Ich hänge immer noch an diesem Thema.
Mit Ordnungen der Auspuffresonanz hat das meiner Meinung nach jedoch nichts zu tun. Es ist ja so, dass wenn das Wertetripel aus Drehzahl Auslasssteuerzeit und Auspufflänge zusammenpassen, die rücklaufende Welle exakt zur richtigen Zeit ankommt. Der Auspuff mit seiner konstanten Länge und unter Annahme konstanter Schallgeschwindigkeit kann ja selbst als Zeitkonstante gesehen werden. Es gibt eine bestimmte Zeit x, welche eine Welle benötigt um den Auspuff einmal hin und wieder her zulaufen. Diese Eigenschaft ist dem Auspuff fix gegeben.
Dazu kann es nun verschiedene Wertepaare aus Drehzahl und Steuerzeit geben welche wiederum die selbe Zeitkonstante erzeugen und somit gut funktionieren. Immer nur diese drei Werte zusammen machen Sinn und Aussage. Eine Aussage wie "Dieser Auspuff muss mit dieser Steuerzeit zusammen", ohne Nennung einer Drehzahl macht keinen Sinn
Steigt nun die Motordrehzahl über die Resonanzdrehzahl hinaus, so eilt der "Zylinder" dem Auspuff voraus, bzw. alle Vorgänge im Auspuff sind zu langsam. Heißt konkret, die rücklaufende Welle kommt zu spät an, die Füllung sinkt immer weiter, eine Umkehr dieses Effekts tritt nicht ein bei weiter steigender Drehzahl.
Bei doppelter Resonanzdrehzahl schafft die Welle in der durch Steuerzeit und Drehzahl gegebenen Zeit lediglich noch den halben Weg im Auspuff (Hinweg).
Bei halber Resodrehzahl hingegen schafft die Welle theoretisch zwei volle Durchläufe im Abgassystem, wird dabei jedoch sehr stark gedämpft. Das führt zu dem teilweise erkennbaren Leistungsbuckel bei ca. halber Nenndrehzahl bevor es nochmal runter geht, um bei Resoeinstieg wieder richtig zu steigen.
Eine Überlagerung von Einlassschwingung und der Auspuffresonanz ist sicher gegeben. Wobei anzumerken ist, dass lediglich bei schlitz und drehschiebergesteuerten Motoren welche somit über fixe Steuerzeiten verfügen eine punktuelle Einlassresonanz vorliegen sollte. die Membransteuerung variiert mit den effektiven Steuerzeiten, somit ist auch die Einlassresonanzdrehzahl ein Variable, was den Motoren ja auch zu dem bekannten gutmütigeren Verhalten verhilft.
Meine Behauptung wäre somit, dass es vor allem bei Drehschiebermotoren die Möglichkeit geben müsste durch entsprechende "Fehlauslegung" deutliche Höcker zu generieren. Das ist wie gesagt aber nur mein Gedanke zu dem Thema.
Das Transfersystem ist auch noch zu betrachten, was aber extrem komplex und nahezu nicht handlebar wird. Inwiefern dieses Zusammenspiel zu den Höckern beiträgt vermag ich nicht zu sagen.
Eine geschlossene Erklärung für die Höcker kann ich somit auch nicht bieten, es sind lediglich Denkansätze. Würde mich aber freuen wenn das Thema hier weiter diskutiert würde (sofern jemand Interesse daran hat)