und maximal zwei Glaeser trinken könne. Blah, Blah, Fresse halten, Pipi ausse Augen und los. Nachdem die erste Flasche leer war, erkundigte ich mich nach H.C.'s Befinden, worauf er sagte: "Alta alles gut, Wein geht noch". Nach der dritten Flasche sah das aber anders aus. H.C.: "Puh, nee Wein also warte, Ich geh ma en Bier holen". Alles klar, immerhin mehr weggesteckt als angedroht. Es wurde dunkel, H.C. trank sein Bier und bekam nen leichten Schlag, aber nur leicht. Mittlerweile waren wir die letzten Gäste der Veranstaltung, sodass wir uns dazu entschieden die hiesige Mausefalle aufzusuchen. Ab ins Taxi und los gehts. Nach einer zehn Minuten Fahrt, angekommen, Tür ging auf und dann kam aus dem nichts ein riesen großer Hammer, der H.C. frontal erwischte. Klare Ansage vor der Tür, Jungens zusammenreißen damit alles klar geht. Gesagt, getan, zusammengerissen an den Türstehern vorbei ab zur Jackenabgabe. Schwer getroffen schafft es H.C. seinen Zipper der netten Lederhaut tragenden Kettenraucherin mit Gabba-Tribal-Gedaechtniss-Tattoo und Air Max Classics, auszuhaendigen. (Jeder, der den Laden nicht kennt, dieser Jackenabgabebereich ist ein langer Gang, an dessen Anfang noch die Türsteher stehen, dann geht man rechts um die Ecke und steht an der Kasse) Ich vor H.C. an der Kasse angekommen, Zack Foto für die Chipkarte, mit der man zahlt, gemacht, sie entgegengenommen und mich umgedreht um H.C. naja zu "kontrollieren" eher korrigieren. Urplötzlich veränderte sich H.C.'s Gesichtsfarbe als er an der Kasse bei der dicken Mutti stand. Ich fing an zu schwitzen, kannte den Blick, und hatte Angst den Abend frühzeitig beenden zu müssen, weil H.C. die Dicke einsaut. Ein kurzes Gebrüll: "H.", reichte aus um ihn davon abzuhalten. "H. du musst noch kurz in die Kamera gucken, damit die nette Dame ein Foto von dir machen kann". H. guckt richtig blöd aus der Wäsche, versteht nur Bahnhof, handelt aber instinktiv und guckt in die Linse. (Man was hätte ich dieses Foto gern) Dann ging alles rasend schnell, während ich ignoranter weise dachte, dass das schlimmste vorbei wäre, kam H. auf mich zu lehnte sich an den Zigarettenautomat und: "bllllaaaaaaaaaaahhhhh". H. bricht direkt in den Eingang neben den Automat. Herzlichen Glückwunsch Ich, gewieft wie immer, zog H. am Arm ab in den Laden. Puh niemand (zumindest keiner, der was zu sagen hatte) hat etwas gesehen. Nun konnte der Abend weitergehen, es wurde getrunken und noch mehr getrunken und noch mehr und plötzlich war H.C. verschwunden..... Ein Traum sowat. Gott sei dank konnte sich irgendjemand daran erinnern, dass H. vor einigen Minuten zur Toilette wollte. Ich also in die Toilette, keiner drin, alles leer bis auf eine Kabine. Die Nachbarkabine auf, zack auf die Toilette gesprungen, blicke über die Trennwand und was sehe ich da? Richtig H. schön aufem Klosett schlafend mim Kopf auffe Knie. Nach kurzer Überlegung ob ich oder dann doch eher später ein Türsteher, rief ich: "HHHHHHHHHHHHHHHHH. Alta wat geht ab". H. zuckte zusammen, stand im selben Moment schon auf seinen Beinen und sagte: "Alles gut, ich komme anne Theke". Anner Theke ging dann aber nicht mehr so viel und wir machten uns auf den Weg ins Lager.... Ende Und die Moral von der Geschicht: Bier kanner Wein nicht Als kleiner Vorgeschmack fuer die naechste Ausgabe von "Das Leben des H.C.": Das Rescue Tent und die Bundeswehrrolle