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lumpus

Bremswirkung Vorderradbremse PX Lusso

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Hallo Zusammen,

 

meine VR Bremse an meiner Lussu bremst grottich.

 

Ich hab alles gereinigt, Züge sind Teflon und gefettet, Gelenke und Hebel gefettet, Nocke mit Kupferpaste.

 

Hab mal was über ablaufende und zulaufende Backen gelesen. Kann mir jemand sagen ob man den Bremsexcenter der die Backen spreizt falsch herum einbauen kann?

 

An was kanns sonst liegen?

 

 

Danke.

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lös mal die zentrierschraube unten an der trommel, dann bremse am hebel ziehen und bei gezogener bremse die zentrierschraube wieder anziehen.

so hast du beide beläge an der trommel angelegt und die lussobremse sollte dann auch wieder gut bremsleistung bekommen

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lös mal die zentrierschraube unten an der trommel, dann bremse am hebel ziehen und bei gezogener bremse die zentrierschraube wieder anziehen.

so hast du beide beläge an der trommel angelegt und die lussobremse sollte dann auch wieder gut bremsleistung bekommen

Danke. Das werde ich versuchen.

 

Aber was hat es mit der anlaufenden und ablaufenden Backe auf sich?

 

Siehe Bild. Bringt es was, die Bolzen zu drehen?

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Auflaufende Backe ist diejenige, bei der die vorbeidrehende Trommel zuerst am Spreitzmechanismus und dann am Backendrehpunkt vorbeikommt. Das Auflaufen der Backe erzeugt eine Keilwirkung. Dein Bild ist insofern richtig.

Rolf E. hat Buchstaben ergänzt.

Edited by Benvenuto

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An was kanns sonst liegen?

Daran, dass das keine Lusso-Bremse ist! Also meine sieht jedenfalls anders aus. Sieht mir nach irgendwas ganz Altem aus.

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Die Beläge können auch verglast sein. Dann bremst es auch lausig.

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Was es bei mir war: die Widerlagerbolzen (2x) waren einer davon krumm, deshalb lief die eine Bremsbacke schief und hat mit der Zeit auch die Trommel schräg abgenutzt, daher hat auch die andere, eigentlich gerade Brembracke nicht mer getan... Abhilfe: neues Bremsschild mit parallelen Bremsbolzen (heissen die so??) und neue Trommel. Nachher wie oben beschrieben Den schwimmend gelagerten Bremsnocken justiert, danach klappte es auch mit einem schwarzen Strich auf dem Asphalt vorne (!!!), oke ging nur eine woche so, nachher, liess die Bremsleistung etwas nach, aber immer noch mehr als ausreichend !!

 

Edit: Bremsscheibenumbau ist daher eher nur Optiktuning... ich halte die Trommelbremse für die bessere... Meist bremst die Karre infolge schlechtem Fahrwerk so miserabel, denn wegen schlechtem Bremssystem...

Edited by tbs

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Daran, dass das keine Lusso-Bremse ist! Also meine sieht jedenfalls anders aus. Sieht mir nach irgendwas ganz Altem aus.

Sorry, ist nur ein Symbolbild. Das ist die Bremse von einer APE.

 

Den Excenter habe ich justiert, hat nichts gebracht.

 

Ich hatte auch einen neuen Zug von SIP verbaut, allerdings war die Bremswirkung da noch lausiger. Man konnte richtig spüren wie der Zug an der Hülle reibt.

Sollte eigentlich ein Teflonzug sein. Ich wette aber das das keiner ist, ectl. vertauscht wurde. Erkennt man das von außen?

 

Wo holt ihr eure Züge? Ist der Original von Piaggio mit Teflon innen?

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Zug sollte auch sauber velegt sein, wenn der im Lenkkopf abknickt, ist es auch kacka.

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:gsf_chips:

 

Trommel abmachen dann....

 

Bremshebel ziehen und schauen ob er sich leicht bewegen lässt, diese Funktion muss so weich und leicht sein als würdest du auf Malle einer blonden Tussie  bei geschmeidigen 35° C den Rücken mit Sonnencreme eincremen

 

wenn es schwer geht erstmal die Bremsansteuerung - Hebel -Seil - Hülle -Nocke überprüfen und gangbar machen sowie fetten und oder schmieren mit geeignetem smearing Material :-)

 

 

wenn die Ansteuerung der Bremse nun 1a leicht fluppt wie das eincremen der Mittelmeeramazone kannst du mal nach den Brems-Backen guggn

 

ein Satz kostet neu 10 bis15 ,- €

 

die Trommel sollte innen mit Bremsenreiniger gereinigt werden, und mit einer 80 bis 120er Schleifpapierkörnung im  M oder X Muster angeschliffen werden 

 

( wenn du gerade dabei bist kannst du auch den Rest der Bremsankerplatte innen reinigen damit alles sauber Dreck- und Staubfrei ist)

 

man kann um ordentlich Zug auf die Trommel-Bremse zu bekommen auch mit doppelseitigem Klebeband und 120er Schleifpapier arbeiten, diese beiden komponenten klebst du an die Bremstrommelinnenfläche auf rundum schmale Streifen

und nicht zu dick. Trommel drauf und drehen, dabei die Bremse ganz leicht betätigen, das ganze nicht übertreiben da sonst die neuen Bremsbeläge ruckzuck weggebremst sind.

 

Es geht nur darum das man mehr Fläche schafft womit die Bremsbeläge anliegen.

 

Das Hauptproblem liegt bei diesem unseren Trommelbremssystem an der Konstruktion mit einer Nocke und zwei Drehpunkten, die ablaufende Backe hat keine Selbstverstärkung , die auflaufende Backe schon, aber damit nicht genug...

 

die beiden Backen haben durch den jeweils einen Drehpunkt nur eine kleine Kannte Keilförmig die sich pro Bremsbelag an die Trommel legt und die Bremsleistung überträgt.

 

Nach der Schmirgelpapieraktion und Bremsbelaganpassaktion hast du quasi eine (beim Bremsen)  Oberflächenvergrößerung der aktiv Nutzbaren Reibfläche, mehr Fläche mehr Pressung mehr Verzögerung bla bla blubb

 

 

Bin schon PX Lusso`s  gefahren wo die vordere Bremse bei 50 / 60 km/h bei vollem durchziehen blockiert hat nach dem vollen feintuning, kommt natürlich auch auf die Bremsbelagzusammensetzung an, dort kann man auch Glück oder Pech haben

eine Pauschalaussage kann man dort nicht 100 % geben da die Hersteller wohl auch gerne mal die Zusammensetzung je nachdem wie wo was kostet.... etwas ändern....

 

Deine Trommel kann man natürlich auch mal innen fein ausdrehen lassen da sich die Oberfläche nach einigen Jahren verschlechtern kann, wenn die Trommel  innen schon glatt ist wie ein Spiegel ist die zu erwartende Bremsleistung auch nicht mehr das gelbe vom Ei, wenn du ein Elektronenmikroskop in deiner Werkstatt hast kannst du ja mal die Oberflächenunterschiede von verschiedenen Bremstrommeln und Belägen anguggn :-D

Edited by schlubbi
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:gsf_chips:

 

Trommel abmachen dann....

 

Bremshebel ziehen und schauen ob er sich leicht bewegen lässt, diese Funktion muss so weich und leicht sein als würdest du auf Malle einer blonden Tussie  bei geschmeidigen 35° C den Rücken mit Sonnencreme eincremen

 

wenn es schwer geht erstmal die Bremsansteuerung - Hebel -Seil - Hülle -Nocke überprüfen und gangbar machen sowie fetten und oder schmieren mit geeignetem smearing Material :-)

 

 

wenn die Ansteuerung der Bremse nun 1a leicht fluppt wie das eincremen der Mittelmeeramazone kannst du mal nach den Brems-Backen guggn

 

ein Satz kostet neu 10 bis15 ,- €

 

die Trommel sollte innen mit Bremsenreiniger gereinigt werden, und mit einer 80 bis 120er Schleifpapierkörnung im  M oder X Muster angeschliffen werden 

 

( wenn du gerade dabei bist kannst du auch den Rest der Bremsankerplatte innen reinigen damit alles sauber Dreck- und Staubfrei ist)

 

man kann um ordentlich Zug auf die Trommel-Bremse zu bekommen auch mit doppelseitigem Klebeband und 120er Schleifpapier arbeiten, diese beiden komponenten klebst du an die Bremstrommelinnenfläche auf rundum schmale Streifen

und nicht zu dick. Trommel drauf und drehen, dabei die Bremse ganz leicht betätigen, das ganze nicht übertreiben da sonst die neuen Bremsbeläge ruckzuck weggebremst sind.

 

Es geht nur darum das man mehr Fläche schafft womit die Bremsbeläge anliegen.

 

Das Hauptproblem liegt bei diesem unseren Trommelbremssystem an der Konstruktion mit einer Nocke und zwei Drehpunkten, die ablaufende Backe hat keine Selbstverstärkung , die auflaufende Backe schon, aber damit nicht genug...

 

die beiden Backen haben durch den jeweils einen Drehpunkt nur eine kleine Kannte Keilförmig die sich pro Bremsbelag an die Trommel legt und die Bremsleistung überträgt.

 

Nach der Schmirgelpapieraktion und Bremsbelaganpassaktion hast du quasi eine (beim Bremsen)  Oberflächenvergrößerung der aktiv Nutzbaren Reibfläche, mehr Fläche mehr Pressung mehr Verzögerung bla bla blubb

 

 

Bin schon PX Lusso`s  gefahren wo die vordere Bremse bei 50 / 60 km/h bei vollem durchziehen blockiert hat nach dem vollen feintuning, kommt natürlich auch auf die Bremsbelagzusammensetzung an, dort kann man auch Glück oder Pech haben

eine Pauschalaussage kann man dort nicht 100 % geben da die Hersteller wohl auch gerne mal die Zusammensetzung je nachdem wie wo was kostet.... etwas ändern....

 

Deine Trommel kann man natürlich auch mal innen fein ausdrehen lassen da sich die Oberfläche nach einigen Jahren verschlechtern kann, wenn die Trommel  innen schon glatt ist wie ein Spiegel ist die zu erwartende Bremsleistung auch nicht mehr das gelbe vom Ei, wenn du ein Elektronenmikroskop in deiner Werkstatt hast kannst du ja mal die Oberflächenunterschiede von verschiedenen Bremstrommeln und Belägen anguggn :-D

Danke erstmal für die ausführliche Beschreibung.

In manchen Beiträgen wird aber empfohlen, die Beläge anzufasen um die Fläche zu verkleinern um eine höhere Flächenpressung zu erziehlen. Macht auch nach Fr=my*Fn Sinn. Danach ist die Reibkraft nur von der Andruckkraft abhängig.

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Danach ist die Reibkraft nur von der Andruckkraft abhängig.

 

wenn du dannach gehst fahr weiter so rum und zieh ordentlich am Zug/ Hebel  ....vielleicht bist du ja ein Wikinger der eine Kokusnuss mit den bloßen Händen knackt :-D

 

Haftreibbeiwert ist das Zauberwort kannst auch nach Haftreibung oder Reibungskoeffizient googeln

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Guck mal ob der Belag überwiegend trägt oder nur an den Spitzen oder in der Mitte.

Meistens passt du Kombo neuer Belag und alte Bremstrommel nicht. Entweder 1000km "einbremsen" oder die Stellen an denen der Belag schon trägt abschleifen.

Fahren - gucken - abschleifen - fahren - gucken - abschleifen- fahren - gucken - abschleifen - fahren - gucken - abschleifen - fahren - gucken - abschleifen.

Dann sollte das irgendwann vernünftig funktionieren. 

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Ist jetzt zwar nicht Vorderrad sondern Hinterradbremse.... :whistling:

im Prinzip macht es ja aber kein Unterschied...:-D

 

Ich hab dass eigentlich aus dem SF Bereich irgendwo aufgeschnapt... :rotwerd:

 

Ich hab jetzt mal meine Bremse so umgearbeitet wie auf folgenden Bild.

 

1062193371_20200321_202906(Mittel).thumb.jpg.961f9ab114fb4e19d3e05e937b1e6e22.jpg 1857566509_20200323_081045(Mittel).thumb.jpg.7aa3bd0f50867422d9605d2e9284d8a9.jpg

 

Also die Ablaufende und die Auflaufende Bremsbeläge entsprechend bearbeitet und den Belag an den Stellen um ca. 2,5cm gekürzt.

 

Das sind Original Piaggio Beläge gewesen.

Ich habe an den Stellen den Belag einfach mit einer Flex und Trenscheibe runtergeschnitten.

Das funktioniert relativ easy und war ruck zuck erledigt.

 

Fazit nach der Ersten Probefahrt…. Die Bremswirkung find ich jetzt nicht wirklich besser.

Ob es jetzt schlechter ist, ich glaub ein bisschen mehr Kraft für eine Vollbremsung braucht man schon. :dontgetit:

 

Aber es lässt sich viel besser Dosieren.

Ich Versuchs mal so zu formulieren im übertrieben Sinn.

Vorher hat man eher auf die Bremse gedrückt und die Bremse hat recht stramm angepackt. Also so ON - OFF mäßig.

Jetzt ist es eher so, wie beispielsweise mit der Scheibenbremse zu dosieren.

Ich hab auch oft immer so ein Eiern beim Bremsen gehabt, wie wenn die Bremstrommel nicht ganz rund wäre.

Nun bremst das echt schön gleichmäßig und hab null ruckeln/eiern drin. :thumbsup:

 

Ob es aber jetzt nur daran leigt weil ich die frisch verbaut habe weiß ich jetzt auch noch nicht.

Das waren jetzt erst ein paar km was ich gefahren bin.

Erst mal schauen wie es nach der ersten Tankfüllung sich weiter verhält.

 

 

Sonst fahr ich eigentlich nur noch die Malossi Bremsbeläge, weil ich finde, die Bremsen um einiges besser also so Standard Beläge.

Da hab ich aber auch schon festgestellt das die frisch verbaut noch richtig richtig gut bremsen aber dann doch mit ein paar km ganz schön nach lassen.

 

Ich bin gespannt wie das jetzt mit den bearbeitet Piaggio Belägen ist und werde dann auch evtl. die Malossi Beläge in meinem Andren Motor mal entsprechen umbauen.

 

Hat sonst schon jemand Erfahrungen gemacht, oder was man da noch verbessern könnte

 

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Ich gleiche die Beläge immer auf die Trommel an. Erst grob mit der Feile, zum Ende dann mit in die Trommel geklebtem Schleifpapier. Macht die Bremse aber eher biestig... 

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@AIC-PX

Evtl. auch hier mal reinschauen! :-D

 

 

Grüße

 

Edited by Uriel
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Am 23.7.2014 um 09:29 hat lumpus folgendes von sich gegeben:

Danke erstmal für die ausführliche Beschreibung.

In manchen Beiträgen wird aber empfohlen, die Beläge anzufasen um die Fläche zu verkleinern um eine höhere Flächenpressung zu erziehlen. Macht auch nach Fr=my*Fn Sinn. Danach ist die Reibkraft nur von der Andruckkraft abhängig.

 

Ja, die Umfangs- bzw. Bremskraft ist nur abhängig von der Anpresskraft und dem Reibwert. Man sollte m. E. aber folgendes bedenken:

Je kleiner die angepresste Fläche ist, umso höher die Temperatur bei gleichbleibender Bremsenergie. Das führt dazu, dass die Beläge evtl. schneller überhitzen und verglasen.  vielleicht lässt darum auch eine anfänglich  gute Bremswirkung bei neuen Bremsbelägen nach?!

Die Idee mit dem Schleifpapier in der Trommel finde ich darum klasse

und werde das gleich mal ausprobieren!

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Etwas Kreide auf die Beläge und dann ein paar mal im Kreis laufen lassen, dann kontrollieren und wenn alles Plan anliegt aufhören.

Es geht sonst ziemlich schnell die neuen Beläge auf die Hälfte der Dicke zu bekommen.

Bei schön rund ausgedrehten Trommeln ist die Bremsleistung dann nahezu gegen unglaublich. Aber Vorsicht, je nach dem reicht es dann ohne Probleme für den einen oder anderen Stoppie. 

Das Verhalten der Bremse ändert sich in der Tat deutlich in ein digitales On-Off. Das muss man üben, sonst knallt´s.

 ;-) Wollte mein TÜVler mit auf der Oldiebremse am Vorderrad nicht glauben. Jetzt schon.

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vor 18 Stunden hat AIC-PX folgendes von sich gegeben:

 

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...

 

Aber es lässt sich viel besser Dosieren.

Ich Versuchs mal so zu formulieren im übertrieben Sinn.

Vorher hat man eher auf die Bremse gedrückt und die Bremse hat recht stramm angepackt. Also so ON - OFF mäßig.

Jetzt ist es eher so, wie beispielsweise mit der Scheibenbremse zu dosieren.

Ich hab auch oft immer so ein Eiern beim Bremsen gehabt, wie wenn die Bremstrommel nicht ganz rund wäre.

Nun bremst das echt schön gleichmäßig und hab null ruckeln/eiern drin. :thumbsup:

 

 

Hat sonst schon jemand Erfahrungen gemacht, oder was man da noch verbessern könnte

 

 

ich muss jetzt hier mal eine grundsätzliche Frage stellen:

 

Du bearbeitest die ablaufende Backe beim Aufnahmebolzen - ich hab hier im GSF was anderes gelesen & auch umgesetzt.

Und zwar bearbeite ich auch die ablaufende Backe, aber auf der Nockenseite.

Das Ganze bei der auflaufenden Backe dann genau spiegelverkehrt.

 

Das wurde auch hier mal diskutiert - wie kommt es zu den unterschiedlichen Meinungen / Aussagen?

 

 

Kann es vielleicht daran liegen, dass du keine Verbesserung der Bremsleistung feststellen kannst?

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Egal, wie oft das hier immer wieder auftaucht: Das Kürzen der Belege ist keine gute Idee.

Bei sicherheitsrelevanten Bauteilen finde ich es unverantwortlich, andere auf Ideen zu bringen, die jeder fundierten Grundlage entbehren, und nur gut sein sollen, weil es mal ausprobiert wurde, ohne daß sich das Versuchskaninchen damit für den Darwin-Award qualifiziert hat.

 

Beim Bremsen wird Kinetische Energie in Wärme umgewandelt.
Für einen kurzen Moment spielt es keine Rolle, aber dann kommt es auf die Größe der Fläche an, um die Wärme abzutransportieren.

Auch wenn es im ersten Moment durch irgendwelche geometrischen Einflüsse besser zu sein scheint, wird man bei 35°C den Großglockner runter oder einer Vollbremsung aus 100 km/h wertvolle Meter verschenken.
Die Piaggio-Ingenieure sind doch nicht blöd. Wenn sie Material sparen oder sogar die Bremsleistung durch das Kürzen der Beläge verbessern könnten, hätten sie das getan. Die Größe der Belagfläche richtet sich nach der erforderlichen Wärmeabfuhr. Es mag Fahrzeuge geben, die serienmäßig "gekürzte" Belege haben. Dann wird aber im Zweifelsfall die Trommel größer (oder das Fahrzeug leichter) sein, damit die Wärmeabfuhr paßt. Der Hersteller hat es auf jeden Fall durchgerechnet und erprobt.

 

Die Methode, die Beläge mit Kreide zu markieren, und die erhöhten Stellen abzuschleifen, bis die Beläge gleichmäßig anliegen, funktioniert wunderbar, weil damit die Reibfläche vergrößert und die Wärmeabfuhr verbessert wird.

 

Irgend jemand hat geschrieben, eine Scheibenbremse bringe nichts, und eine ordentliche Trommelbremse sei mindestens genauso gut.

Der Effekt ist hier der gleiche. Bei gleichem Duchmesser der Bremse ist die Trommelbremse im ersten Moment besser, weil die Reibfläche weiter außen liegt und einen besseren Hebelarm hat. Dann wird die Bremsleistung aufgrund der schlechteren Wärmeabführung der innenliegenden Beläge sehr schnell abnehmen. Die Scheibenbremse ist unter Dauerbelastung besser, weil sie gut belüftet werden kann.

  • Thanks 3

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