Club, Schnauze halten. Rest: wer kommt auf den Abraucher?
Der Regen nieselt leicht auf der Fähre von Athen nach Venedig, meine 2 amerikanischen Partners-in-Crime und ich stehen das Dopamintief nach einer Abaertigen Tour mit Alpenpässen, Volleyballmaedels, Begegnungen mit Albenaerinnen in Tirana, Bestechung von Grenzbeamten in Montenegro, und einem finalen 3 Tage All-nighter in Athen durch. Es ist schwer, umgeben von rauchenden und schnarchenden Truckern und nicht viel zu tun.
Ein Abraucher - der einzige bis auf das übliche Reifenwechseln nach 3000km - bleibt im Gedächtnis. Auf den letzten 50km dazu. Kommt ihr drauf? Auflösung später die Woche.
Die 2 Mitstreiter sind hinlänglich unbewusst der prekären Lage der Maschinen auf den sie reiten. Oder, anders ausgedrückt, jung und ahnungslos. Ich muss sie daher erst einführen in das Schalten am Drehgriff, kein ABS, Öl ins Benzin, was ein Reservestand ist, und warum jede Karre anders läuft und Sprit braucht. Und, was der Zen der Langstrecke ist. Am besten immer mal Putzen um zu schauen was gerade abgerappelt ist und sich in die Ewigkeit verabschiedet hat. Dazu empfehle ich einen Lappen bei sich zu tragen, die kleine Tüte mit schrauben, schraubenziehern und diversem Kram im Blick zu halten, und das Ohr aufhaben für Dinge die rattern, Knistern. Wenn die Kiste auf einmal schneller doer langsamer wird ist man kurz vorm Disaster. Vorm Ende der tour! Ich glaube sie raffen nix davon und wollen einfach los.
Also reiten wir los. Lindau, Spluegen, Como. Dann gerade aus nach Venedig. Alles ziemlich problemfrei. In Venedig verlieren wir eine Tube Unicorn Snot. Ich muss mal nen Kickstarter festschrauben. Die Fähre nach Kroatien lief nicht am morgen, also rum durch Trieste und durch Dubrovnik, Tirana, Hamare, nach Pratas. Der letzte Tag dann 200km Bahn nach Athen brettern. Letzter Tankstopp, 50klm to go, Drew ist auf einmal weg. Anruf: “Die Karre steht”.
Also zurück gedonnert, 40km Umweg wegen fehlender Abfahrten von der Bahn. Drew steht neben der Lambretta und ich kicke. Kompression ist da. Rechte backe ab, Zuendfunke: geht. Neue Kerze rein, nicht noetig, aber warum nicht. Dann nach links, backe ab, gaser sitzt korrekt auf dem ansauggummi. Gut und fest, kein Sabber, alles sauber. Klinisch. Wir hatten gerade vollgetankt. Ich checke Benzin Fluss in den gaser, läuft.
Gaser auf, float valve: Laeuft. Duesen durchgepfiffen, nix kam raus. ?? OK, gaser wieder zusammen, offen angesaugt. Mit hand vor der venturi angelassen. Nach 3 kicks: KARRE LAEUFT!! Jubel. Alles wieder zusammengeschraubt, ich will losdonnern…. Drew kriegt die karre nicht an!
Ich versuche, nix. Tot wie die Zukunft des Rapido 225.
Was ratet ihr? Auflösung in den nächsten Tagen.
Splügen:
Dubrovnik:
An der Grenze Alabenien - Griechenland: