Wofür wollt ihr jetzt Druckverlaufdiagramme?
Das ist zwar super interessant um zu sehen was Motor und Auspuff machen, für die Auslassgestaltung nicht interessant.
Aber na gut. Bitteschön.
Erklärung: Das ist jetzt Druck im Auslasskanal, 80mm vom Kolben entfernt in Relation zur Kurbelwellenposition.
BDC = BodomDeadCenter = Unterer Totpunkt.
TDC = OT
EVO = Auslassöffnen, EVC = Auslassschließen
IVO/IVC = Überströmeröffnen/schließen
Hier sieht man auch schön was der Auspuff macht -> um den UT herum saugen, kurz vor Auslassschließen zurückschieben.
Zusammen mit der Animation hier ansehen zum besseren Verständnis was da passiert.
https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Arbeitsweise_Zweitakt.gif
Edith: da war Truls schon schneller
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Um mal auf die Frage dieses Topics zurück zu kommen: Ich würde sagen Truls hat hier nen ganz wichtigen Punkt angesprochen:
Ich würde sagen es braucht bei der Auslassgestaltung in erster Linie die richtige Menge an Vorauslassquerschnitt um mit dem Auspuff zu harmonieren (und den Druck im Zylinder unter Kurbelgehäusedruck zu bringen). Da allerdings die Auslasssteuerzeit großen Einfluss auf die Drehzahllage des Motors hat, beißt sich der Hund in den eigenen Arsch.
Also mal ganz differenziert rangegangen an die Sache:
Sagen wir mal, wir haben einen Motor wo die Auslasssteuerzeit zum Auspuff passt, wir eine Zündkurve haben welche den Motor in Bandbreite unterstützt und wo der Vergaser über das ganze Band passt, der jedoch nicht genügend Auslassquerschnitt hat. Zeichnet man dann Drehmoment und Leistung über Drehzahl äußert sich der fehlende Auslassquerschnitt in einem Knick oder Plateau in der Leistungskurve nach dem Drehmomentpeak (Drehmoment fällt auch nach dem Peak ab).
Beispiel: Mein Elsenmotor anno 2012.
Nehmen wir die schwarze Kurve weil man es da deutlich sieht:
Drehmomentpeak bei 10500 mit 20Nm
Leistungspeak bei 12500 mit 17,9Nm
Da fehlt also etwas Vorauslassquerschnitt.
Will man jetzt mehr Vorauslassquerschnitt zur Verfügung stellen macht man das indem man den Querschnitt erhöht (Auslass breiter / Nebenauslässe reinfräsen), oder wenn man das nicht mehr kann indem man den Auslass dazu bringt mehr zu strömen --> hinterschneidungen a la Jolle Bild2. Wobei da natürlich auch fraglich ist wie viel Hinterschneidung hilft, und ab wann es Ablösungen gibt welche die Strömung behindert. Das ist dann eine Frage für Leute die arg zu viel Zeit haben und Mach1 Rohrströmungen 3D Simulieren können. Oder man macht klassisch Trial and Error.